War Resisters' International gegen jede Form des Militarismus beim Weltsozialforum 2007

Liebes Mitglied, liebe/r UnterstützerIn der War Resisters' International,


Mit unserem Spendenbrief konzentrieren wir uns in diesem Monat auf die Präsenz der War Resisters' International beim kürzlich stattgefundenen Weltsozialforum (WSF) 2007 in Nairobi, Kenia.


Das Weltsozialforum, das 2001 zum ersten Mal in Porto Alegre als Antwort auf das Weltwirtschaftsforum in Davos stattfand, ist seitdem durch mehrere Phasen gegangen, mit dem Ziel, es im Kampf für sozialen Wandel effektiver zu machen. Das jüngste Weltsozialforum fand als zentrales grosses Weltsozialforum zum ersten Mal auf dem afrikanischen Kontinent statt, mit dem Ziel, soziale Bewegungen in Afrika zu stärken.


Seit den Anfängen hat sich die War Resisters' International auf verschiedene Art am Weltsozialforum beteiligt. In diesem Jahr hat die War Resisters' International besondere Anstrengungen unternommen, um die Perspektive der Gewaltfreiheit und des Antimilitarismus sichtbarer zu machen und zu fördern. In der jüngsten Ausgabe des Zerbrochenen Gewehrs findet sich ein Artikel, der die Notwendigkeit einer antimilitaristischen Perspektive für alle sozialen Bewegungen, einschliesslich des Weltsozialforums, darlegt.

In Kenia was die War Resisters' International mit einer 10-Personen starken Delegation beim Weltsozialforum präsent, kommend von vier Kontinenten, sechs verschiedenen Dekaden, vier Frauen und sechs Männer, einige mit einem eher akademisch-gewaltfreiem Hintergrund, andere gewaltfreie AktivistInnen, und Kriegsdienstverweigerer. Während der aktionsreichen Woche veranstaltete die War Resisters' International drei Seminare: ,,Afrikanische Perspektiven zur Gewaltfreiheit", ,,Gegen jeden Militarismus", und ,,Eritrea: Menschenrechte und Antimilitarismus".


Wir möchten insbesondere letzteres Seminar hervorheben. Seit Jahren unterstützt die War Resisters' International KriegsdienstverweigererInnen aus Eritrea, wo Militärdienst für Männer und Frauen obligatorisch ist, und oft ohne Ende. Die einzige Option für KriegsdienstverweigererInnen ist oft, das Land zu verlassen. Selbst Familienmitglieder leiden unter Verfolgung aufgrund der Flucht ihrer Söhne oder Töchter. Beim Weltsozialforum hatte die WRI zwei antimilitaristischen und MenschenrechtsaktivistInnen aus Eritrea zusammengebracht, um über die Situation in ihrem Land zu berichten. Dieses Seminar konnte jedoch so nicht stattfinden, da wir in den Tagen vor dem Seminar erfuhren, dass Agenten der eritreischen Regierung an Weltsozialforum teilnahmen. Hätten unsere RednerInnen wie geplant geredet, wäre es wahrscheinlich gewesen, dass ihnen umgehend der Reisepass entzogen worden wäre, womit sie in prekärer Lage in Kenia gefangen gewesen wären. Eine Verfolgung ihrer Familien in Eritrea wäre ebenso nicht unwahrscheinlich gewesen, da die Verfolgung von Familienangehörigen gängige Praxis in Eritrea ist. Mehr zu Eritrea findet sich in dieser Ausgabe des Zerbrochenen Gewehrs und auch in Nr. 68 zum Tag der Gefangenen für den Frieden 2005.

Um weiterhin in der Lage zu sein, KriegsdienstverweigererInnen aus Eritrea zu unterstützen, und unsere Arbeit zur Förderung von Gewaltfreiheit und Antimilitarismus fortzusetzen, bitten wir daher um eine grosszügige Spende an die War Resisters' International.


Vielen Dank.


(Andreas Speck)
WRI-KDV-Kampagnenarbeiter

PS. Regelmässige Spenden per Dauerauftrag machen es uns leichter, unsere Ausgaben zu planen.

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