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Die wachsende Militarisierung der Territorien, die im Laufe des Jahres im Departement des südwestlichen kolumbianischen Cauca sichtbar geworden ist, hat die verschiedenen Gemeinschaften, die Teil der verschiedenen indigenen Völker sind, die es bewohnen, stark gefährdet. Viele Anzeigen und Warnungen der CRIC - Indigenous Regional Council of Cauca - wurden von der kolumbianischen Regierung ignoriert und übergangen.

Heute veröffentlichten im Exil lebende Kriegsdienstverweigerer aus der Türkei einen Aufruf, in dem sie angesichts der Invasion der Türkei in Syrien dazu auffordern: „Sag Nein, leiste Widerstand! Gehe nicht zum Militär!“ Sie machen zugleich klar: „Die Invasion ist ein völkerrechtswidriger Krieg. Sie verletzt internationales Recht. Diejenigen, die über die Besatzung entscheiden, diejenigen, die daran teilnehmen und diejenigen, die dafür Unterstützung anbieten, sollten wissen, dass sie Verbrechen gegen die Menschlichkeit begehen.“

Es ist in der Tat die Menschheit selbst, die mit jedem Schuss im Krieg stirbt. Wer andere als Feinde bezeichnet und sie entmenschlichst, tritt die grundlegendsten Werte der Menschlichkeit mit Füßen.

Im Januar gab es bedeutende Entwicklungen für Kriegsdienstverweigerer aus Gewissensgründen in Nordzypern: Der Kriegsdienstverweigerer aus Gewissensgründen, Halil Karapasaoglu, der wiederholt seine Ablehnung des Reservedienstes erklärt hat, wurde vor Gericht gestellt und zu einer Geldstrafe verurteilt. Halil verweigerte die Zahlung und wurde inhaftiert. Inzwischen mobilisierte die Initiative für Kriegsdienstverweigerung in Zypern Hunderte von Menschen, um Halil zu unterstützen - sowohl auf der Straße als auch in den sozialen Medien. Halil wurde aufgrund seiner Berufung freigelassen. Parallel zu den öffentlichen Diskussionen über Halils Fall kündigte die Regierung von Nordzypern, einem nur von der Türkei anerkannten, selbst erklärten Staat, einen Gesetzesentwurf an, der das Recht auf Kriegsdienstverweigerung aus.

Im Dezember hat die War Resisters' International dem UN-Büro des Hohen Kommissars für Menschenrechte (OHCHR) einen Bericht vorgelegt. Das geschah auf Ersuchen des OHCHR nach Informationen zu verschiedenen Ansätzen und Herausforderungen in Bezug auf Antragsverfahren für die Wehrdienstverweigerung aus Gewissensgründen im Einklang mit den Menschenrechtsnormen.

Ein neuer Bericht mit dem Titel A Lab and Showroom (Ein Labor und ein Ausstellungsraum) zeigt, wie die vom israelischen Militär gegen palästinensische Demonstranten angewandte extreme Gewalt die Entwicklung und den Verkauf militärischer Ausrüstungen durch israelische Waffenhersteller unterstützt.

In Belgien unternahmen WRI-Mitglieder mehrere direkte Aktionen gegen den NATO-Gipfel, der im NATO-Hauptquartier am 11. und 12. Juli stattfand.  Agir Pour la Paix , Vredesactie , und Gruppen aus Spanien griffen mit einen blutigen Die-In die Hauptverwaltungen von Waffenfirmen an, mit gemeinsamen Märschen, bei denen sie Modellgeschosse trugen und durch das Hängen von Spruchbändern von Brücken.

Aktivisten in Deutschland und dem Vereinigten Königreich organisierten Aktionen während der öffentlichen Tage des Militärs in ihren Ländern. In vielen westlichen Ländern rekrutiert das Militär auf Freiwilligenbasis. Dafür müssen diese Militärs mehr denn je Aufmerksamkeit auf ihre “Public Relations” legen, damit sie so viel junge Leute wie möglich erreichen und vom Eintritt in die Armee überzeugen können. “National-Tage” oder ähnliche öffentliche Tage in Verbindung mit dem Militär sind ein effektiver Bestandteil dieser Strategie. Letzten Monat fanden zwei solcher Tage in zwei europäischen Ländern statt: in Deutschland und im Vereinigten Königreich.

Während der 38. Sitzung des Menschenrechtsrates, die in Genf abgehalten wurde, organisierte der Internationale Versöhnungsbund (International Fellowship of Reconciliation, IFOR) eine Veranstaltung am Rande, mit unterstützt von der WRI mit Schwerpunkt auf den Gründen für die Migration aus Eritrea und die Kämpfe der Geflüchteten aus Eritrea.

Vom 26.-28. Mai 2018 haben Aktive aus Griechenland, Israel, Russland, der Türkei und Zypern (Nord und Süd) sich in Nikosia (Zypern) für ein dreitägiges Training getroffen, "Gender und Militarisierung der Jugend", organisiert von der War Resisters' International. Während des Trainings erforschten die Teilnehmenden geschlechtsspezifische Dimensionen der Militarisierung der Jugend in ihren Gesellschaften und diskutierten, wie international daran gearbeitet werden kann, diesen Prozessen entgegen zu wirken.