Erinnerungen und Mahnmale aus Chile: 30 Jahre nach dem Militärputsch

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(Photos aus dem privaten Archiv von Roberta Bacic, aufgenommen von José Araya, Roberta Bacic, Carolina Contreras, Kenneth Jensen, Clem McCartney und anderen)

































































MENSCHEN (Alle aus der 9. und 10. Region)


1. Blanca Valderas, Ex-Bürgermeisterin von Entre Lagos zur
Zeit des Putsches. Arbeiterin und Frau des verhafteten/verschwundenen
Joel Fierro, Überlebende eines Erschießungskommandos,
bei dem ihr Ehemann und drei weitere Männer starben Aufgenommen
in ihrem jetzigen Zuhause in Temuco.
2. Lastenia Licandeo, überlebende Zeugin der Verhaftung,
Einkerkerung und Erschießung von vier Bewohnern des Ortes
Entre Lagos (unter ihnen der Bürgermeister) in ihrem bescheidenen
Zuhause.


3. Elvecia Bassay und ihr Ehemann, Eltern der verhafteten/verschwun-denen
Geschwister Guido und Ricardo Barría Bassay, in ihrem derzeitigen
Zuhause in Osorno.

4. Pedro Leveque, Gründer der Kommunistischen Partei von
Osorno, und Vater von Rodolfo und Bladimir Leveque Carrasco.

GEDENKSTÄTTEN


5. Das Monument Präsident Allendes vor dem Regierungspalast
in Santiago de Chile, der vor 30 Jahren angegriffen wurde.
6. Graffiti an einer Mauer in Santiago de Chile, zur Erinnerung
an den Militärputsch Pinochets vor 30 Jahren.
7. Angehörige von verhafteten/verschwundenen und hingerichteten
Menschen nehmen an der Einweihungszeremonie des Gedenksteins für
ihre Verschwundenen teil. Diese Zeremonie fand trotz heftigen
Regens in der Stadt Chillán statt.
8. Nach Beendigung der Zeremonie erweist ein Angehöriger
an dem Gedenkstein diesen Opfer die Ehre. Als Zeichen seines Respekts
hat er seinen Hut abgenommen.
9. Einweihungszeremonie eines geschnitzten Holzkreuzes zu Ehren
der Landarbeiter, die in Liquiñe hingerichtet wurden. Es
war an einem regnerischen Frühlingstag in einem ländlichen
Gebiet hoch in den Bergen.
10. Ein rustikaler Stein als Gedenkstein für die 17 Holzarbeiter,
die im Oktober 1973 in Chihuio hingerichtet wurden.
11. Ein Sänger aus der Region singt bei der Enthüllung
einer Skulptur des chilenischen Künstlers, Roberto Arroyo,
in Valdivia. Die Skulptur stellt eine Hand dar an einer Bushaltestelle
in einem Armenviertel der Stadt, hinter der sich das Haus eines
politischen Aktivisten befindet, der von der Polizei in seinem
Zuhause erschossen wurde.
12. Graffiti in weißer Farbe auf einem Baumstumpf in der
Nähe des Grabs von Víctor Jara, dem populären
Sänger, der hingerichtet wurde. Er ist auf dem Hauptfriedhof
beerdigt.
13. Gedenkstätte für die verhafteten/verschwunden und
hinge-richteten Menschen auf dem Hauptfriedhof von Santiago.
14. Gedenkstätte für die verhafteten/verschwundenen
und hingerichteten Menschen im "Friedenspark". Während
der Militärdiktatur war hier ein Folterzentrum in Santiago,
das als "Villa Grimaldi" bekannt war.
15. Erinnerungstafel mit der Inschrift "Zelle der Frauen"
genau an der Stelle, wo Frauen in der berüchtigten Villa
Grimaldi gefoltert wurden. Diese Tafel wurde aus bunten Mosaiksteinen
im Stile Gaudis hergestellt, aus Keramik- und Fliesenteilen, die
nach dem von der Armee vor Übergabe des Platzes absichtlich
gelegten Brand gefunden wurden.
16. Eine Zeremonie zur Einweihung des Friedensparks in
Temuco im April 2001.
17. Ein Mausoleum im Friedhof von Liquiñe, 1995 errichtet
von einem Angehörigen eines der 15 Verschwundenen aus diesem
Gebiet.
18. Diese Statue einer Hand die eine Taube wiegt wurde im Dezember
2001 im Friedhof von Valdivia als Mahnmal für die Verhafteten
und Verschwundenen errichtet. Die Inschrift lautet Für
Leben und Gerechtigkeit
19. Die Enthüllung einer Gedenktafel zur Erinnerung an die
65 verhafteten und verschwundenen Arbeiter des Complejo Forestal
Maderero Panguipulli, einer Forstwirtschaft, die erfolgreich von
den Arbeitern selbst verwaltet wurde. Sie befindet sich in einer
der Hauptstrassen von Neltume, in der Nähe einer Statue,
die ebenfalls an diese Arbeiter erinnert.
20. Übersicht über den "Friedenspark", der
anstelle des früheren Folterzentrum steht. Er liegt zu Füßen
der Anden in der Gegend von Peñalolén in Santiago
de Chile. Das Bild wurde im März 2001 während der Rosenblüte
aufgenommen.
21. Nahaufnahme der Pilmaiquén-Gedenkstätte.

BEGRÄBNIS VON INDIGÉNAS


22. Die Gebeine von zwei Indigéna-Bauern verlassen das
Gericht von Lautaro in einem Leichenwagen, nachdem sie durch forensische
Anthropologen identifiziert wurden. Zwei Gräber mit NN (für
namenlose Leute) auf dem Friedhof in Lautaro beinhalteten die
Leichen zweier Landarbeiter, die im Oktober 1973 von der Polizei
verhaftet wurden.
23. Totenwache für José Beltrán, einen der
Verschwundenen, in seinem bescheidenen Haus in einem Indigéna-Dorf
in der Nähe von Lautaro. Der Sarg wurde vor dem Haus aufgestellt,
und Angehörige und Freunde versammelten sich um ihn.
24. Ein Ochsenkarren bringt den Sarg von José auf einem
Feldweg von seinem Zuhause zu dem Indígena-Friedhof. Auf
diesem Teil der Reise wird er nur von den Angehörigen begleitet.
25. Regierungsbeamte und Mitglieder von Nichtregierungsorgani-sationen
schließen sich den Angehörigen und Freunden von José
an bei dem langsamen Gang zu dem Platz, wo seine Gebeine für
immer ihre Ruhe finden werden.
26. Die engsten Angehörigen von José lassen seinen
Sarg ins Grab hinab.
27. Ein Kreuz mit dem Namen von José Beltán sowie
eine Krone aus Plastikblumen, welche nach dem Auffüllen mit
Erde auf das Grab gelegt wurden.
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