WRI Statement https://wri-irg.org/en?language=de en ECtHR judgement on Russian CO case disregards 53 years of international human rights standards https://wri-irg.org/en/story/2020/ecthr-judgement-russian-co-case-disregards-53-years-international-human-rights-standards?language=de <div data-history-node-id="42215" class="node node--type-story node--view-mode-rss ds-1col clearfix"> <time > 30 Oct 2020</time> <div class="field field--name-body field--type-text-with-summary field--label-hidden field--item"><h2>Urteil des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte</h2> <p>Am 7. September 2020 lehnte der Ausschuss der Großen Kammer des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte (EGMR) den Antrag ab, den Fall Dyagilev gegen Russland (Nr. 49972/16) an die Große Kammer zu verweisen. Damit wurde das Urteil vom 10. März 2020 rechtskräftig. In diesem Urteil stellte der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (Dritte Abteilung) mit einer Mehrheit von vier zu drei Stimmen fest, dass im Falle des Kriegsdienstverweigerers Maksim Andreyevich Dyagilev keine Verletzung des Artikels 9 der Europäischen Menschenrechtskonvention vorliege. Sein Antrag auf Kriegsdienstverweigerung war von der Rekrutierungskommission des Militärs und anschließend von Gerichten abgewiesen worden.</p> <p>Mit diesem Urteil stellte eine knappe Mehrheit der Richter*innen fest, dass die Rekrutierungskommission des Militärs „glaubhaft die Anforderungen an die Unabhängigkeit“ erfülle, obwohl drei von sieben Mitgliedern der Kommission Vertreter des Verteidigungsministeriums sind. Damit missachtet die knappe Mehrheit der Kammer des EGMR alle anderen relevanten internationalen und regionalen Menschenrechtsstandards, die seit mehr als einem halben Jahrhundert von zahlreichen UN- und europäischen Institutionen entwickelt wurden.</p> <p>Erstens scheint in diesem Fall die Mehrheit der Kammer zu ignorieren, dass „kein Gericht und kein Ausschuss das Gewissen einer Person prüfen kann“ und dass, „um als Kriegsdienstverweigerer anerkannt zu werden, eine Erklärung mit Darlegung der Gründe ausreichend sein sollte“, wie es in den Entschließungen des Europäischen Parlamentes seit über 30 Jahren dargelegt wird.<sup>1</sup></p> <p>Darüber hinaus ignoriert der EGMR die Tatsache, dass sowohl der UN-Menschenrechtsrat<sup>2</sup>, wie auch die Vorgängerorganisation, die Menschenrechtskommission<sup>3</sup>, seit 1998 die Tatsache begrüßt haben, dass einige Staaten Anträge zur Kriegsdienstverweigerung ohne Untersuchung anerkannt haben. In dem hier vorliegenden Fall von Dyagilev wurde sein Antrag nicht nur überprüft. Wie drei Richter*innen in ihrer Minderheitenmeinung zudem darlegen, „beruhte die Bewertung auf einer übermäßig zu erfüllenden Beweislast“.</p> <p>In seinem Urteil scheint der EGMR zudem die internationalen und regionalen Menschenrechtsstandards bezüglich von Anträgen auf Kriegsdienstverweigerung zu ignorieren.</p> <p>1967 entschied die Parlamentarische Versammlung des Europarates: „Wird die Entscheidung über die Anerkennung des Rechts auf Kriegsdienstverweigerung in erster Instanz von einer Verwaltungsbehörde getroffen, soll das Entscheidungsgremium vollständig vom Militär getrennt sein und seine Zusammensetzung soll die größtmögliche Unabhängigkeit und Unparteilichkeit gewährleisten.“<sup>4</sup></p> <p>In ähnlicher Weise setzte der damalige UN-Sonderberichterstatter für religiöse Intoleranz bereits 1986 einschlägige Standards: „Die Entscheidung über den Status sollte nach Möglichkeit von einem zu diesem Zweck eingerichteten unabhängigen Ausschusss oder einem ordentlichen Zivilgericht getroffen werden unter Anwendung aller in internationalen Menschenrechtsinstrumenten vorgesehenen rechtlichen Schutzmaßnahmen. Es sollte immer ein Recht bestehen, eine Berufung an eine unabhängige zivile Justizbehörde zu richten. Das Entscheidungsgremium sollte völlig unabhängig von Militärbehörden sein und dem Kriegsdienstverweigerer sollte eine Anhörung gewährt werden, in der er berechtigt ist, sich rechtlich vertreten zu lassen und relevante Zeugen zu benennen.“<sup>5</sup> Der UN-Sonderberichterstatter für Religions- und Glaubensfreiheit, der heute diese Funktion innerhalb der UN wahrnimmt, zitiert auch heute noch diese Standards.<sup>6</sup></p> <p>Es ist offensichtlich, dass ein Rekrutierungskomitee des Militärs, besetzt mit Vertretern des Verteidigungsministeriums, in diesem Falle drei von insgesamt sieben Mitgliedern, nicht „vollständig“ von den Militärbehörden getrennt ist. Darüber hinaus werfen insbesondere die Mitglieder des Militärs Fragen bezüglich der Unabhängigkeit und Unparteilichkeit auf, wie dies vom EGMR an anderer Stelle auch herausgestellt wurde (siehe Papavasilakis gegen Griechenland, Nr. 66899/14). Eine Zusammensetzung, die ein „Maximum“ an Unabhängigkeit und Unparteilichkeit garantieren würde, sollte dem Minimum an Beteiligung von Mitgliedern des Militärs entsprechen, also Null.</p> <p>Am wichtigsten ist, dass der EGMR in diesem Fall die Empfehlungen des UN-Menschenrechtsausschusses nicht berücksichtigt, der Russland 2009 nachdrücklich aufforderte, „die Überprüfung von Anträgen auf Kriegsdienstverweigerung vollständig unter die Kontrolle von Zivilbehörden zu stellen“.<sup>7</sup></p> <p>Auch das UN-Kommisariat für Menschenrechte hat ähnliche Standards verabschiedet: „Unabhängige und unparteiische Entscheidungsgremien sollten entscheiden, ob in einem Fall wirklich eine Kriegsdienstverweigerung vorliegt. Solche Stellen sollten vollständig unter die Kontrolle ziviler Behörden gestellt werden.“<sup>8</sup></p> <p>Es ist anzumerken, dass dieses Urteil des EGMR, das anscheinend eine Minderheit von Militärangehörigen in den Prüfungsausschüssen akzeptiert, seiner eigenen Begründung widerspricht, dass nur ein einziges Mitglied die Unabhängigkeit und Unparteilichkeit eines Gremiums beeinträchtigen kann. Im Fall von Canevi und anderen gegen die Türkei (Nr. 40395/98), der sich nicht auf die Kriegsdienstverweigerung bezieht, stellte der EGMR einen Verstoß gegen Artikel 6.1 der Europäischen Menschenrechtskonvention fest (Recht auf ein faires Verfahren), da ein einzelnes Mitglied des Militärs Teil des Ausschusses war. Wenn auch nur ein einziger Militärangehöriger die Unparteilichkeit und Unabhängigkeit eines Ausschusses in einem Fall beeinträchtigt, der nichts mit der Armee zu tun hat, liegt es auf der Hand, dass dies auch dann der Fall wäre, wenn das betreffende Problem in direktem Zusammenhang mit der Armee steht, da es sich in dem Fall von Dyagilev gegen Russland um einen Kriegsdienstverweigerer handelt, der sich der Armee und dem Militärdienst widersetzt.</p> <p>Zusammenfassend widerspricht das diesjährige Urteil des EGMR in der Rechtssache Dyagilev gegen Russland den langjährigen internationalen und regionalen Menschenrechtsstandards in Bezug auf die Anerkennung der Kriegsdienstverweigerung wie auch der vom EGMR selbst dargelegten Begründung zu Unabhängigkeit und Unparteilichkeit. Der EGMR mag verantwortlich sein für die Auslegung der Europäischen Menschenrechtskonvention. Das Urteil schließt aber nicht aus, dass sich Dyagilev wie auch andere Kriegsdienstverweigerer, die sich in einer ähnlichen Lage befinden, an andere Körperschaften wie das UN-Menschenrechtskomitee wenden, um Gerechtigkeit zu erhalten. In solch einem Fall würde es um die Frage gehen, ob der Internationale Pakt über bürgerliche und politische Rechte verletzt worden ist.</p> <p>Diese Entscheidung des EGMR über einen Einzelfall mit spezifischen Merkmalen, die mit der Mehrheit von nur einem Richter angenommen– und auch nicht von der Großen Kammer überprüft wurde – ist nicht als Präzedenzfall für Russland zu sehen. Sie kann die sich entwickelnde Rechtsprechung zum Recht auf Kriegsdienstverweigerung nicht aufhalten.</p> <p><em>War Resisters‘ International</em>, <em>European Bureau for Conscientious Objection</em>, I<em>nternational Fellowship of Reconciliation</em> und <em>Connection e.V.</em></p> <h3>Fußnoten</h3> <p>1 European Parliament, Resolution on conscientious objection and alternative service, (Α3-15/89), [bekannt als Schmidbauer Resolution], veröffentlicht im Official Journal of the European Communities C291, 13. Oktober 1989, Abs. Α (Seite 123) und Abs. 4 (Seite 124). Siehe auch: European Parliament, Resolution on conscientious objection, (1-546/82), [bekannt als Macciocchi Resolution], 7. Februar 1983, veröffentlicht im Official Journal of the European Communities C 68, 14. März 1983, Abs. 3 (Seite 15).</p> <p>2 UN Human Rights Council, Resolution 24/17 (A/HRC/RES/24/17), 8. Oktober 2013, Abs. 7. <a href="http://undocs.org/A/HRC/RES/24/17">http://undocs.org/A/HRC/RES/24/17</a></p> <p>3 UN Commission on Human Rights, <a href="https://www.refworld.org/docid/3b00f0be10.html">Resolution 1998/77</a>, Conscientious objection to military service, 22. April 1998, (E/CN.4/RES/1998/77), Abs. 2</p> <p>4 Council of Europe, Parliamentary Assembly, <a href="http://assembly.coe.int/nw/xml/XRef/Xref-XML2HTML-en.asp?fileid=15752&amp;lang=en">Resolution 337 (1967)</a>, Right of conscientious objection, Abs. b2</p> <p>5 Bericht vorgelegt von Angelo Vidal d Almeida Ribeiro, Special Rapporteur appointed in accordance with Commission on Human Rights resolution 1986/20 vom 10. März 1986 (E/CN.4/1992/52), 18. Dezember 1991, Absatz. 185. <a href="http://undocs.org/E/CN.4/1992/52">http://undocs.org/E/CN.4/1992/52</a></p> <p>6 Rapporteur’s Digest on Freedom of Religion or Belief, S. 45. <a href="http://www.ohchr.org/Documents/Issues/Religion/RapporteursDigestFreedomReligionBelief.pdf">www.ohchr.org/Documents/Issues/Religion/RapporteursDigestFreedomReligionBelief.pdf</a></p> <p>7 UN Human Rights Committee, Concluding observations on the sixth periodic report of the Russian Federation, (CCPR/C/RUS/CO/6), 24. November 2009, Abs. 23. <a href="http://undocs.org/CCPR/C/RUS/CO/6">http://undocs.org/CCPR/C/RUS/CO/6</a></p> <p>8 OHCHR, Approaches and challenges with regard to application procedures for obtaining the status of conscientious objector to military service in accordance with human rights standards, 24. Mai 2019, Abs. 60, (g). <a href="http://undocs.org/A/HRC/41/23">http://undocs.org/A/HRC/41/23</a></p> <p>War Resisters‘ International, European Bureau for Conscientious Objection (EBCO), International Fellowship of Reconciliation (IFOR) and Connection e.V.: ECtHR judgement on Russian CO case disregards 53 years of international human rights standards. 29. Oktober 2020</p> <p> </p> </div> <div class="field field--name-upload field--type-file field--label-above"> <div class="field--label">Attached file</div> <div class="field--items"> <div class="field--item"><span class="file file--mime-application-pdf file--application-pdf icon-before"><span class="file-icon"><span class="icon glyphicon glyphicon-file text-primary" aria-hidden="true"></span></span><span class="file-link"><a href="https://wri-irg.org/sites/default/files/public_files/2020-10/ecthr_judgement_on_russian_co_case_disregards_53_years_of_international_human_rights_standards_0.pdf" type="application/pdf; length=243933" title="Open file in new window" target="_blank" data-toggle="tooltip" data-placement="bottom">ecthr_judgement_on_russian_co_case_disregards_53_years_of_international_human_rights_standards.pdf</a></span><span class="file-size">238.22 KB</span></span></div> </div> </div> <div class="field--label tags--label field-label-above">Programmes &amp; Projects</div> <div class="wri-main--tags"> <span class="rel-tag" > <a href="/de/taxonomy/term/1?language=de" hreflang="de">Das Recht, das Töten zu verweigern</a></span> <span class="rel-tag" > <a href="/en/programmes/wri-statement?language=de" hreflang="en">WRI Statement</a></span> </div> <div class="field--label tags--label field-label-above">Countries</div> <div class="wri-main--tags"> <span class="rel-tag" > <a href="/de/taxonomy/term/84?language=de" hreflang="de">Europa</a></span> <span class="rel-tag" > <a href="/de/taxonomy/term/185?language=de" hreflang="de">Russische Föderation</a></span> </div> <div class="field--label tags--label field-label-above">Theme</div> <div class="wri-main--tags"> <span class="rel-tag" > <a href="/en/taxonomy/term/57?language=de" hreflang="en">Conscientious objection</a></span> </div> <div class="field--label tags--label field-label-above">Institutions</div> <div class="wri-main--tags"> <span class="rel-tag" > <a href="/en/taxonomy/term/387?language=de" hreflang="en">European Court of Human Rights</a></span> </div> <section class="comments"> <h2>Add new comment</h2> <drupal-render-placeholder callback="comment.lazy_builders:renderForm" arguments="0=node&amp;1=42215&amp;2=comment&amp;3=comment" token="Ys8tIiX8cqc46XyvxvucXIlKZV5IX2wvzSPlsiixuE4"></drupal-render-placeholder> </section> </div> Thu, 29 Oct 2020 17:57:13 +0000 cmoy 42215 at https://wri-irg.org War Resisters' International statement on initiative to reestablish compulsory military service in Honduras https://wri-irg.org/en/story/2019/war-resisters-international-statement-initiative-reestablish-compulsory-military-service?language=de <div data-history-node-id="41877" class="node node--type-story node--view-mode-rss ds-1col clearfix"> <picture> <source srcset="/sites/default/files/public_files/styles/single_page_desktop/public/2018-06/wri_logo_en_800x805_with_space_around_edge_white_background.png?itok=aCylvd2M 1x" media="screen and (min-width: 992px)" type="image/png"/> <source srcset="/sites/default/files/public_files/styles/single_page_mobiles_and_tablets/public/2018-06/wri_logo_en_800x805_with_space_around_edge_white_background.png?itok=07qXHE2p 1x" type="image/png"/> <img src="/sites/default/files/public_files/styles/single_page_mobiles_and_tablets/public/2018-06/wri_logo_en_800x805_with_space_around_edge_white_background.png?itok=07qXHE2p" alt="WRI Logo" typeof="foaf:Image" class="img-responsive" /> </picture> <div class="caption"></div> <time > 11 Dec 2019</time> <div class="field field--name-body field--type-text-with-summary field--label-hidden field--item"><p>Wehrpflicht in Honduras, die 1994 abgeschafft wurde, bringt immer noch schmerzliche Erinnerungen hervor an schreckliche Menschenrechtsverletzungen, wie Zwangsrekrutierung, Zwangsverschwinden und Folter und Tod derer, die sich entweder weigerten, einzutreten, oder Kampagnen gegen die Rekrutierung unternahmen.</p> <p>Die jungen Leute von Honduras, besonders die aus wirtschaftlich nicht privilegierten Nachbarschaften, wurden regelrecht in den Straßen und in öffentlichen Verkehrsmitteln gejagt, um sie in Militärbaracken zu bringen und sie zum Wehrdienst zu zwingen. Wir wissen, dass viele von ihnen aus religiösen, moralischen /philosophischen Gründen den Wehrdienst verweigerten. Aber dieses Recht auf Wehrdienstverweigerung wurde ihnen brutal verwehrt.</p> <p><a name="_GoBack2" id="_GoBack2"></a><a name="_GoBack1" id="_GoBack1"></a> War Resisters’ International ist der Überzeugung, dass die Initiativen zur Wiedereinführung einer Wehrpflicht, wie das von Herrn David Chavez vorgestellte System, kein Schritt in die richtige Richtung ist, wenn man damit die Verbrechensrate senken und die Rekrutierung der Jugendlichen von Honduras durch kriminelle Organisationen vermeiden will. Letzteres sind die beiden am meisten verwendeten Argumente für die Wiedereinführung der Wehrpflicht. Diese Ziele können nur durch die Einführung einer Kultur des Friedens und der Gewaltlosigkeit auf allen Ebenen der Gesellschaft erreicht werden und nicht durch weitere Militarisierung derselben. Was die jungen Leute von Honduras brauchen sind ordentliche und gut bezahlte Arbeiten, die ihren Lebensstandard verbessern würden. Eine Wehrpflicht wäre nur ein weiterer Anreiz für sie, aus dem Land zu fliehen und somit die Migrationswelle noch größer zu machen.</p> <p>Selbst wenn die Initiative ein Erfolg wird, müßte die Regierung von Honduras das Recht auf Kriegsdienstverweigerung für alle garantieren, die nicht dem Militär beitreten wollen. Wir erinnern die Regierung von Honduras und Herrn Chavez daran, dass das Recht auf Kriegsdienstverweigerung auf Paragraph 18 des Internationalen Pakts über bürgerliche und politische Rechte basiert, welches Gedanken-, Gewissens- und Religions- oder Glaubensfreiheit garantiert. Honduras hat diesen Pakt unterschrieben. Deshalb ist dieser nicht nur Teil der Gesetzgebung eines Landes, sondern steht auch über jedem nationalen Gesetz.</p> <p>Das bedeutet, dass nach internationalem Gesetz alle Menschen, die gegen den Wehrdienst sind, das Recht haben, ihn zu verweigern. Das macht Zwangsrekrutierung illegal und wäre eine drastische Verletzung ihrer Menschenrechte. In diesem Sinne möchten wir Herrn Chavez einladen, die Initiative noch einmal zu überdenken, die mehr Schaden als Gewinn für Honduras und seine Menschen bringen würde.</p> </div> <div class="field--label tags--label field-label-above">Programmes &amp; Projects</div> <div class="wri-main--tags"> <span class="rel-tag" > <a href="/de/taxonomy/term/1?language=de" hreflang="de">Das Recht, das Töten zu verweigern</a></span> <span class="rel-tag" > <a href="/en/programmes/wri-statement?language=de" hreflang="en">WRI Statement</a></span> </div> <div class="field--label tags--label field-label-above">Countries</div> <div class="wri-main--tags"> <span class="rel-tag" > <a href="/de/taxonomy/term/242?language=de" hreflang="de">Honduras</a></span> </div> <div class="field--label tags--label field-label-above">Theme</div> <div class="wri-main--tags"> <span class="rel-tag" > <a href="/en/taxonomy/term/57?language=de" hreflang="en">Conscientious objection</a></span> </div> <section class="comments"> <h2>Add new comment</h2> <drupal-render-placeholder callback="comment.lazy_builders:renderForm" arguments="0=node&amp;1=41877&amp;2=comment&amp;3=comment" token="wThsHx8GIPpSioxnM77GVWWPXgSMR-My_H_UinOnaJY"></drupal-render-placeholder> </section> </div> Tue, 22 Oct 2019 14:02:05 +0000 cmoy 41877 at https://wri-irg.org Antimilitarist and nonviolent solidarity with Venezuela - statement from RAMALC https://wri-irg.org/en/story/2017/antimilitarist-and-nonviolent-solidarity-venezuela-statement-ramalc?language=de <div data-history-node-id="40699" class="node node--type-story node--view-mode-rss ds-1col clearfix"> <picture> <source srcset="/sites/default/files/public_files/styles/single_page_desktop/public/2017-05/miguelgutierrez-672x372.jpg?itok=BfHCN-xr 1x" media="screen and (min-width: 992px)" type="image/jpeg"/> <source srcset="/sites/default/files/public_files/styles/single_page_mobiles_and_tablets/public/2017-05/miguelgutierrez-672x372.jpg?itok=WSROCDtB 1x" type="image/jpeg"/> <img src="/sites/default/files/public_files/styles/single_page_mobiles_and_tablets/public/2017-05/miguelgutierrez-672x372.jpg?itok=WSROCDtB" alt="Police behind riot shields face a crowd of protesters behind a wall of homemade shields in Venezuela" title="Photo credit: Miguel Gutierrez" typeof="foaf:Image" class="img-responsive" /> </picture> <div class="caption">Photo credit: Miguel Gutierrez</div> <time > 31 May 2017</time> <div class="field field--name-body field--type-text-with-summary field--label-hidden field--item"><p>Das Antimilitaristische Netzwerk Lateinamerika und Karibik (Red Antimilitarista de América Latina y el Caribe, RAMALC) hat ein Statement publiziert, das Solidarität mit Antimilitarist*innen, Kriegsdienstverweiger*innen und Pazifist*innen ausdrückt. (Eine englische Version wird demnächst verfügbar sein.) Das Statement unterstützt die Menschenrechtsverteidiger*innen, die wegen ihrer Arbeit verfolgt werden. Das Statement wurde vom Vorstand der WRI mit unterzeichnet.</p> <p>Mehr Informationen (in spanischer Sprache) <a href="http://ramalc.org/2017/05/24/solidaridad-antimilitarista-y-noviolenta-con-venezuela-declaracion-de-la-red-antimilistarista-de-america-latina-y-el-caribe/">hier</a>.</p> <p> </p> </div> <div class="field--label tags--label field-label-above">Programmes &amp; Projects</div> <div class="wri-main--tags"> <span class="rel-tag" > <a href="/de/taxonomy/term/465?language=de" hreflang="de">Titelseite</a></span> <span class="rel-tag" > <a href="/en/programmes/wri-statement?language=de" hreflang="en">WRI Statement</a></span> <span class="rel-tag" > <a href="/en/programmes/wri-network?language=de" hreflang="en">WRI network</a></span> </div> <div class="field--label tags--label field-label-above">Countries</div> <div class="wri-main--tags"> <span class="rel-tag" > <a href="/de/taxonomy/term/224?language=de" hreflang="de">Venezuela</a></span> </div> <div class="field--label tags--label field-label-above">Theme</div> <div class="wri-main--tags"> <span class="rel-tag" > <a href="/de/taxonomy/term/670?language=de" hreflang="de">RAMALC</a></span> </div> <section class="comments"> <h2>Add new comment</h2> <drupal-render-placeholder callback="comment.lazy_builders:renderForm" arguments="0=node&amp;1=40699&amp;2=comment&amp;3=comment" token="6n0qnTIM4UWnC1386P3lx2WQ0gAzLj_TKtdQvWHZWK4"></drupal-render-placeholder> </section> </div> Wed, 31 May 2017 11:57:14 +0000 cmoy 40699 at https://wri-irg.org WRI stands in solidarity with the Syrian civilian population who are victims of the war https://wri-irg.org/en/story/2016/wri-stands-solidarity-syrian-civilian-population-who-are-victims-war?language=de <div data-history-node-id="26941" class="node node--type-story node--view-mode-rss ds-1col clearfix"> <time > 05 Dec 2016</time> <div class="field field--name-body field--type-text-with-summary field--label-hidden field--item"><p><a href="http://www.syriauntold.com/en/2016/10/tartusians-and-aleppans-a-story-of-mutual-benefits/"><br /> <div data-embed-button="image_embed" data-entity-embed-display="image:responsive_image" data-entity-embed-display-settings="body_inline_half" data-entity-type="file" data-entity-uuid="e529cef0-77bd-4e52-aeb6-905247068aa4" data-langcode="de" class="embedded-entity align-right"> <img srcset="/sites/default/files/public_files/styles/large/public/images/syria_0.home.jpg?itok=E-_6QylS 1x" src="/sites/default/files/public_files/styles/large/public/images/syria_0.home.jpg?itok=E-_6QylS" typeof="foaf:Image" class="img-responsive" /> </div> <p></p></a><span><span>Der internationale Rat der WRI hat eine Erklärung in Solidarität mit der syrischen Zivilbevölkerung, die Opfer des Krieges ist, verfasst. Wir versprechen dort, Personen und Gruppen zu unterstützen, die inmitten der Gewalt der Militarisierung und dem Krieg weiter widerstehen, den gewaltfreien Kampf gegen Diktatur und für Demokratie fortsetzen und einen Weg zum Frieden aufzeigen.</span></span></p> <p><a href="/de/node/26926"><span><span><span>Hier geht es zu dem Statement</span></span></span></a><span><span> (in englischer Sprache)</span></span></p> <p><a href="/en/Council-statement-Syria-November-2016"><em></em></a></p> </div> <div class="field--label tags--label field-label-above">Programmes &amp; Projects</div> <div class="wri-main--tags"> <span class="rel-tag" > <a href="/en/programmes/wri-statement?language=de" hreflang="en">WRI Statement</a></span> <span class="rel-tag" > <a href="/de/taxonomy/term/465?language=de" hreflang="de">Titelseite</a></span> </div> <div class="field--label tags--label field-label-above">Countries</div> <div class="wri-main--tags"> <span class="rel-tag" > <a href="/de/taxonomy/term/158?language=de" hreflang="de">Syrien</a></span> </div> <section class="comments"> <h2>Add new comment</h2> <drupal-render-placeholder callback="comment.lazy_builders:renderForm" arguments="0=node&amp;1=26941&amp;2=comment&amp;3=comment" token="GLnfes9If6bjwCVAgDrF67DajoQ74G_xYUA188EwhPs"></drupal-render-placeholder> </section> </div> Wed, 30 Nov 2016 11:28:13 +0000 HBrock 26941 at https://wri-irg.org WRI Statement on the murder of Tahir Elçi https://wri-irg.org/en/WRI-Statement-on-the-murder-of-Tahir-El%C3%A7i?language=de <div data-history-node-id="25309" class="node node--type-story node--view-mode-rss ds-1col clearfix"> <time > 14 Dec 2015</time> <div class="field field--name-body field--type-text-with-summary field--label-hidden field--item"><p style="text-align: left;" align="justify"></p><div alt="" data-embed-button="image_embed" data-entity-embed-display="image:responsive_image" data-entity-embed-display-settings="body_inline_1_3" data-entity-type="file" data-entity-uuid="d18540b5-e1d5-44aa-bd2a-b9f5a84f429d" title="" data-langcode="de" class="embedded-entity align-left"> <img srcset="/sites/default/files/public_files/styles/max_325x325/public/images/elci-1_1.home.jpg?itok=O6NYlUNH 1x" src="/sites/default/files/public_files/styles/medium/public/images/elci-1_1.home.jpg?itok=FMQqaiSr" alt="" typeof="foaf:Image" class="img-responsive" /> </div> Tahir Elçi, Vorsitzender der Diyarbakir Bar Association, ein prominenter Menschenrechtsanwalt und sehr bekannte Person als “Friedensgesandter”, wurde am 28. November 2015 in Diyarbakir, Südost-Türkei ermordet. Er widmete sein Leben dem Frieden und den Menschenrechten. Seine letzten Worte während einer Pressekonferenz ein paar Minuten, bevor er erschossen wurde, waren: „Wir wollen keine Waffen, Zusammenstöße und militärische Operationen am Geburtsort und Zuhause so vieler Zivilisationen“. <!--break--> <p align="justify">Im Anschluss an die Wahlen am 7. Juni wurden lt. dem durch die Menschenrechtsvereinigung in der Türkei erstellten Bericht bis zum 9. November 272 Zivilisten (Suruc 32, Ankara 102) getötet. Lt. dem gleichen Bericht erreichte die Gesamtzahl der Menschen 602, einschließlich Sicherheitskräfte, Paramilitärs und PKK-Militante.</p> <p align="justify">Tahir Elçi war eine der Personen, die sich vehement an den türkischen Staat und die PKK wenden wegen eines Waffenstillstands, um das Morden zu beenden. Seine Ermordung ist ein offenkundiger Angriff auf die Hoffnung auf Frieden in der Türkei.</p> <p align="justify">War Resisters' International verurteilt die Ermordung Tahir Elçis und steht solidarisch bei seiner Familie, seinen Freunden und allen Friedensaktivisten im Land, die gegen die eskalierende Gewaltpolitik in der Türkei sind. Wir glauben, dass internationale Solidarität in diesen Zeiten eine Hauptrolle im Kampf derjenigen spielt, die Frieden fordern. Wir fordern auch die türkischen Behörden auf, die Ermordung Elçis gründlich und unvoreingenommen zu untersuchen und verdächtige Täter zur Rechenschaft zu ziehen.</p> <p align="justify">Weitere Information über Tahir Elçi <a href="https://www.amnesty.org/en/latest/news/2015/11/at-the-funeral-of-tahir-elci-a-giant-in-turkeys-human-rights-movement-the-sense-of-loss-is-deafening/">hier</a>.</p> </div> <div class="field--label tags--label field-label-above">Programmes &amp; Projects</div> <div class="wri-main--tags"> <span class="rel-tag" > <a href="/en/programmes/wri-statement?language=de" hreflang="en">WRI Statement</a></span> <span class="rel-tag" > <a href="/de/taxonomy/term/465?language=de" hreflang="de">Titelseite</a></span> </div> <div class="field--label tags--label field-label-above">Countries</div> <div class="wri-main--tags"> <span class="rel-tag" > <a href="/de/taxonomy/term/256?language=de" hreflang="de">Türkei</a></span> </div> <section class="comments"> <h2>Add new comment</h2> <drupal-render-placeholder callback="comment.lazy_builders:renderForm" arguments="0=node&amp;1=25309&amp;2=comment&amp;3=comment" token="ak4bmBBxvx3OH6ZUGR0kZQFDqJwqxqPcqn-9KKXaTuI"></drupal-render-placeholder> </section> </div> Wed, 09 Dec 2015 16:59:49 +0000 HBrock 25309 at https://wri-irg.org WRI supports human rights defenders in Venezuela https://wri-irg.org/en/WRI-supports-human-rights-defenders-in-Venezuela?language=de <div data-history-node-id="24635" class="node node--type-story node--view-mode-rss ds-1col clearfix"> <time > 22 Jun 2015</time> <div class="field field--name-body field--type-text-with-summary field--label-hidden field--item"><p><span><span><span>Die Internationale der <span>Kriegsgegner_innen (WRI) sorgt sich um die Sicherheit ihrer Mitglieder und gleichgesinnter Menschenrechtsverteidiger in Venezuela. </span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span><span><span>Am 13. Mai veröffentlichte der Präsident der Nationalversammlung, Diosdado Cabello, die Reiseplanungen der WRI-Mitglieder Rafael Uzcátegui vom venezuelanischen „</span></span></span></span></span></span></span><em><span><span><span><span><span><span><span>Programa Venezolano de Educación-Acción en Derechos Humanos“ (Program zur Bildung und Aktion für Menschenrechte - PROVEA)</span></span></span></span></span></span></span></em><span><span><span><span><span><span><span> und Carlos Correa von „</span></span></span></span></span></span></span><em><span><span><span><span><span><span><span>Espacio Público“ (Öffentlicher Raum). </span></span></span></span></span></span></span></em><span><span><span><span><span><span> </span></span></span></span></span></span><span><span><span><span><span><span><span>Diese Informationen wurden in Diosdado Cabellos wöchentlicher Fernsehsendung „</span></span></span></span></span></span></span><em><span><span><span><span><span><span><span>Con el Mazo Dando“ öffentlich gemacht. In dieser Sendung wird regelmässig die Arbeit von Menschenrechtsaktivist_innenin Frage gestellt und Informationen über ihre Aufenthaltsorte verbreitet. Nicholas Maduro, Präsident von Venezuela, hat regierungskritische NGOs als „Banditen“ bezeichnet und dazu aufgerufen, eine Filmdokumentation zu produzieren, deren Ausstrahlung die „Wahrheit“ über die Arbeit der Menschenrechtsorganisationen „enthüllen“ soll. </span></span></span></span></span></span></span></em></p> <p><span><span><span><span><span><span><span>Unter anderem wurde in der Sendung „</span></span></span></span></span></span></span><em><span><span><span><span><span><span><span>Con el Mazo Dando“</span></span></span></span></span></span></span></em><span><span><span><span><span><span><span> die geplante Reise von Rafael Uzcátegui und Carlos Correa nach Chile angekündigt, wo sie einen ehemaligen Koordinator von PROVEA treffen wollten. Da diese Informationen nur in privater digitaler Kommunikation geteilt wurden, besteht Anlass zur Vermutung, dass diese Kommunikationswege von den Behörden überwacht werden. </span></span></span></span></span></span></span></p> <p lang="de-DE" xml:lang="de-DE" xml:lang="de-DE"><span><span><span>Die Veröffentlichung dieser Informationen bringt Rafael, Carlos und ihre Freund_innen und Kolleg_innen in Gefahr, denn es rüstet militante Sympathisanten der Regierung mit dem nötigen Wissen für Einschüchterung oder Angriffe aus.</span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span><span><span>Diese Taktik der Regierungsmitglieder, Bürger_innen ins Ziel zu nehmen, ist feige und stellt eine fragwürdige Machtausübung dar, denn die Provokateure stellen zum einen Informationen zur Verfügung und können diese schnell verbreiten, haben andererseits aber auch die Möglichkeit ihre Hände in Unschuld zu waschen, denn da sie nie zu direkten Angriffen aufgerufen haben, sind sie auch nicht für Folgen verantwortlich. Deshalb sollte alle Verantwortung für jeglichen Schaden, den Rafael, Carlos und andere durch „</span></span></span></span></span></span></span><em><span><span><span><span><span><span><span>Con el Mazo Dando“</span></span></span></span></span></span></span></em><span><span><span><span><span><span><span> erleiden, eben Letzteren zur Last gelegt werden. </span></span></span></span></span></span></span></p> <p lang="de-DE" xml:lang="de-DE" xml:lang="de-DE"><span><span><span>WRI <a href="/de/node/3565">spricht sich seit jeher gegen jegliche</a> Gewaltausübung und Ungerechtigkeit durch Staaten aus und fordert, Solidarität mit gewaltlosen Aktivist_innen auf der ganzen Welt zu üben. </span></span></span></p> <p><span><span><span>WRI kennt PROVEA als eine Organisation, die dauerhaft und gründlich Machtmissbrauch untersucht. Schon seit einigen Jahren arbeiten wir mit ihnen zusammen und PROVEA war Gastgeberin für eine WRI Delegation im Jahr 2013.Wir haben über die Jahre mit Bedauern zur Kenntnis genommen, dass Argwohn und Einschüchterung gegen Menschenrechtsorganisationen sowie die Militarisierung in Venezuela zugenommen haben.</span></span></span></p> <p lang="de-DE" xml:lang="de-DE" xml:lang="de-DE"><span><span><span>Dieser Zwischenfall ist nur der jüngste in einer Reihe von Versuchen, Menschenrechtsgruppen einschliesslich PROVEA, zu verleumden und einzuschüchtern.</span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span><span><span>Schon im Jahr 2013 <a href="/de/node/21660">veröffentlichte WRI</a> nach einer Verbalattacke gegen PROVEA durch den damaligen Minister für Kommunikation und Information, Ernesto Villegas, eine Stellungnahme. Zu Beginn diesen Jahres wurden 12 Menschenrechtsaktivist_innen, unter ihnen auch Rafael Uzcátegui und Carlos Correa, am Flughafen von Caracas belästigt und eingeschüchtert, als sie von Anhörungen vor der Interamerikanischen Kommission für Menschenrechte zurückkehrten. Nur Tage zuvor waren Details ihres Rückflugs bei „</span></span></span></span></span></span></span><em><span><span><span><span><span><span><span>Con el Mazo Dando</span></span></span></span></span></span></span></em><span><span><span><span><span><span><span>” veröffentlicht worden. </span></span></span></span></span></span></span></p> <p lang="de-DE" xml:lang="de-DE" xml:lang="de-DE"><span><span><span>Wir fordern ein Ende der Delegitimierungskampagne, die regierungsunabhängige Organisationen in Venzuela trifft. Persönlich Angriffe und Verletzungen der Privatsphäre sind ein Verstoß gegen die Menschenrechte und sind zugleich undemokratisch und ungerecht. </span></span></span></p> <p lang="de-DE" xml:lang="de-DE" xml:lang="de-DE"><span><span><span>Für transparente und gerechte Gesellschaften sind diejenigen, die Menschenrechtsverletzungen anprangern – ganz gleich von wem sie begangen wurden – unabdingbar. Gewaltlose Gesellschaften bauen auf das Gerüst der Meinungsfreiheit und aktiver Graswurzelbewegungen, die diejenigen an der Macht daran erinnern, dass sie ihre Autorität nur durch die Zustimmung der Menschen erlangt haben. PROVEA und Espacio Público muss Raum eingeräumt werden, ihre Arbeit auszuüben und die Regierung und andere öffentliche Körperschaften sollen sich mit den Ergebnissen ihrer Untersuchungen auseinandersetzen.</span></span></span></p> <p lang="de-DE" xml:lang="de-DE" xml:lang="de-DE"><span><span><span>Wir rufen alle, die diesem Statement zustimmen, dazu auf, die Eilwarnung von Amnesty International zu nutzen und an den Vizepräsidenten Sr. Jorge Arreaza, die Generalstaatsanwältin Dra. Luisa Ortega Díaz und den Ombudsmann Tarek William Saab zu schreiben. Sie finden den Aufruf hier auf <a href="http://www.amnestyusa.org/get-involved/take-action-now/venezuela-investigate-monitoring-of-rafael-uzcategui-and-carlos-correa-ua-12315">English, </a>hier auf </span></span></span><span><span><a href="/de/node/24658">Deutsch</a>, <span>und hier auf <a href="http://amnistia.org.ar/rau/venezuela6">Espanol</a>. </span></span></span></p> <p lang="de-DE" xml:lang="de-DE" xml:lang="de-DE"><span><span><span>Sie können ebenso Solidaritätsbekundungen an Rafael Uzcátegui und Carlos Correa über das Büro von WRI senden (<a href="mailto:info@wri-irg.org">info@wri-irg.org</a>).</span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Das Exekutivkommittee der Internationale der Kriegsgegner_innen (</span>War Resisters' International Executive Committee<span>)</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Juni</span> 2015</span></span></span></p> </div> <div class="field--label tags--label field-label-above">Programmes &amp; Projects</div> <div class="wri-main--tags"> <span class="rel-tag" > <a href="/en/programmes/wri-statement?language=de" hreflang="en">WRI Statement</a></span> <span class="rel-tag" > <a href="/en/programmes/wri-activists?language=de" hreflang="en">WRI activists</a></span> <span class="rel-tag" > <a href="/de/taxonomy/term/465?language=de" hreflang="de">Titelseite</a></span> <span class="rel-tag" > <a href="/en/programmes/office?language=de" hreflang="en">From the office</a></span> </div> <div class="field--label tags--label field-label-above">Countries</div> <div class="wri-main--tags"> <span class="rel-tag" > <a href="/de/taxonomy/term/224?language=de" hreflang="de">Venezuela</a></span> </div> <section class="comments"> <h2>Add new comment</h2> <drupal-render-placeholder callback="comment.lazy_builders:renderForm" arguments="0=node&amp;1=24635&amp;2=comment&amp;3=comment" token="qnp94AMIeJ0aSxfpCk10ZsJUihgK0QU1nEy0yUd0_3U"></drupal-render-placeholder> </section> </div> Fri, 12 Jun 2015 16:46:26 +0000 HBrock 24635 at https://wri-irg.org International Statement: Solidarity with the Egyptian Conscientious Objector Mark Nabil Sanad https://wri-irg.org/en/solidarity-Mark-Nabil-Sanad?language=de <div data-history-node-id="24475" class="node node--type-story node--view-mode-rss ds-1col clearfix"> <time > 13 Apr 2015</time> <div class="field field--name-body field--type-text-with-summary field--label-hidden field--item"><p><span><span><a href="https://secure.avaaz.org/en/petition/The_Egyptian_Government_Recognize_Mark_Nabil_as_a_Conscientious_Objector/?cuANoab"><br /> <div data-embed-button="image_embed" data-entity-embed-display="image:responsive_image" data-entity-embed-display-settings="body_inline_half" data-entity-type="file" data-entity-uuid="2467c1ef-c6b2-42fe-9fb7-a72b53e833ed" data-langcode="de" class="embedded-entity align-left"> <img srcset="/sites/default/files/public_files/styles/large/public/MarkNabil.home.jpg?itok=nRkzGlHv 1x" src="/sites/default/files/public_files/styles/large/public/MarkNabil.home.jpg?itok=nRkzGlHv" typeof="foaf:Image" class="img-responsive" /> </div> <p></p></a></span></span><br /> </p><h2>Internationale Erklärung</h2> <p>Wir, Friedens- und Menschenrechtsorganisationen, erklären hiermit unsere Unterstützung und Solidarität mit der Bewegung Nein zum Kriegsdienstzwang und dem ägyptischen Kriegsdienstverweigerer Mark Nabil Sanad. Wir verurteilen das Schweigen der ägyptischen Behörden zum Leiden der Kriegsdienstverweigerer. Wir rufen die ägyptischen Behörden auf, Marks Bürgerrechte wiederherzustellen und das Recht auf Befreiung vom Militärdienst aufgrund seiner Überzeugungen als Kriegsdienstverweigerer anzuerkennen.</p> <p>Mark Nabil hat am 13. Mai 2014 die Verantwortlichen des Rekrutierungsbüros in Assiut über seine pazifistischen Überzeugungen in Kenntnis gesetzt und den Kriegsdienst verweigert. Er wurde am gleichen Tag von einem Offizier des militärischen Geheimdienstes befragt. Eine zweite Anhörung fand am 15. Mai 2014 im Hauptquartier des militärischen Geheimdienstes in Kairo statt. Seitdem unterlässt das ägyptische Militär die Ausstellung von Papieren, die erklären, dass Mark Nabil von der Ableistung des Militärdienstes befreit ist. Ohne solch ein Dokument ist Mark Nabil seiner verfassungsmäßigen und anderen Rechte beraubt. Er kann nicht arbeiten, nicht reisen und keine Ausbildung aufnehmen.</p> <p>Am 27. Juli 2014 richtete Mark Nabil eine Beschwerde an den Generalstabschef. Am 21. September sandte er eine Beschwerde gegen den Verteidigungsminister auch an die Generalstaatsanwaltschaft. Am 21. Januar 2015 schickte er förmliche Anfragen an den Verteidigungsminister, den Premierminister und den Präsidenten und verlangte daran die Befreiung vom Militärdienst. Der Verteidigungsminister bleibt aber bei seiner Haltung, alle Beschwerden und Briefe zu ignorieren.</p> <p>Am 10. Januar 2015 veröffentlichte Mark Nabil eine Erklärung, mit der er erklärte, dass seine Kriegsdienstverweigerung auf seiner Ablehnung beruht zur Konfliktlösung Gewalt anzuwenden und dass er sich auch keiner Institution anschließen kann, die solch eine Vorgeschichte bezüglich der Anwendung von Gewalt gegen friedliche DemonstrantInnen hat. Er verurteilte die diskriminierende Behandlung von Zivilisten durch die Armee, basierend auf Geschlecht, Religion, sozialem Status oder regionaler Herkunft. Er sieht die Kriegsdienstverweigerung nicht nur als sein Recht an, sondern er sieht auch seine Verantwortung zukünftigen Generationen gegenüber, die es nicht verdient haben, das Sklavensystem der Wehrpflicht zu erben.</p> <p>Da verschiedene nationale und internationale Gesetze die Glaubens-, Gedanken- und Gewissensfreiheit garantieren, so der Artikel 18 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, der bestätigt, dass "jeder Mensch Anspruch auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit hat", Artikel 18 des Internationalen Paktes über bürgerliche und politische Rechte, der jede Art von Zwang untersagt, die gegen die Religions- oder Glaubensfreiheit verstößt und der UN-Hochkommissar für Menschenrechte in seinem Bericht im Juli 2013 zur Kriegsdienstverweigerung. Auch die ägyptische Verfassung bestätigt in Artikel 64 die Glaubensfreiheit. Das ägyptische Gesetz zum Nationalen und Militärdienst sieht einen alternativen Dienst in Ergänzung zum Militärdienst vor und beauftragt den Verteidigungsminister zu bestimmen, welche Gruppen vom Militärdienst befreit werden können.</p> <p>Deshalb rufen wir die ägyptische Regierung dazu auf, internationale Standards und Verpflichtungen einzuhalten, zu denen sie sich selbst verpflichtet hat. Das schließt die Anerkennung des Rechts auf Kriegsdienstverweigerung von Mark Nabil Sanad ein.</p> <h3>Signatures in alphabetic order:</h3> <p>Agir pour la Paix, Belgien - <a href="http://agirpourlapaix.be/" target="_blank">http://agirpourlapaix.be</a></p> <p>Alternativa Antimilitarista - MOC de Canarias, Spanien - <a href="http://canariasporlapaz.blogspot.com/" target="_blank">http://canariasporlapaz.blogspot.com/</a></p> <p>Asamblea Antimilitarista de Madrid, Spanien - <a href="http://www.antimilitaristas.org/" target="_blank">www.antimilitaristas.org</a></p> <p>Association of Greek Conscientious Objectors, Griechenland- <a href="http://www.antirrisies.gr/" target="_blank">www.antirrisies.gr</a></p> <p>Bund für Soziale Verteidigung (BSV), Deutschland- <a href="http://www.soziale-verteidigung.de/">www.soziale-verteidigung.de</a></p> <p>Cairo Liberal Forum, Ägypten</p> <p>Connection e.V., Deutschland - <a href="http://www.connection-ev.org/">www.Connection-eV.org</a></p> <p>Conscience: Taxes for Peace not War, Großbritannien - <a href="http://www.conscienceonline.org.uk/" target="_blank">www.conscienceonline.org.uk</a></p> <p>Conscientious Objection Association, Türkei - <a href="http://www.savaskarsitlari.org/">www.savaskarsitlari.org</a></p> <p>European Bureau for Conscientious Objection (EBCO), Belgien - <a href="http://www.ebco-beoc.org/">www.ebco-beoc.org</a></p> <p>Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck, Deutschland - <a href="http://www.ekkw.de/" target="_blank">www.ekkw.de</a></p> <p>Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK), Deutschland - <a href="http://www.dfg-vk.de/" target="_blank">www.dfg-vk.de</a></p> <p>Grupo Antimilitarista de Carabanchel, Spanien - <a href="http://www.nodo50.org/moc-carabanchel/" target="_blank">http://www.nodo50.org/moc-carabanchel/</a></p> <p>Initiative of Conscientious Objection, Zypern</p> <p>Internationaler Versöhnungsbund (IFOR) - <a href="http://www.ifor.org/" target="_blank">www.ifor.org</a></p> <p>Komitee für Grundrechte und Demokratie e.V., Deutschland - <a href="http://www.grundrechtekomitee.de/" target="_blank">www.grundrechtekomitee.de</a></p> <p>Laboratorio de Paz, Venezuela - <a href="http://laboratoriosdepaz.org/" target="_blank">http://laboratoriosdepaz.org/</a><a href="http://laboratoriosdepaz.org/" target="_blank"> </a></p> <p>Movimento Nonviolento, Italien - <a href="http://nonviolenti.org/cms/" target="_blank">http://nonviolenti.org/cms/</a></p> <p>Ohne Rüstung Leben, Deutschland - <a href="http://www.ohne-ruestung-leben.de/" target="_blank">www.ohne-ruestung-leben.de</a></p> <p>Periódico El Libertario, Venezuela - <a href="http://periodicoellibertario.blogspot.com/" target="_blank">http://periodicoellibertario.blogspot.com/</a></p> <p>Programa Venezolano de Educación Acción en Derechos Humanos, Venezuela - <a href="http://www.derechos.org.ve/" target="_blank">www.derechos.org.ve</a></p> <p>Revolussia Asociación para el Estudio de la Noviolencia, Spanien</p> <p>Versöhnungsbund Österreich - <a href="http://www.versoehnungsbund.at/" target="_blank">www.versoehnungsbund.at</a></p> <p>Union Pacifiste De France, Frankreich - <a href="http://www.unionpacifiste.org/" target="_blank">www.unionpacifiste.org</a></p> <p>Vredesbeweging PAIS, Niederlande - <a href="http://www.vredesbeweging.nl/" target="_blank">www.vredesbeweging.nl</a></p> <p>Vredesactie, Belgien - <a href="http://www.vredesactie.be/" target="_blank">www.vredesactie.be</a></p> <p>War Resisters’ International - <a href="/" target="_blank">www.wri-irg.org</a></p> <p>War Resisters’ League, USA - <a href="http://www.warresisters.org/" target="_blank">www.warresisters.org</a></p> <p>Women Peacemakers Program (WPP), Niederlande - <a href="http://www.womenpeacemakersprogram.org/" target="_blank">www.womenpeacemakersprogram.org</a></p> <p>World Without War, Südkorea - <a href="http://www.withoutwar.org/" target="_blank">www.withoutwar.org</a></p> <p>Erklärung vom 9. April 2015</p> <p><em>-------------------------------------------------------------</em></p> <p><a href="http://www.connection-ev.org/article-2103"><em><em>http://www.connection-ev.org/article-2103</em></em></a></p> </div> <div class="field--label tags--label field-label-above">Programmes &amp; Projects</div> <div class="wri-main--tags"> <span class="rel-tag" > <a href="/en/programmes/wri-statement?language=de" hreflang="en">WRI Statement</a></span> <span class="rel-tag" > <a href="/en/programmes/wri-affiliate?language=de" hreflang="en">WRI affiliate</a></span> <span class="rel-tag" > <a href="/de/taxonomy/term/465?language=de" hreflang="de">Titelseite</a></span> <span class="rel-tag" > <a href="/en/programmes/wri-network?language=de" hreflang="en">WRI network</a></span> <span class="rel-tag" > <a href="/de/taxonomy/term/1?language=de" hreflang="de">Das Recht, das Töten zu verweigern</a></span> </div> <div class="field--label tags--label field-label-above">Countries</div> <div class="wri-main--tags"> <span class="rel-tag" > <a href="/de/taxonomy/term/120?language=de" hreflang="de">Ägypten</a></span> </div> <div class="field--label tags--label field-label-above">Theme</div> <div class="wri-main--tags"> <span class="rel-tag" > <a href="/en/taxonomy/term/57?language=de" hreflang="en">Conscientious objection</a></span> </div> <section class="comments"> <h2>Add new comment</h2> <drupal-render-placeholder callback="comment.lazy_builders:renderForm" arguments="0=node&amp;1=24475&amp;2=comment&amp;3=comment" token="M7MgKg03ViyHfZnWbrQSXU0sUYviFKWPT-oZn0SYf_Q"></drupal-render-placeholder> </section> </div> Fri, 10 Apr 2015 08:58:09 +0000 HBrock 24475 at https://wri-irg.org War is not the answer: resist youth militarisation! A Call to Action https://wri-irg.org/en/resist-youth-militarisation?language=de <div data-history-node-id="23856" class="node node--type-story node--view-mode-rss ds-1col clearfix"> <time > 25 Oct 2014</time> <div class="field field--name-body field--type-text-with-summary field--label-hidden field--item"><p><span><span></span></span><span><span><span><span><span><span><span>Vom Augenblick unserer Geburt an sind wir als Kinder und junge Menschen in aller Welt dem Militär und den militärischen Werten um uns herum ausgesetzt. Man lehrt uns, dass </span></span></span></span></span></span></span><span><span><span><span><span><span><strong>bewaffnete Macht und Gewalt Probleme lösen können.</strong></span></span></span></span></span></span></p> <p><span><span><em><br /> <div data-embed-button="image_embed" data-entity-embed-display="image:responsive_image" data-entity-embed-display-settings="body_inline_half" data-entity-type="file" data-entity-uuid="3881154a-2f20-40cb-a8ef-c935c4f932fc" data-langcode="de" class="embedded-entity align-left"> <img srcset="/sites/default/files/public_files/styles/large/public/la%20foto%202%281%29.home.JPG?itok=LFNrGGPe 1x" src="/sites/default/files/public_files/styles/large/public/la%20foto%202%281%29.home.JPG?itok=LFNrGGPe" typeof="foaf:Image" class="img-responsive" /> </div> <p></p></em></span></span></p> <p><span><span><span><span><span><span>Wir nennen das die Militarisierung der Jugend</span></span></span></span></span></span><span><span><span><span><span><span><span>.</span></span></span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span><span>In einigen Ländern ist diese Militarisierung sichtbar und offenkundig: Junge Menschen (hauptsächlich, aber nicht ausschließlich junge Männer) werden gezwungen, sich mustern zu lassen und zur Armee zu gehen. Das geht bis zur Zwangsrekrutierung oder der Rekrutierung von Kindern.</span></span></span></span></span><span><span><span>An vielen anderen Orten, selbst wo die Rekrutierung ausgesetzt oder abgeschafft worden ist, haben Regierungen, Waffenhändler und andere Kriegsprofiteure ein großes Interesse daran, junge Menschen zu indoktrinieren, damit sie positiv zu Militäraktionen eingestellt sind, so dass sie – jetzt und in der Zukunft – Krieg akzeptieren, indem sie selbst daran teilnehmen, für Regierungen stimmen, die ihn unternehmen, oder zulassen, dass ihre Steuern für die Kriegsführung ausgegeben werden. In diesen Zusammenhängen rekrutieren die Herrschenden nicht die Körper junger Menschen: </span></span></span></span><span><span><span><span><span><span><strong>sie rekrutieren ihren Geist und ihr Geld.</strong></span></span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span><span>Die Militarisierung junger Menschen schließt offene Rekrutierung durch den Staat oder nichtstaatliche Kräfte ein, so dass Individuen in einer scheinbar freiwilligen Art zu den Streitkräften gehen. Aber es ist viel mehr als das.</span></span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span><span>Militarisierung schließt die Anwesenheit in Bildungseinrichtungen (einschließlich militärischem Pflichttraining in Schulen) und den Einfluss der Streitkräfte auf diese, auf soziale Medien, Jugendgruppen, öffentliche Militärereignsise wie Paraden und Gedächtnisveranstaltungen auf den Straßen ein. Sie feiert den starken maskulinen Krieger, der geopfert wird, und bezieht sich auf die Idee von einem Feind, vor dem unsere Gemeinschaften (gewöhnlich als Frauen identifiziert) geschützt werden müssen.</span></span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span><span><span>Sie schließt gewalttätige Videospiele und solche mit militärischer Thematik ein, und einen militärischen Stil und Schwerpunkt in Unterhaltung und Mode. Diese sind nicht notwendigerweise von den Streitkräften selbst koordiniert, aber von kulturellen und sozialen Institutionen angeregt, die ihre eigene Rolle darin spielen, Kritik an organisierter Gewalt zum Schweigen zu bringen.</span></span></span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span><span><span>Diese verschiedenen Kräfte führen junge </span></span></span></span></span></span></span><span><span><span><span><span><span>Menschen dazu, das Militär als </span></span></span></span></span></span><span><span><span><span><span><span><strong>normal, natürlich, unhinterfragt zu akzeptieren.</strong></span></span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span><span><span>Wie der Chef der britischen Rekrutierungsbehörde </span></span></span></span></span></span></span><span><span><span><a href="http://antimili-youth.net/de/node/349"><span><span>es formulierte</span></span></a></span></span></span><span><span><span><span><span><span>:</span></span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span>„</span></span></span><span><span><span><span><span><span>Unser neues Modell besteht darin, Aufmerksamkeit zu</span></span></span></span></span><span><span><span><span><span> erregen, und das braucht zehn Jahre. Es beginnt mit einem sieben Jahre alten Jungen, der bei einer Luftwaffenvorführung einen Fallschirmspringer sieht und denkt: ‚Das sieht großartig aus‘. Von da an versucht die Armee, </span></span></span></span></span><span><span><span><span><span><strong>Tropfen für Tropfen</strong></span></span></span></span></span><span><span><span><span><span> Interesse aufzubauen.“</span></span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><br /> <div data-embed-button="image_embed" data-entity-embed-display="image:responsive_image" data-entity-embed-display-settings="body_inline_half" data-entity-type="file" data-entity-uuid="da4ac9aa-2a90-4313-9839-a7d3552331a0" data-langcode="de" class="embedded-entity align-right"> <img srcset="/sites/default/files/public_files/styles/large/public/1669984_671182902928230_1310382673_o.home.jpg?itok=DAfjz_1H 1x" src="/sites/default/files/public_files/styles/large/public/1669984_671182902928230_1310382673_o.home.jpg?itok=DAfjz_1H" typeof="foaf:Image" class="img-responsive" /> </div> <p></p></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span><span><span>Wenn wir jemals in friedlichen und gerechten Gemeinschaften leben wollen, müssen wir den Kreis der generationenlangen Kriegsunterweisung für junge Menschen</span></span></span></span></span></span></span><span><span><span><span><span><span> brechen.</span></span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span><span>Regierungen wissen, dass Schulen oft freies Gelände sind, um Kriegsführung als eine Lebensweise und ein Mittel, Probleme zu lösen, zu normalisieren. Dieses </span></span></span></span></span></span><span><span><span><a href="http://antimili-youth.net/de/node/452"><span><span>Poster </span></span></a></span></span></span><span><span><span><span><span><span>aus Israel besagt: </span></span></span></span></span></span><span><span><span><span><span><span><strong>„Wenn ich einen Klassenraum betrete, weiß ich, dass ich die Bürger von morgen für den nächsten Krieg vorbereite.“</strong></span></span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span><span><span>Dagegen rufen wir während der </span></span></span></span></span></span></span><span><span><span><span><span><strong>Internationalen Aktionswoche für militärfreie Bildung und Forschung</strong></span></span></span></span></span><span><span><span><span><span> junge Menschen auf, ihre Familien und Betreuungspersonen, Lehrerinnen, Freunde und sonstige Betroffene überall, zu erkennen, wie falsch es ist, wenn man erlaubt, dass der Geist junger Menschen zum Glauben geformt wird, Krieg sei die Antwort.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span><span><span>Wir werden gegen die Arten, in denen die Militärs junge Menschen überall auf der Welt erreichen, Widerstand leisten und sie ans Licht zerren.</span></span></span></span></span></span></span></p> <h2><span><span><span><span><span><span><span><strong>Machst du mit?</strong></span></span></span></span></span></span></span></h2> <p><span><span><span><span><span><span><span>Wo anfangen</span></span></span></span></span></span></span></p> <ul> <li> <p><span><span><span><span><span><span><span>Mit Leuten sprechen - besonders jungen Menschen. Teilt diesen Aktionsaufruf und fragt nach ihren Erfahrungen, wo sie militärbezogene Symbole um sich herum sehen.</span></span></span></span></span></span></span></p> </li> <li> <p><span><span><span><span><span><span><span>Erfahre mehr über Militarisierung der Jugend, und finde Gruppen, die in Deiner Nähe schon aktiv sind. Besuche </span></span></span></span></span></span></span><span><span><span><a href="http://antimili-youth.net/de/"><span><span>antimili-youth.net/de</span></span></a></span></span></span></p> </li> <li> <p><span><span><span><span><span><span><span>Diese Woche findet die erste Internationale Aktionswoche für militärfreie Bildung und Forschung statt. Sie greift eine Methode an, wie junge Leute durch das Militär angesprochen werden. Verbreitet die Information über diese Aktionswoche - verwende </span></span></span></span></span></span></span><span><span><span><span><span><span><span>use #milifreeedu in den sozialen Meden. </span></span></span></span></span></span></span></p> </li> </ul> <ol> <li> <p><a href="/"><span><span><span><span><span><span>War Resisters' International</span></span></span></span></span></span></a></p> </li> <li> <p><a href="http://www.nnomy.org/"><span><span><span><span><span><span>National Network Opposing the Militarisation of Youth, USA</span></span></span></span></span></span></a></p> </li> <li> <p><a href="http://www.for.org.uk/"><span><span><span><span><span><span>Fellowship of Reconciliation, England</span></span></span></span></span></span></a></p> </li> <li> <p><a></a> <a href="http://www.chemichemi.org/"><span><span><span><span><span><span>Chemchemi Ya Ukweli, </span></span></span></span></span></span><span><span><span><span><span><span><span>Kenia</span></span></span></span></span></span></span></a></p> </li> <li> <p><span><span><span><span><span><span>AA.MOC Madrid, </span></span></span></span></span></span><span><span><span><span><span><span><span>Zustand von Spanien</span></span></span></span></span></span></span></p> </li> <li> <p><span><span><span><span><span><span>AA.MOC Las Palmas, </span></span></span></span></span></span><span><span><span><span><span><span><span>Staat</span></span></span></span></span></span></span><span><span><span><span><span><span> Spanien</span></span></span></span></span></span></p> </li> <li> <p><span><span><span><span><span><span>Aldea Nómada Antimilitarista-MOC de Albacete, </span></span></span></span></span></span><span><span><span><span><span><span><span>Staat</span></span></span></span></span></span></span><span><span><span><span><span><span> Spanien</span></span></span></span></span></span></p> </li> <li> <p><span><span><span><span><span><span>AA.MOC Valencia, </span></span></span></span></span></span><span><span><span><span><span><span><span>Staat</span></span></span></span></span></span></span><span><span><span><span><span><span> Spanien</span></span></span></span></span></span></p> </li> <li> <p><a></a> <a href="http://periodicoellibertario.blogspot.co.uk/"><span><span><span><span><span><span>Periódico el libertario, </span></span></span></span></span></span><span><span><span><span><span><span><span>Venezuela</span></span></span></span></span></span></span></a></p> </li> <li> <p><a href="http://laboratoriosdepaz.org/"><span><span><span><span><span><span>El Laboratorio de Paz, </span></span></span></span></span></span><span><span><span><span><span><span><span>Venezuela</span></span></span></span></span></span></span></a></p> </li> <li> <p><a></a><a href="http://ofog.org/english"> <span><span><span><span><span><span>Ofog, </span></span></span></span></span></span><span><span><span><span><span><span><span>Schweden</span></span></span></span></span></span></span></a></p> </li> <li> <p><a></a> <a href="http://www.nomilservice.com/"><span><span><span><span><span><span>No to Compulsory Military Service, </span></span></span></span></span></span><span><span><span><span><span><span><span>Ägypten</span></span></span></span></span></span></span></a></p> </li> <li> <p><a href="http://www.comdsd.org/"><span><span><span><span><span><span>Committee Opposed to Militarism and the Draft, USA</span></span></span></span></span></span></a></p> </li> <li> <p><a href="http://www.projectyano.org/"><span><span><span><span><span><span>Project on Youth and Non-Military Opportunities (Project YANO), USA</span></span></span></span></span></span></a></p> </li> <li> <p><a href="http://www.newprofile.org/english/"><span><span><span><span><span><span>New Profile, Israel</span></span></span></span></span></span></a></p> </li> <li> <p><a></a><a href="http://www.caat.org.uk/"> <span><span><span>Campaign Against the Arms Trade, </span><span>Britannien </span></span></span></a></p> </li> <li> <p><a></a><a href="http://tgnapau.blogspot.co.uk/"> <span><span><span>Coordinadora Tarragona Patrimoni de la Pau, Staat </span><span>Spanien</span></span></span></a></p> </li> <li> <p><a href="http://www.unionpacifiste.org/"><span><span>Union Pacifiste de France</span></span></a></p> </li> <li> <p><a></a> <span><span><span>World Without War, </span><span>Südkorea</span></span></span></p> </li> <li> <p><a></a><a href="http://www.colectivocasa.org.bo/index.php?option=com_k2&amp;view=item&amp;id=69:qui%C3%A9nes-somos&amp;Itemid=53"> <span><span><span>Colectivo de Coordinación de Acciones Socio Ambientales - Colectivo CASA, </span><span>Bolivien</span></span></span></a></p> </li> <li> <p><a href="http://www.innatenonviolence.org/"><span><span>Irish Network for Nonviolent Action Training and Education</span></span></a></p> </li> <li><a href="https://www.dfg-vk.de/willkommen/"><span><span><span>Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK), </span></span></span><span><span><span><span><span><span><span>Deutschland</span></span></span></span></span></span></span></a></li> <li> <p><a href="http://www.soziale-verteidigung.de/startseite"><span><span><span>Bund für Soziale Verteidigung (BSV), </span></span></span><span><span><span><span><span><span><span>Deutschland</span></span></span></span></span></span></span></a></p> </li> <li> <p><a href="http://www.konfliktbearbeitung.net/node/4441"><span><span><span><span><span>Institut für Friedensarbeit und Gewaltfreie Konfliktaustragung (IFGK), </span></span></span><span><span><span><span>Deutschland</span></span></span></span></span></span></a></p> </li> <li><a href="https://www.facebook.com/antimilitarismo.medellin?fref=ts">Kolectivo Antimilitarista - Medellín, Colombia</a></li> </ol> </div> <div class="field--label tags--label field-label-above">Programmes &amp; Projects</div> <div class="wri-main--tags"> <span class="rel-tag" > <a href="/de/taxonomy/term/433?language=de" hreflang="de">Gegen die Militarisierung der Jugend</a></span> <span class="rel-tag" > <a href="/en/programmes/wri-statement?language=de" hreflang="en">WRI Statement</a></span> <span class="rel-tag" > <a href="/de/taxonomy/term/465?language=de" hreflang="de">Titelseite</a></span> <span class="rel-tag" > <a href="/en/programmes/office?language=de" hreflang="en">From the office</a></span> </div> <div class="field--label tags--label field-label-above">Theme</div> <div class="wri-main--tags"> <span class="rel-tag" > <a href="/en/taxonomy/term/442?language=de" hreflang="en">Militarisation of Youth</a></span> <span class="rel-tag" > <a href="/en/taxonomy/term/60?language=de" hreflang="en">Civil disobedience/NVDA</a></span> </div> <section class="comments"> <h2>Add new comment</h2> <drupal-render-placeholder callback="comment.lazy_builders:renderForm" arguments="0=node&amp;1=23856&amp;2=comment&amp;3=comment" token="EYxjNwy5TRk5CrfQj8KzsoaG-kZ4dY0MTknyT_dBNVk"></drupal-render-placeholder> </section> </div> Fri, 24 Oct 2014 23:10:58 +0000 HBrock 23856 at https://wri-irg.org War Resisters' International statement on Ukraine https://wri-irg.org/en/UkraineJuly2014?language=de <div data-history-node-id="23240" class="node node--type-story node--view-mode-rss ds-1col clearfix"> <time > 21 Jul 2014</time> <div class="field field--name-body field--type-text-with-summary field--label-hidden field--item"><h2>Erklärung der War Resisters‘ International (WRI)</h2> <p>Der Krieg kehrte zurück auf europäischen Boden und es sieht so aus, dass die Europäer nicht fähig oder willens sind, selbst die Lektionen anzuwenden, die sie in anderen Teilen der Welt lehren. Die Europäische Union, Träger des Friedensnobelpreises, brachte die Ukraine in eine unmögliche Position, als sie das Land aufforderte sich zwischen einem politischen Pakt mit der Europäischen Union oder einer engeren wirtschaftlichen Beziehung zu Russland zu entscheiden. Die allgemeine Bevölkerung in der Ukraine hat mit das niedrigste Einkommen auf dem Kontinent und sieht sich mit einem der höchsten Niveaus bei der politischen und ökonomischen Korruption konfrontiert, die Hoffnungslosigkeit unter ihnen verbreitet – folglich sah das Angebot der Europäischen Union für viele wie eine goldene Möglichkeit für einen ersten Schritt aus, um sich aus dem Sumpf zu ziehen.</p> <p>Die Gewalt auf beiden Seiten in einer späteren Phase des Maidan-Protestes schuf einen Präzedenzfall und diente als Rechtfertigung dafür, in anderen Teilen der Ukraine, in denen viele Menschen mit dem neuen politischen Kurs des Landes nicht einverstanden sind, Gewalt anzuwenden. Auch die Präsenz von Neo-Nazis in der neuen offiziellen Politik der Ukraine und die Bildung von mit diesen verbundenen paramilitärischen Einheiten, ermutigte andere UkrainerInnen – in Gebieten, in denen sich viele von ihnen mehr zu Russland hingezogen und sich mit dem Land verbunden fühlen, als mit der EU – über einen bewaffneten Kampf nachzudenken, als eine gerechtfertigte Möglichkeit, mit dem Konflikt umzugehen.</p> <p>Russland wartete nicht lange, um die Krim zu übernehmen und rechtfertigte dies mit dem Willen der Bevölkerung – ungeachtet dessen, dass es vor etwas mehr als einem Jahrzehnt ähnliche Überlegungen im eigenen Territorium geflissentlich übersehen hat und mit brutaler Repression gegen Sezessionisten vorgegangen ist. In ähnlicher Weise hat die ukrainische Regierung Gewalt gegen Anhänger einer Sezession angewandt. Dies zeigt wieder einmal, dass es für die daran beteiligten Staaten viel mehr um das Territorium geht, als um das Leben der BewohnerInnen.</p> <p>In diesem Konflikt erleben wir, dass es kaum möglich ist, zwischen den Akteuren des zivilen Protests, aus welcher politischen Perspektive heraus er auch immer erfolgt, und den Angehörigen von paramilitärischen Einheiten zu unterscheiden, die sich oft unter unbewaffnete friedliche Proteste mischen. Das fördert die Tendenz, dass Zivilpersonen zu militärischen Ziele werden, wie das in Odessa und an anderen Orten geschehen ist.</p> <p>Die NATO tat das, was sie als einziges kann: Sie startete Manöver, die wie eine Kriegsdrohung aussahen und Russland antwortete auf die gleiche Art und Weise durch die Zusammenziehung von Truppen an der Grenze zur Ukraine. Das letzte von der NATO geplante Manöver sollte in der Ukraine stattfinden. Der einzige Gewinner der ständigen Waffeneinsätze in umstrittenen Gebieten wird die Waffenindustrie sein, die sich nun für höhere Militärausgaben in den europäischen Ländern einsetzt, weil es die „Bedrohung“ eines größeren Konflikt gäbe. Und der neue ukrainische Präsident, der international breit anerkannt wurde, hat nur eine Antwort auf die Situation: mehr Gewalt.</p> <p>Deshalb: </p> <ul> <li>Rufen wir alle am Konflikt beteiligten Parteien zum sofortigen Waffenstillstand auf.</li> <li>Rufen wir NATO und Russland dazu auf, die gegenseitigen Bedrohungen einzustellen, Truppenbewegungen in der Region zu stoppen, die Reden über die Wiederaufnahme des Rüstungswettlaufs zur Erneuerung der Atomwaffen und des in Osteuropa geplanten Raketenschutzschilds „Star Wars“ einzustellen. Und wir verurteilen die Erweiterung der NATO auf neue Gebiete.</li> <li>Wir rufen zur Beendigung der weiteren Militarisierung in der Region auf, die zur Verstärkung der Wehrpflicht und zur Schaffung von neuen Militäreinheiten (offiziell und inoffiziell) führt.</li> <li>Wir rufen die Ukrainer dazu auf, gegen den Krieg gewaltfrei Widerstand zu leisten, ihre Teilnahme zu verweigern und – insbesondere, wenn sie gewaltsam von regulären oder irregulären Truppen mobilisiert wurden – ihre Kriegsdienstverweigerung zu erklären.</li> <li>Wir verurteilen den einseitigen Wechsel der Zugehörigkeit der Krim und rufen bei solchen Fragen dazu auf, sie in aller Ruhe zu lösen unter Einbeziehung anerkannter internationaler Rechtsverfahren, um die Entstehung neuer „kalter“ Konflikte zu vermeiden.</li> <li>Wir rufen zu sofortigen Verhandlungen unter internationaler Mediation und unter Einbeziehung aller Seiten auf, so dass eine Lösung gefunden werden kann, die einen dauerhaften Frieden in der Region garantiert.</li> <li>Wir verurteilen die Einbeziehung von faschistischen Gruppen durch die ukrainische Regierung, womit das Tabu der Europäischen Union bezüglich der Anwesenheit solcher Gruppen in mit der EU verbundenen Regierungen gebrochen wurde.</li> <li>Wir rufen die Medien in Ost und West dazu auf, die Verbreitung von Militärpropaganda und Gerüchten zu vermeiden und den Schwerpunkt auf eine sorgfältige und professionelle Berichterstattung über die Ereignisse zu legen. Insbesondere sollte die Stärkung von Polarisierungen vermieden werden. So sollten auf der einen Seite die ukrainische Regierung nicht als Gesamtes als faschistisch bezeichnet werden, auf der anderen Seite die Protestierenden im Süden und Osten der Ukraine nicht als Stalinisten.</li> <li><em>War Resisters‘ International</em> steht bereit, um all denjenigen, die der Kriegführung durch gewaltfreie Mittel widerstehen, jede mögliche Unterstützung zu geben, insbesondere für Kriegsdienstverweigerer und Deserteure. Wir erinnern alle am Konflikt beteiligten Parteien daran, dass das Recht auf Kriegsdienstverweigerung durch den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte anerkannt wurde und dass sowohl die Ukraine, als auch Russland, an diese Rechtslage gebunden sind.<img src="http://www.connection-ev.org/bilder/grau.png" alt="" height="3" width="80%" /></li> </ul> <p><a href="/" target="_blank">War Resisters’ International</a> (WRI) statement on Ukraine. Adopted by the WRI Assembly, 11. Juli 2014. Übersetzung: rf</p> <p> </p> </div> <div class="field--label tags--label field-label-above">Programmes &amp; Projects</div> <div class="wri-main--tags"> <span class="rel-tag" > <a href="/en/programmes/wri-statement?language=de" hreflang="en">WRI Statement</a></span> <span class="rel-tag" > <a href="/en/programmes/triennial?language=de" hreflang="en">Triennial</a></span> <span class="rel-tag" > <a href="/en/programmes/conference?language=de" hreflang="en">Conference</a></span> <span class="rel-tag" > <a href="/de/taxonomy/term/465?language=de" hreflang="de">Titelseite</a></span> </div> <div class="field--label tags--label field-label-above">Countries</div> <div class="wri-main--tags"> <span class="rel-tag" > <a href="/de/taxonomy/term/157?language=de" hreflang="de">Ukraine</a></span> </div> <section class="comments"> <h2>Add new comment</h2> <drupal-render-placeholder callback="comment.lazy_builders:renderForm" arguments="0=node&amp;1=23240&amp;2=comment&amp;3=comment" token="roeI7zRRNLZfUObxHt19GC69Acy36bEti0e2yd3211c"></drupal-render-placeholder> </section> </div> Sun, 20 Jul 2014 11:07:12 +0000 HBrock 23240 at https://wri-irg.org Egypt: There is No Military Solution! https://wri-irg.org/en/EgyptSept2013?language=de <div data-history-node-id="22378" class="node node--type-story node--view-mode-rss ds-1col clearfix"> <time > 18 Nov 2013</time> <div class="field field--name-body field--type-text-with-summary field--label-hidden field--item"><div data-embed-button="image_embed" data-entity-embed-display="image:responsive_image" data-entity-embed-display-settings="body_inline_half" data-entity-type="file" data-entity-uuid="7ef20844-39d9-4464-8779-cc60131fe223" data-langcode="de" class="embedded-entity"> <img srcset="/sites/default/files/public_files/styles/large/public/aptopix_mideast_egypt-1.home.jpg?itok=cPA4Y0Hm 1x" src="/sites/default/files/public_files/styles/large/public/aptopix_mideast_egypt-1.home.jpg?itok=cPA4Y0Hm" typeof="foaf:Image" class="img-responsive" /> </div> <p><strong>Erklärung der War Resisters' International</strong></p> <p>Die Situation in Ägypten macht international keine Schlagzeilen mehr, aber die Konflikte gehen weiter. Die War Resisters’ International (WRI) spricht ihre Sorge und Traurigkeit über die heutige Situation in Ägypten aus. Wir fürchten, dass das weit verbreitete Einverständnis zum oft wiederholten Slogan „Die Armee und das Volk sind eins” nur zu einer Steigerung von Militarismus, Gewalt und schließlich Unterdrückung und Ungerechtigkeit führt. Wir schließen uns vielen Menschenrechts- und Friedensaktivisten in der ganzen Welt an, indem wir die jüngsten Massaker größtenteils unbewaffneter Menschen scharf verurteilen. Diese Art von Staatsgewalt erfolgt oft nach der Militarisierung der Politik, weil die Armee die Kontrolle in den Regierungsämtern übernimmt und versucht, die Zivilgesellschaft abzubauen.</p> <p>Die WRI ist ein internationales Netzwerk, das 40 Länder umfasst und sich verpflichtet, sämtlichen Kriegen und Kriegsursachen zu widerzustehen. Die WRI-Gruppen waren begeistert, dass Ägypten die Regierung Hosni Mubaraks in erster Linie durch waffenloses Handeln gestürzt hat, und wir freuten uns auf das Ende der Korruption und der damit zusammenhängenden Menschenrechtsverletzungen.</p> <p>Wir standen dann dem Militärrat kritisch gegenüber und agierten in Solidarität mit denjenigen, die wegen „Beleidigung des Militärs” angegriffen und verhaftet wurden. Seit den Wahlen von 2012 betrachteten wir beunruhigt den Autoritarismus der Mursi-Regierung, vor allem die Versuche, diejenigen Aktivisten, die unserer Meinung nach den Geist der Revolution am besten verkörperten, einzuschüchtern – Menschenrechtskämpfer, Gemeinschaftsarbeiter, Feministinnen, Umweltschützer und Pazifisten. Außerdem machen wir uns Sorgen über den häufig berichteten sexuellen Missbrauch von Frauen, deren Körper als Schlachtfeld benutzt werden. Wir unterstützen das Bemühen der zivilgesellschaftlichen Gruppen, allen Ägyptern Frieden, soziale Gerechtigkeit und Meinungsfreiheit zu gewähren. Wir waren beeindruckt, dass landesweit Millionen Ägypter auf die Straße gingen, um das Ende der undemokratischen, fundamentalistischen Politik, eine Umwandlung in Transparenz, demokratische Beteiligung, Verantwortlichkeit, und das Ende der Unterdrückung zu fordern. Es hat Jahre gedauert, bis diese Massenbewegung entstanden ist, was zeigt, dass die Ägypter noch revolutionäre Bestrebungen haben. </p> <p>Und dann konnten wir nicht glauben, dass diese Massenmobilisierung die Übernahme des ägyptischen Militärs verlangte, und spätere Ereignisse bestätigen unsere schlimmsten Befürchtungen. Die Massaker an Bürgern, die seit der militärischen Machtergreifung am 3. Juli erfolgen, können nur die Aussichten eines demokratischen revolutionären Prozesses gefährden. Die Unterdrückung der Muslimbruderschaft ist noch nie gelungen, und es gibt keinen Grund zu glauben, dass das jetzt funktionieren könnte. Vielmehr droht sie, die Militarisierung und den Autoritarismus in größerem Umfang herbeizuführen. </p> <p>Ein revolutionärer Übergang sollte nicht nur ablehnen, sondern auch aufbauen. Wir suchen vor allem eine kräftige und vielfältige Beteiligung, die im Wesentlichen aus Individualrechten und dem kollektiven Bekenntnis zur Beendigung des Militarismus, des Autoritarismus und der militärisch orientierten Volkswirkschaft besteht. Wir sind von den tausenden Menschen inspiriert, die sich bemüht haben, Personen anderer Glaubensgemeinschaften, Säkularisten und andere Bürger in Perioden von Gewalt zu beschützen. Insbesondere wollen wir die Arbeit der Feministinnen erwähnen, die bei ihren Bestrebungen, die Rechte der einen Hälfte der Bevölkerung durchzusetzen, von allen Seiten der Marginalisierung ausgesetzt sind. Wir geben allen waffenlosen Aktivisten und Menschenrechtskämpfern, die das Möglichste tun, um den Polizei- und Militäreinsatz zu beenden, unsere Unterstützung, und wir versichern, die Stimme des ägyptischen Volkes hörbar zu machen, statt sie zum Schweigen zu bringen durch Einschüchterung, Ermordung und politische Versuche von „Teilen und Herrschen“. Wir halten uns fest an der Überzeugung, dass die Macht unbewaffneter Menschen die treibende Kraft beim fortlaufenden revolutionären Vorgang war und noch bleibt.<br /> Die wahre Demokratie erfordert das Annehmen und den Schutz gleicher Mitwirkungsrechte von Gruppen, die verschiedener Ansicht sind. Sie ist nicht auf die Wahlurne beschränkt, sondern liegt auf den Straßen und in Nachbarschaften. Sie beruht auf der Macht der freiwilligen Zusammenarbeit und des gemeinsamen Zwecks und beabsichtigt, die Rolle des Militärs zu reduzieren.</p> <p>Gibt es eine Weise, der aktuellen politischen und militärischen Diktatur, die ihre wahren Motive durch zivile Beteiligung verbirgt, zu entkommen? Wir glauben schon, da das Volk Ägyptens den Umfang seiner eigenen Macht erlebt und erfahren hat, indem es gewaltlos eine revolutionäre Umwandlung forderte. Durch eine neue, breite demokratische Koalition, der die Problematik sowohl des Fundamentalismus als auch des eingewurzelten Militarismus bewusst ist, ist die Lösung bereits unterwegs –aufgrund der Mobilisierung von Millionen in den letzten zwei Jahren, verstärkt durch die internationale Solidarität. Ein Blick in die Zukunft auf ein neues Bündnis in Ägypten – auf die Zusammenarbeit aller Menschen, die ein demokratisches Handeln beschützen wollen, eine Politik ohne militärische Mittel, eine Politik mit Respekt für Unterschiede (auch religiöse), eine Politik gegen das Sektierertum (vor allem das gewaltsame Sektierertum), gegen die Verwendung aufhetzender Worte und gegen die polarisierende Nutzung von schmerzhaften Spannungen, die in der Geschichte eine Kluft zwischen Menschen geschaffen haben. </p> <p>Vorgelegt von War Resisters' International am 13. September 2013</p> </div> <div class="field--label tags--label field-label-above">Programmes &amp; Projects</div> <div class="wri-main--tags"> <span class="rel-tag" > <a href="/en/programmes/wri-statement?language=de" hreflang="en">WRI Statement</a></span> <span class="rel-tag" > <a href="/en/programmes/office?language=de" hreflang="en">From the office</a></span> </div> <div class="field--label tags--label field-label-above">Countries</div> <div class="wri-main--tags"> <span class="rel-tag" > <a href="/de/taxonomy/term/120?language=de" hreflang="de">Ägypten</a></span> </div> <section class="comments"> <h2>Add new comment</h2> <drupal-render-placeholder callback="comment.lazy_builders:renderForm" arguments="0=node&amp;1=22378&amp;2=comment&amp;3=comment" token="qLYK6fg8Z0sAqieq5vvIJEGpV6BfYsEc42ujGDQy7w8"></drupal-render-placeholder> </section> </div> Fri, 13 Sep 2013 15:40:37 +0000 HBrock 22378 at https://wri-irg.org