Serbien

Es mag wohl sein, dass die Kriegsdienstverweigerung eher als ein moralisches Gebot denn als eine Strategie betrachtet wird. In Ländern, wo es noch Wehrpflicht gibt, zeigen sich unterschiedliche Vermeidungsstategien und Verzögerungstaktiken. Einige Menschen bekommen eine Entlassung aus medizinischen Gründen. Andere fliehen, emigrieren, wählen einen Beruf, der sie von der Einberufung befreit oder bestechen die Behörden.

“Im September 2001, als ich von den serbischen Behörden die Anerken­nung meines Rechtes auf KDV forderte, gab es in Serbien 12 religiöse KDVer im Gefängnis. Aufgrund der Kampagne, die von der WRI und anderen Friedensorganisationen organisiert wurde wurde ich nicht nur nicht inhaftiert, auch diese 12 KDVer wurden in den folgenden Monaten freigelassen.”

Igor Seke, Kriegsdienstverweigerer aus Serbien

Wir bitten Euch, unsere Anstrengungen für die Unterstützung von Kriegsdienstverweigerern und Ge­fangenen für den Frieden zu unterstützen. Nehmt Euch am 1. Dezember – dem Tag der Gefangenen für den Frieden – ein wenig Zeit, um Briefe an Gefangene zu schreiben (bitte beachte die beliegende Liste). Und – damit wir unsere Arbeit fortsetzen können – gib eine großzügige Spende zur Unterstützung der Arbeit der WRI für Gefangene für den Frieden.

Kriegsdienstverweigerung in Jugoslawien (Serbien und Montenegro)

# Igor Seke

Jugoslawien hat im Januar 2002 ein neues Militärgesetz verabschiedet, aber auch dieses Gesetz beinhaltet keine Regelung zur Kriegsdienstverweigerung. Kriegs-dienstverweigerer können nur einen Dienst ohne Waffen innerhalb der jugoslawischen Armee ableisten - was offensichtlich keine befriedigende Situation darstellt.

Liebe Freunde und Freundinnen,

wir schreiben euch in diesen schwierigen Tagen des gemeinsamen Leidens. Konvois von Albanern und anderen Bürgern des Kosovo, unter ihnen viele von euch, wurden gezwungen ihre Häuser zu verlassen. Ermordungen und Vertreibungen, zerstörte und brennende Häuser, demolierte Brücken, Straßen und Industrieanlagen - zeichnen ein düsteres und schmerzvolles Bild von Kosovo, Serbien und Montenegro, so als würden sie anzeigen, daß ein Zusammenleben nicht länger möglich ist. Wir glauben jedoch, daß dies notwendig und möglich ist.

Während die Lage im früheren Jugoslawien von außen her als friedlich angesehen wird, berichten die Balkan Peace Teams sowohl in Kroatien als auch in der Bundesrepublik Jugoslawien (BRJ) von Spannungen. Otvorene Oci ("Offene Augen" - das Team in Kroatien) hat noch ein Büro in Split und ist mit dem anderen Büro von Zagreb nach Karlovac gezogen. Das Büro in Karlovac hat von drei Explosionen berichtet, die gegen Serben gerichtet waren: am 24. Februar (über die nur auf der 4. Seite in der lokalen Zeitung berichtet wurde) und zwei weitere am 28. Februar und am 2.

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