15. Mai: Internationaler Tag der Kriegsdienstverweigerung

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Israel: Rekord: Kriegsdienstverweigerer zum zehnten Mal im Gefängnis

Pressemitteilung der War Resisters' International (WRI)

Übersetzt und geringfügig ergänzt von DFG-VK Hessen

Heute ist der Internationale Tag der Kriegsdienstverweigerung. An diesem Tag wird in aller Welt auf diejenigen hingewiesen, die weiterhin dafür, dass sie das Töten verweigern, verfolgt und inhaftiert werden. Es wird auch an diejenigen erinnert, die sich in früheren Generationen dem Krieg verweigerten.

Das Recht, Militärdienst aus Gewissensgründen zu verweigern, ist gemäß internationaler Menschenrechtsstandards geschützt. Viele Staaten ignorieren dies jedoch. Heute sind Kriegsdienstverweigerer und -verweigerinnen in Süd-Korea, Turkmenistan, Aserbaidschan, Armenien, der Türkei, Israel, Eritrea, den USA und Finnland im Gefängnis oder im Hausarrest.

Zu denen, die für ihre Kriegsdienstverweigerung bestraft werden, gehört Natan Blanc ein Kriegsdienstverweigerer in Israel, der sich nun zum zehnten Mal in Haft befindet. Natan hält nun den merkwürdigen Rekord, häufiger als jeder andere Verweigerer in Israel wiederinhaftiert worden zu sein. Natan verweigert sich dem israelischen Militär, weil er sich nicht an Menschenrechtsverletzungen gegenüber der palästinensischen Bevölkerung in den besetzten Gebieten beteiligen will.

In Turkmenistan sind kürzlich Kriegsdienstverweigerer und ihre Familien Opfer von Folter geworden, und in den USA ist eine schwangere Mutter von vier Kindern inhaftiert, nachdem sie sich zwischen ihren Einsätzen im Irak zur Kriegsdienstverweigerin entwickelt hatte.

Viele Kriegsdienstverweigerer und -verweigerinnen werden von ihren religiösen, ethischen und politischen Überzeugungen motiviert. Darüberhinaus ist die Verweigerung des Dienstes in den Streitkräften die sichtbarste Möglichkeit, Militarismus abzulehnen - den Glauben, dass Gewalt Konflikte lösen könne und dass deswegen Staaten starke Streitkräfte unterhalten und darauf vorbereitet sein müssten, sie aggressiv einzusetzen, sowohl um sich zu "verteidigen" als auch um vermeintliche nationale Interessen offensiv durchzusetzen.

Am heutigen Internationalen Tag der Kriegsdienstverweigerung finden unterschiedliche der WRI bekannte Veranstaltungen und Aktionen statt: von Mahnwachen über Filmvorführungen bis zu direkten gewaltfreien Aktionen: in der Türkei, Süd-Korea, Großbritannien und den USA; hinzu kommen viele international nicht angekündigte Aktionen.

Bilder davon werden auf der Homepage der War Resisters' International verfügbar sein:
Fotos und weitere Informationen: wri-irg.org/COsDay2013
Hashtags in sozialen Netzwerken:: #COsDay (Englisch) #díaOC (Spanisch)

  • Kontakt bei der WRI für weitere Informationen:Hannah Brock, hannah@wri-irg.org, +44-20-7278 4040 * Bilder von den Aktionen werden am Abend des 15. Mai bei der WRI erhältlich sein und können per E-Mail angefordert werden.
  • Das Recht auf Militärdienstverweigerung aus Gewissensgründen ist vom UN-Menschenrechtsausschuss als Teil des Rechts auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit anerkannt, verankert in Artikel 18 desInternationalen Pakts über bürgerliche und politische Rechte.
  • Die WRI arbeitet für eine Welt ohne Krieg. Wir sind ein globales antimilitaristisches Netzwerk mit 80 Mitgliedsorganisationen in mehr als 40 Ländern. Die WRI besteht, um gewaltfreie Aktionen gegen Kriegsursachen zu propagieren, und um Menschen auf der ganzen Welt zu unterstützen und zusammen zu bringen, die sich der Beteiligung an Krieg oder der Vorbereitung von Krieg verweigern. Auf dieser Basis arbeitet die WRI für eine Welt ohne Krieg. Grundlage ist die WRI-Gründungserklärung von 1921: "Krieg ist ein Verbrechen gegen die Menschheit. Ich bin daher entschlossen, keine Art von Krieg zu unterstützen und für die Beseitigung aller seiner Ursachen zu kämpfen."
  • War Resisters' International
    5 Caledonian Road - London N1 9DX - Großbritannien
    tel +44-20-7278 4040 - fax +44-20-7278 0444
    email info@wri-irg.org website: wri-irg.org

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