War Resisters' International: Bericht 2002-2006

Einleitung

Dies ist der von den Mitarbeitern, dem Vorstand und den Arbeitsgruppenleitern erstellte Bericht über die Arbeit der War Resisters' International seit der letzten "Dreijahreskonferenz", die tatsächlich vor vier Jahren in Dublin stattfand.

Berichte der vergangenen Jahre begannen oft mit einer Erklärung, dass es "Jahre voller Herausforderungen" waren. Herausforderungen sowohl intern - wie finanzielle Schwierigkeiten - als auch extern, d. h. Herausforderungen, denen wir als Kriegsgegner in einer Welt im Krieg, einer Welt voller Gewalt und Militarismus gegenüberstehen.

Letztes Jahr berichteten wir, daß wir bei den WRI-internen Angelegenheiten Fortschritte machen. Während des Ratstreffens 2004 in Mazedonien fragten wir "Welche Art von Organisation soll unserer Meinung nach die WRI im Jahre 2007 sein?" Dieser Meinungsaustausch führte zu der Bestätigung der WRI als radikales antimilitaristisches Netzwerk und zur Entwicklung des Gewaltfreiheitsprogramms. Zusammen mit dem Programm "Das Recht, das Töten zu verweigern" bringt es uns klarer auf den Weg zu unseren Zielen, d. h. zur Förderung von Gewaltfreiheit und Antimilitarismus. Die Kombination dieser Programme wird viel mehr Ressourcen für unser Netzwerk bringen und Gelegenheiten, das Netzwerk zu erweitern. Die unterschiedlichen Kampagnen und Projekte dieser Programme können dazu beitragen, die Graswurzelkapazität zur Verweigerung von Krieg und zur Bemühung um Entfernung aller Kriegsgründe zu verstärken.

Aber es ist noch sehr viel zu tun, damit wir zu der Organisation werden können, die wir sein wollen. Das Programm "Gewaltfreiheit" entwickelt sich, aber es wird nur mit Hilfe des Netzwerkes erfolgreich sein, da es Ressourcen zur Stärkung des Netzwerks schaffen soll. Wie dieser Bericht zeigen wird, liegen viele unserer Aufgaben darin, dieses Netzwerk zu stärken. Aber es ist auch wichtig zu sehen, daß wir bisher den globalen Aspekt unseres Netzwerks über unsere traditionellen Grundsätze hinaus verstärkt haben. Unsere Ratstreffen fanden in Mazedonien und Südkorea statt, aber wir konnten nicht rechtzeitig Geld auftreiben für ein Ratstreffen in Kolumbien. Das Programm "Das Recht, das Töten zu verweigern" arbeitet u. a. mit Verweigerern in Israel, auf dem Balkan, in Südkorea, Rußland und in der Türkei. In den letzten 18 Monaten waren wir regelmäßig mit Workshops und Seminaren bei Sozialforen präsent, eine wichtige Betonung des "Gewaltfreiheit für Wandel"-Aspektes unseres Programms "Gewaltfreiheit".

Neue Veröffentlichungen, einschließlich Internet-Quellen, werden es uns ermöglichen, globaler zu sein. Wir kämpfen immer noch mit Übersetzungen von WRI-Veröffentlichungen in andere WRI-Sprachen - aber auch auf diesem Gebiet haben wir Fortschritte gemacht.

Die Arbeitsgruppen können eine wichtige Rolle beim Zusammenführen von Leuten spielen - dem muss wieder mehr Energie gewidmet werden.

Die WRI hat sich verpflichtet, die Frauenfrage in ihre Antimilitarismusarbeit zu integrieren. Obwohl Militarismus und Geschlecht während des Ratstreffens in Korea und dem Internationalen Tag der Kriegsdienstverweigerer im Mai diesen Jahres diskutiert wurden und die WRI Mitorganisator der Konferenz über Gewaltfreiheitstraining und Geschlechterfrage war, wurde die Frauenfrage noch nicht in unsere Arbeit integriert. Die Zahl der Kandidatinnen für den Rat schrumpft, und die Frauen-Arbeitsgruppe hat keine Leiterin.

Die finanziellen Verluste durch die letzte Dreijahreskonferenz waren verheerend. Das Absagen des Ratstreffens in Kolumbien im Jahre 2003 spiegelte unsere finanzielle Situation wieder. WRI hat im Juni 2005 eine Erbschaft in Höhe von £75,000 erhalten - das war eine ungeheure Hilfe. Allerdings brauchen wir dringend eine finanzielle Basis für das Programm "Gewaltfreiheit".

War Resisters' International hoffen, dass immer mehr Leute verstehen werden, dass Krieg ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit ist. Das Buch von Devi Prasad mit genau diesem Titel ist ein Beitrag in diese Richtung: das erste größere neue Buch, das von WRI seit vielen Jahren veröffentlicht wurde.

Joanne Sheehan

Vorsitzende der WRI

Programmarbeit

Das Recht, das Töten zu verweigern

Dieses Programm wurde 2001 gestartet mit einer anfänglichen Finanzierung für 2 Jahre (bis April 2003). War Resisters' International konnte erfolgreich noch zweimal die weitere Finanzierung sichern, jetzt bis April 2008. Mitarbeiter für dieses Programm ist Andreas Speck.

Aktivitäten

Neben den regulären Aktivitäten um den Internationalen Tag der Kriegsdienstverweigerer (2003: Israel, 2004: Chile und Lateinamerika, 2005: Griechenland, 2006: USA) und den Tag der Gefangenen für den Frieden (2002: Kaukasus und Zentralasien, 2003: Südkorea, 2004: Finnland, 2005: Eritrea) konzentrierte sich das Programm hauptsächlich auf die Unterstützung einer breiten Reihe alter und neuer Kriegsdienstverweigerergruppen. Ein paar der Brennpunkte waren:


  • Israel: Seit dem Tag der Gefangenen für den Frieden 2001, deren Mittelpunkt Israel und Palästina war, war die Situation der Kriegsdienstverweigerer in Israel eine der Hauptaktivitäten des Programms ,,Das Recht, das Töten zu verweigern". Im Jahre 2003 veröffentlichte die WRI einen Bericht mit dem Titel ,,Verweigerung des Militärdienstes in Israel aus Gewissensgründen: ein nicht anerkanntes Menschenrecht"[1]. Dieser Bericht wurde in Englisch, Deutsch und Spanisch veröffentlicht. Er wurde bei der UN-Menschenrechtskommission eingereicht. Im gleichen Jahr waren Israel und Palästina das Hauptthema des Internationalen Tags der Kriegsdienstverweigerer. In Tel-Aviv fand dazu ein internationales Training und eine Aktion statt.

    Im Februar 2004, veröffentlichte die War Resisters' International einen zweiten Bericht mit dem Titel ,,Conscience on Trial"[2], eine Dokumentation und Bewertung von zwei hochkarätigen Gerichts-verfahren gegen israelische Kriegsdienstverweigerer.

    Die WRI hat besondere Anstrengungen unternommen, um die Kontakte mit den israelischen Kriegsdienstverweigerern zu verstärken, und Vertreter aus Israel haben fast jedes Jahr bei den Aktivitäten der WRI zum Internationalen Tag der Kriegsdienstverweigerer mitgemacht.

  • Südkorea: War Resister's International spielte eine wichtige Rolle bei der Unterstützung der Bewegung der Kriegsdienstverweigerer in Südkorea - durch Aktivitäten, deren Höhepunkt das Internationale Seminar und Ratstreffen der WRI im Sommer 2005 mit koreanischen Gruppen als Gastgeber war. Im Dezember 2002 besuchte die WRI zum ersten Mal Südkorea und nahm an einem internationalen Workshop über Kriegsdienstver-weigerung teil, der eine größere internationale Konferenz im März 2003 folgte[3]. Zwei koreanische Aktivisten nahmen an den Aktivitäten der WRI zu dem Tag der Kriegsdienstverweigerer in Israel im Mai 2003 teil. Der Tag der Gefangenen für den Frieden konzentrierte sich auf Südkorea, was nur durch Yongwook Yeong möglich war, einem südkoreanischen Praktikanten im WRI-Büro. Im August 2004 besuchte der WRI-Mitarbeiter Andreas Speck Südkorea und nahm an einem von ,,Solidarity for Peace and Human Rights"[4] organisiertem Friedenscamp teil. Von November 2004 bis Februar 2005 trug Haran, ein koreanischer Praktikant, wesentlich zu der Vorbereitung des internationalen Seminars in Seoul im Jahre 2005 bei, das von koreanischen Gruppen und WRI International organisiert wurde.
  • Rußland: Die Arbeit zu Rußland begann im November 2002, als der damalige Finanz- und Verwaltungsangestellte Daniel Garay auf Einladung von Fond Sozidanie[5] nach Rußland fuhr. Auf dem Weg nach Georgien, Armenien und Aserbaijan machte Andreas Speck einen Kurzbesuch in Moskau im Juli und August 2003. Dieser Besuch half dabei, eine Verbindung mit Autonomous Action aufzubauen, eine der offensten antimilitarischen Gruppen in Rußland. Im September 2003[6] wurde ein Sonderbericht über ,,Die Russische Föderation: Menschenrechte und die Armee" veröffentlicht, verfaßt von Kaspar Jon Larsen, einem WRI-Praktikanten. Im Februar 2005 beteiligte sich die WRI an dem Fest der Deserteure in Moskau[7] und besuchte verschiedene Friedensgruppen in Moskau und St. Petersburg. Der nächste Besuch wird zur Zeit für Juni/Juli 2008 organisiert.
  • Türkei: Die Arbeit zur Türkei dauerte alle die Jahre an, und die Verhaftung von Mehmet Tarhan im April 2005 hat die Türkei wieder zum Mittelpunkt der Arbeit der WRI zur Kriegsdienst-verweigerung gemacht. Vorher hatte sich die WRI der Fälle des Mehmet Bai (TK12718) und Halil Savda (TK14682) angenommen. Kurz nach der Verhaf-tung von Mehmet Tarhan veröffentlichte die WRI eine Dokumentation über die Kriegsdienstverweigerung in der Türkei.[8] Die WRI spielte eine Schlüsselrolle bei zwei Delegationen in die Türkei. Im Juni 2005 verfaßte der WRI-Rat in Seoul eine Erklärung zu der Situation der Kriegsdienstverweigerer in der Türkei und forderte die Freilassung von Mehmet Tarhan.[9] Nach der Freilassung von Mehmet Tarhan arbeitet die WRI jetzt eng mit Gruppen in der Türkei, Connection e.V. und Tobias Pflüger, MdB, zusammen, um durch verschiedene Aktivitäten die Kriegsdienstverweigerer in der Türkei zu unterstützen.

Das Programm ,,Das Recht, das Töten zu verweigern" arbeitet sehr eng mit dem UN-Büro der Quäker in Genf und dem Europäischen Büro für Kriegsdienstverwei-gerung in Brüssel und Barcelona zusammen. Es besteht auch eine Zusammenarbeit mit dem Rat der Quäker für europäische Angelegenheiten in Brüssel.

Das Programm ,,Das Recht, das Töten zu verweigern" versucht, das Verständnis für Kriegsdienstverweigerung zu erweitern. Der Co-Update Newsletter enthält Informationen zu Steuerverweigerung (Verweigerung aus Gewissensgründen der Besteuerung für das Militär), Anti-Wehrpflicht-Arbeit und andere Aktivitäten gegen den Wehrdienst. Das Programm ist auch verpflichtet, eine feministische Perspektive mit einzubeziehen. Die Verbindungen zwischen Militarismus und der Geschlechterfrage (Männlichkeit/Weiblichkeit) werden oft in den Artikel der Mitarbeiter des Programms[10] beschrieben. Zur Zeit arbeitet das Programm ,,Das Recht, das Töten zu verweigern" mit der WRI-Frauenarbeitsgruppe zusammen an einer Anthologie über Kriegsdienstverweigerung durch Frauen, die im Jahr 2007 veröffentlicht werden soll, wenn Gelder dafür vorhanden sind.

Was wurde erreicht?


  • Im September 2004 brachte die War Resisters' International ,,CO Update"[11] heraus, den monatlichen E-Newsletter des Programms ,,Das Recht, das Töten zu verweigern". Dieser Newsletter, der Bericht und die regelmäßigen Co-Alerts trugen zu der Aufmerksamkeit gegenüber der WRI und deren Glaubwürdigkeit in Sachen Kriegsdienstverweigerung bei. Deshalb wird die War Resisters' International wieder als Hauptreferenz hinsichtlich des Themas Kriegsdienstverweigerung angesehen.
  • Durch die Arbeit an dem Programm ,,Das Recht, das Töten zu verweigern" war es möglich, das globale WRI-Netzwerk (Israel, Balkan, Südkorea, Lateinamerika, Rußland) zu stärken.
  • Obgleich die Beteiligung an den von der WRI organisierten Aktivitäten zum 15. Mai, dem Internationalen Tag der Kriegsdienstverweigerer, nicht viel besser geworden ist, wurde dieser 15. Mai doch von einer Reihe neuer KV-Gruppen in anderen Ländern als Aktionstag für das Recht auf Kriegsdienstverweigerung genutzt. Unabhängig von der WRI finden Aktivitäten in der Türkei, in Südkorea, auf dem Balkan und an anderen Plätzen statt. Der 15. Mai wird besser wahrgenommen und als eine Gelegenheit zum Networking benutzt.
  • Die WRI konnte die Grundfinanzierung für das Programm ,,Das Recht, das Töten zu verweigern" bis April 2008 sicherstellen.

Was ist noch zu tun?


  • Während die Grundfinanzierung sichergestellt werden konnte, stellt die Finanzierung zusätzlicher Aktivitäten des Programms (wie der 15. Mai oder die Entwicklung und Verbesserung des WRI-Systems für die Co-Alerts und den Berichten zu ,,Verweigerung, Waffen zu tragen") immer eine Hauptaufgabe dar. Es war nicht möglich, ein permanentes CONCODOC-Zentrum zu finanzieren, dessen Aufgabe es gewesen wäre, die Berichte zu ,,Verweigerung, Waffen zu tragen" auf dem laufenden zu halten. Es war auch nicht möglich, das Geld für ein mehrsprachiges Co-Alert-System aufzubringen.
  • Die Antwort auf das ,,sich ändernde Gesicht des Militärs" in Europa ist eine Hauptaufgabe, die ein paar der europäischen Sektionen der WRI noch zu meistern haben. Die sich ändernden Einberufungsstrukturen sollten eine der zukünftigen Hauptaufgaben sein.
  • Bis jetzt war die WRI nicht in der Lage, eine stärkere Basis in Osteuropa und der ehemaligen Sowjetunion zu etablieren.

Programm ,,Gewaltfreiheit"

Bei dem Internationalen WRI-Ratstreffen in Ohrid, Mazedonien, im Juni 2004 wurde entschieden, die WRI-Programme ,,Gewaltfreiheit und Soziales Empowerment" und ,,Globalisierung und Militarismus" zu einem neuen Programm zusammenzufassen mit dem Namen ,,Gewaltfreiheit".[12]

Das übergreifende Ziel des Programms ,,Gewaltfreiheit" ist es, unser Verständnis von Gewaltfreiheit, gewaltfreien Strategien und gewaltfreien Kampagnen zu verstärken und zu vertiefen und Werkzeuge zu entwickeln und zu liefern, um gewaltfreie Gruppen zu unterstützen. Das Programm wird von Javier Gárate koordiniert, der im März 2005 in unser Büro kam. Das Koordinations-Kommitee dieses Programms besteht aus Joanne Sheehan, Majken Sorensen, Howard Clark, Stellan Vinthagen und Andreas Speck.

Das Programm ,,Gewaltfreiheit" ist in drei Hauptgebiete eingeteilt:


  • Gewaltfreiheits-Ressourcen: Entwicklung und Verteilung von Ressourcen zu Gewaltfreiheit und gewaltfreie Strategien, die von dem WRI-Netzwerk und darüber hinausgehende Bewegungen genutzt werden können. Diese beinhalten auch ein Handbuch für gewaltfreie Aktionen, eine Sammlung von Fallstudien gewaltfreier Kampagnen, Gewaltfreiheitstraining und Entwicklung von Kampagnen.

    Das Handbuch für gewaltfreie Aktionen ist im Entwicklungsprozess. Wir möchten es m Februar 2007 veröffentlichen. Ein erster Satz Artikel daraus soll von der Themengruppe ,,Gewaltfreiheitstraining für Anfänger" während der Internationalen Konferenz im Juli 2006 benutzt werden. Das Inhaltsverzeichnis umfaßt: Einführung in das Thema Gewaltfreiheit, Geschichte der Gewaltfreiheit, strategische Kampagnen, Aktionsformen und -werkzeuge zur Vorbereitung von Aktionen, Reflektion über die Medien, Anti-Unterdrückung, Zeugnisse von gewaltfreien Kapagnen.
  • Gewaltfreiheit für den Wandel: Networking mit Gruppen, die daran interessiert sind, Gewaltfreiheit für den sozialen Wandel zu verwenden, Workshops bei Zusammentreffen, wie das Sozialforum, zu organisieren, die WRI-Ressourcen für Graswurzelaktivisten zugänglich zu machen, die aus den untengenannten Kampagnen zu Antimilitarismus und Globalisierung führen.

    Als Teil dieses Programms ,,Gewaltfreiheit für Wandel" haben wir an den folgenden Sozialforen teilgenommen: the European Social Forum in London 2004, Mediterranean Social Forum in Barcelona 2005, Alternative Social Forum und World Social Forum in Caracas 2006 und an dem European Social Forum in Athen 2006. Wir haben Workshops zu den Themen Kriegsdienstverweigerung und Antimilitarismus, Kriegsgewinnler, Militarisierung Europas und Training in gewaltfreien Aktionen abgehalten.

    Wir haben an der Aktion gegen die G8 in Schottland teilgenommen, und wir helfen bei den Vorbereitungen für die Aktionen gegen die G8 in Sankt Petersburg, indem wir die Informationen von deren E-Mail-Liste mit den Listen der WRI teilen.
  • Eine globale Initiative gegen Kriegsprofiteure: Entwicklung von Ressourcen zum Thema Kriegsprofiteure für die globale Initiative der WRI. Networking mit den WRI- Mitgliedsorganisationen, die an solchen Kampagnen arbeiten, Unterstützung und Koordination gewaltfreier Kampagnen gegen Kriegsprofiteure.

    Die September-2005-Ausgabe des zerbrochene Gewehr [13] war den Kriegsprofiteuren gewidment, als erster Schritt zur Gewinnung von Ressourcen zu diesem Thema. Wir haben Workshops bei dem Europäischen Sozialforum in London und dem Alternativen Sozialforum in Caracas abgehalten um den Networking-Aspekt dieses Themas zu betonen.

    Zur Zeit verstärken wir unser Networking mit dem European Network Against Arms Trade (ENAAT), das mehrere WRI Mitgliedsorganisationen einschließt sowie die ,,Stop die Todeshändler"-Kampagne der WRI und die Kampagne des Red Juvenil de Medellin gegen US-Intervention und Waffenausgaben. Eine Themengrupp ,,Kriegsprofiteure" bei der Internationalen Konferenz wird diese Initiative weiterentwickeln.

Was wurde erreicht?


  • Die Verbindung zwischen Büro und Netzwerk wurde verstärkt, da wir auf Gebieten arbeiten, in die das WRI-Netzwerk stärker involviert ist.
  • Die Verbindungen mit Gruppen in Lateinamerika wurden verstärkt: Venezuela, El Liberatio, die das ASF organisierten; MOC Paraguay auf dem Gebiet des Gewaltfreiheitstrainings; Red Juvenil de Medellín mit ihrer Arbeit zu Kriegsprofiteuren und Gewaltfreiheit.
  • Regelmäßige Anwesenheit der WRI bei Sozialforen, dadurch wird die WRI besser wahrgenommen, besonders durch ihr Angebot an Workshops und Seminaren.

Was ist noch zu tun?


  • Eines der Ziele des Programms ist es, sich selbst zu finanzieren. Das Mitteleinwerben war bis jetzt nicht erfolgreich; wir müssen uns mehr darum bemühen, um die Fortsetzung des Programms zu sichern.One of the aims of the Programme is to be self financed. Funding has not been successful so far, we need to put a lot of effort into funding to secure the continuation of the Programme.
  • Das Programm ,,Gewaltfreiheit" muß stärker wahrgenommen werden können; es muß mehr Ressourcen schaffen und das Netzwerk mehr in das Programm einbeziehen.
  • Wir müssen klären, mit welchen Strategien wir gegen Kriegsprofiteure erfolgreich sein können.
  • Ein besseres Verständnis davon, wie sich die WRI mit der Globarisierung aus den Bewegungen vernetzen will.

Kurzer Bericht über das Programm ,,Umgang mit der Vergangenheit"

Während der Dreijahreskonferenz 2002 fand eine Themengruppe ,,Umgang mit der Vergangenheit" statt. Die Teilnahme war sehr stark; sie hatte eine bedeutende Aufmerksamkeit und aktive Teilnahme von Leuten aus allen möglichen Lebenslagen. Einige gehörten bereits zur WRI, andere hatten schon eine Verbiindung oder suchten eine solche zur WRI über das Treffen hinaus. Die Gruppe gab einen umfassenden Bericht und mit der Expertise von Roberta Bacic, einer Mitarbeiterin des WRI-Büros, beschloss das Dreijahres-Geschäftstreffen, diesen Programmbereich zu entwickeln, um herauszuarbeiten, wie mit Post-Konflikt-Situationen strukturierter umgegangen werden kann.

Ein Arbeitsteam wurde zusammengestellt, das sich als Ganzes oder als Untergruppe traf. Es wurde von Roberta Bacic koordiert, Vesna Terselic (Ratsmitglied), Siva Ramamoorthy (Vorstandsmitglied), Sian Jones (Ratsmitglied), Tony Kempster (Stipendiat der anglikanischen Pazifisten) and Sophie Reynolds (Gewaltfreiheitstrainerin und Freiwillige bei der WRI) traten ihm bei.

Die Aktivitäten für das Programm ,,Umgang mit der Vergangenheit" waren sehr intensiv, mit vielen Reisen. Die WRI erhielt zahlreiche Anfragennach Informationen und Unterstürzung auf diesem Gebiet von angegliederten Gruppen, anderen Organisationen, Nichtregierungsgruppen, Universitäten und Friedensgruppen.

Das Team entwickelte ein Pilotprojekt für 2004, um in Sri Lanka und Kroatien zu arbeiten. Diese Orte wurden gewählt, weil beide Länder Kriege auszuhalten hatten. Wir hatten gewählte Ratsmitglieder aus diesen Regionen, die die erforderlichen örtlichen Verbindungen herstellen konnten.

Das Sri Lanka Projekt arbeitete auf Graswurzelniveau mit Kriegswitwen im Bereich Batticaloa[14].

Das Kroatien-Pilotprojekt entwickelte sich nicht durch WRI, obgleich Vesna Terselic immer noch an diesem Thema arbeitet und Roberta auf Anfage anderer Gruppen Workshops und Seminare abhielt.

Ende Oktober 2004 beschloss Roberta Bacic, nach 6 Jahren zu gehen; somit gibt es für das Programm ,,Umgang mit der Vergangenheit" keine Mitarbeiter mehr. Aber Mitglieder des Netzwerk arbeiten noch an dieser Aufgabe und Ressourcen werden auf der WRI-Website[15] veröffentlicht.

Interne Organisations-angelegenheiten

Netzwerk

Seit 2002 ist das WRI-Netzwerk sowohl auf dem Papier als auch in der Realität gewachsen. Gleichzeitig spielt das WRI-Büro eine immer wichtigere Rolle in dem Netzwerk, da die WRI Affiliates immer weniger die Verantwortung für die Kommunikation miteinander und mit dem Büro übernehmen wollen.

2003 nachm die War Resisters' International Fond Sozidanie aus Rußland als neue assoziierte Organisation auf. Das wurde 2005 wieder rückgängig gemacht.

2003 wurde WRI Korea als assoziierte Organisation akzeptiert. Da es 2003 kein Ratstreffen gab, wurden beide Entscheidungen durch E-Mail-Konsultationen getroffen.

Gleichzeitig beschloss der Rat, Partito Radicale auszuschließen, weil sie den Krieg gegen Jugoslawien im Jahre 1999 unterstützt hatten.

Der Rat 2005 akzeptiere auch New Profile aus Israel als assoziierte Organisation.

Über die formale Mitgliedschaft hinaus hat die WRI Arbeitsbeziehungen zu einer breiten Reihe von Gruppen entwickelt, von Lateinamerika bis Asien. Diese Beziehungen bauen auf die vom WRI-Büro ausgeführten Arbeiten auf, besonders auf das Programm ,,Das Recht, das Töten zu verweigern" und seit kurzem auf das Programm ,,Gewaltfreiheit". Die Programmarbeit trug auch zu der engeren Zusammenarbeit mit den vorhandenen Mitgliedsorganisationen bei, zu denen auch die Greek Association of COs und das Forum voor Vredesactie gehören. Das WRI-Büro erleichtert die direkte Kommunikation durch eine Vielzahl von E-Mail-Listen, wie wri-internal oder spezielle E-Mail-Listen für unterschiedliche Arbeitsgruppen.

2005 führte das WRI-Büro ,,newsfromthenetwork" als Nachrichtenservice auf E-Mail-Basis verbunden mit der WRI Website[16] ein. Nachrichten, die von WRI-Mitgliedsorganisationen oder anderen Mitgliedern des WRI-Netzwerks an diese Liste geschickt werden, erscheinen automatisch auf der WRI-Website. Die Verwendung dieses Service muß aber noch verbessert werden.

Das alles gleicht nicht die Schwäche der traditionellen WRI-Basis aus, besonders in Westeuropa. Mit dem Niedergang der Wehrpflicht nehmen viele der Mitgliedsorganisationen der WRI ab, die auf Kriegsdienstverweigerung ausgerichtet waren und deren Aufgabe jetzt die Neuorientierung in anderen Bereichen der pazifistischen und antimilitaristischen Arbeit ist. Das Networking zwischen den westeuropäischen Mitgliedsorganisationen klappte jedoch gut, als es galt, die Teilnahme der WRI an dem Europäischen Sozialforum in London zu organisieren.

Was wurde erreicht?


  • Entwicklung neuer Arbeitsbeziehungen mit Gruppen in verschiedenen Teilen der Welt durch die Programmarbeit
  • Verbesserte Kommuniktion innerhalb des WRI-Netzwerks, bessere Präsenz des Netwerks in der WRI (newsfromthenetwork)
  • Die Arbeit zum Europäischen Sozialforum in London war ein Beispiel für erfolgreiches Networking unter den europäischen WRI-Mitgliedsorganisationen, wenn auch mit sehr starkem Einsatz des WRI-Büros.
  • Die Teilnahme aus dem WRI-Netzwerk an WRI-Seminaren in Verbindung mit dem Rat (Mazedonien, Südkorea) ist gestiegen.

Was ist noch zu tun?


  • Die größte Aufgabe ist immer noch die Verstärkung des Netzwerks.

Seminar/Rat

Seit der Dreijahreskonferenz in Porec, Kroatien, im Jahre 1998 fand bei den Ratstreffen immer ein Seminar zu einem bestimmten Thema statt, wodurch 2-3 Tage für Ratsdiskussionen blieben.

Das Ratstreffen im Jahre 2003, das zusammen mit einem vom Red Juvenil de Medellín, Kolumbien, geplant war, mußte ausfallen, da die notwendige Finanzierung nicht aufgebracht werden konnte. Red Juvenil hat jedoch mit dem geplanten Seminar weitergemacht, und die WRI konnte einen beträchtlichen Betrag eingworbener Mittel für das Seminar zur Verfügung stellen. Die WRI war auf dem Treffen auch vertreten.

Das Ratstreffen 2004 fand in Ohrid in Mazedonien statt. Gastgeber war die WRI-Sektion Peact Action. Das Thema des Begleitseminars war ,,Kriegsdienstverweigerung und Frieden"[17]

Das Ratstreffen 2005 fand in Seoul in Südkorea statt. Gastgeber war eine Koalition südkoreanischer Gruppen. Das Seminarthema lautete ,,Friede in Nord-Ost-Asien"[18]. Die Teilnahme an diesem Seminar war außergewöhnlich gut. Die aktive Teilnahme der örtlichen Gruppen auf allen Ebenen machten das Seminar zu einem Erfolg. Es war das best finanzierte Seminar in der jüngsten Vergangenheit der WRI.

Während die Kombination von Seminar und Rat die Attraktiviät des Treffens für die örtlichen Gastgeber und die Finanzierung des Ratstreffens verbessert hat, wirft sie auch Probleme auf: ein Seminar muß auf ein bestimmtes Thema konzentriert sein, was nur wenig Raum für eine allgemeine Debatte über Prinzipienfragen läßt. Es verringert auch die Zeit für das Ratstreffen auf 2-3 Tage, was zu einer hastigen Agenda führen kann.

Was wurde erreicht?


  • Die WRI war in der Lage, ein Ratstreffen außerhalb ihres traditionellen geographischen Gebietes abzuhalten. Das Ratstreffen in Südkorea zeigte, dass so etwas erfolgreich durchgeführt werden kann.
  • Das Seminar beteiligt sich an den Ausgaben des Rats, wodruch 2005 die Ausgaben des Rats voll gedeckt werden konnten.

Was ist noch zu tun?


  • Es ist schwierig für die WRI, einen Gastgeber für ein Seminar/Ratstreffen zu finden. Das WRI-Büro erhält selten Einladungen und normalerweise erfordert es viele Aufrufe durch die Mitarbeiter und den Vorstand der WRI.
  • Die Teilnahme an den Ratstreffen ist nicht sonderlich hoch. Die Teilnahme von Sektionsvertretern von außerhalb Europas und Nordamerikas ist extrem schwierig, wenn nicht Extragelder aufgetrieben werden können. Die Ratsmitglieder, die sich treffen, sind eher aus Europa und USA als es der komplette Rat eigentlich ist.

Vorstand

2002/2003 hatte der Vorstand insgesamt 4 Treffen (einschließlich eines Treffens bei dem Rat). Die Anzahl der Treffen wurde auf drei pro Jahr reduziert, da immer mehr Entscheidungen per E-Mail getroffen werden und der Vorstand auch per Online-Chats Diskussionen führt und Entscheidungen trifft.

WRI Arbeitsgruppen

Arbeitsgruppe ,,Afrika"

Leiter: Jan vanCriekinge, Matt Meyer

Die Hauptarbeit der Arbeitsgrupp war in den letzten Jahren Kommunikation, Versuch, die Verbindungen zwischen WRI-Mitgliedsorganisationen in Afrika und solchen, die sich für Afrika interessieren, herzustellen. Dies wurde aktiv mit einer informativen List-serve bewiesen, die bei der Verbreitung relavanter Nachrichten von Ereignissen und Organisationen auf dem ganzen Kontinent helfen. Arbeitsgruppenmitglieder haben auch Sachen weiterverfolgt und nachgeforscht bezülich gelegentlicher Anfragen an das WRI-Büro zu Mitgliedwerden und Beziehungsaufbau.

Was ist erreicht worden?


  • Die intensivste Kampagnenarbeit während dieser Zeit drehte sich um den Gefangene für den Frieden Tag 2005, mit Betonung auf Kriegsdienstverweigerung in Eritrea. Eine Informationsbroschüre ,,Documentation: C. O. and Desertatino in Eritrea"[19] (Dokumentation: Kriegsdienstverweigerung und Desertation in Eritrea) wurde von der WRI veröffentlicht und Auszüge daraus in einem Sonderband des Broken Rifle gedruckt. Die Broschüre wurde zuerst 2004 in Deutsch veröffentlicht durch Connection e.V. (Offenbach) und die eritreische Anti-Militarismus-Initiative. Der Aktivist dieser Initiative Abraham Gebreyesus Mehreteab vertrat die WRI bei dem Treffen der UN-Kommission für Menschenrechte in Genf, wo er dem Nichtregierungsforum die Situation in seinem Land vorstellte.
  • Im Juni 2003 fuhr der Co-Leiter Jan VanCriekinge nach Angola, wo er mit vielen Friedens- und Menschenrechtsaktivisten Kontakt aufnahm, besonders mit den Frauen von Mulheres, Paz e Desenvolvimento und mit Vater Jacinto Pio Eacussanga. Connection e.V. veröffentliche eine 2005-Broschüre über Angola, in enger Zusammenarbeit mit Ratsmitglied Emanuel Matondo. Diese wurde auch als kürzere Version durch Union Pacifiste de France ins Französicher übersetzt.
  • In der Hoffnung, damit dem Netzwerk zu helfen, arbeitete der Co-Leiter Matt Meyer an der Stiftung Afrika Gewaltfreiheit und wirtschaftliche Gerechtigkeit, die von Bill Sutherland und dem Gründer der Africa World Press, Kassahun Checole, geleitet werden sollte. Diese mißlang wegen Geldmangel. Ein Großteil dieser Arbeit wurde in eine Zusammenarbeit umgeleitet mit der Internationalen Friedensforschungsvereinigung ,,Samen neuer Hoffnung: Afrikanische Friedensstudien für das 21. Jahrhundert (AWP, soll 2007 erscheinen), die das Geschriebene vieler Mitglieder der WRI-Arbeitsgruppe ,,Afrika" enthalten wird.

Was ist noch zu tun?


  • Die Übergabe der Koordination dieser Arbeitsgruppe an Aktivisten in Afrika.
  • Hilfe durch das WRI-Netzwerk zum zentraleren Verständnis der Realitäten von Militarismus und Gewaltfreiheit in Afrika. Das Welt-Sozialforum 2007, das in Kenia stattfinden soll, könnte eine Gelegenheit für die WRI sein zum Aufbau von Verbindunge..
  • Entwicklung der Möglichkeit, ein WRI-Ratstreffen in einem afrikanischen Land abzuhalten.

Arbeitsgruppe Kolumbien

Hauptverantwortlicher: Howard Clark

Die Arbeitsgruppe Kolumbien funktioniert vor allem als ein email-Verteiler, über den Berichte über gewaltfreie Initiativen in Kolumbien herumgeschickt werden - insbesondere über unsere Mitgliedsorganisation Red Juvenil de Medellín oder über die Aktivitäten in Friedensgemeinden, die Frauenfriedensbewegung und Militärdienstverweigerung. Zusätzlich leiten wir Berichte von gewaltfreien Solidaritätsaktionen wie der School of Americas Watch weiter. Die Idee ist, uns mit den Menschen in Verbindung zu setzen, die in den einzelnen WRI-Sektionen zu Kolumbien arbeiten, und im Laufe der Zeit die Berichte zu Friedensaktivitäten in Kolumbien zu sammeln und zu bündeln. Mit einer so dynamischen Mitgliedsorganisation wie dem Red Juvenil sollte die Arbeitsgruppe natürlich in der Lage sein, noch viel mehr auf die Beine zu stellen - vor allem, wenn wir es schaffen, die sprachlichen Hürden zu überwinden!

Erfolge


  • Schaffung dieser Arbeitsgruppe

Herausforderung


  • Eine/n Hauptverantwortliche/n finden, der/die sich ganz auf diese Aufgabe konzentrieren kann, wenn Howard Clark die Verantwortung als WRI-Vorsitzender übernimmt.

WRI-Arbeitsgruppe Gewaltfreiheits-Training

Hauptverantwortliche: Dorie Wilsnack

Die WRI-Arbeitsgruppe Gewaltfreiheits-Training ist wie eine Pflanze, die es schwer hat, Wurzeln zu schlagen. Sie trägt etliche grüne Blätter, aber ihre Wurzeln scheinen nicht zu wachsen. Trotzdem geben wir sie nicht auf.

Seit der letzten Dreijahreskonferenz gab es zwei Anläufe, um die AG zum Laufen zu bringen. Wir haben einen Listenserver eingerichtet, um die internationale Kommunikation zu vereinfachen. Der erste Verteiler umfasste 10 Mitglieder aus verschiedensten Ländern. Es wurden jedoch nur wenige Nachrichten ausgetauscht und es fehlte an Ideen oder Vorschlägen für gemeinsame Arbeitsschwerpunkte.

Einige Mitglieder der Arbeitsgruppe, die auch in der Frauenarbeitsgruppe waren, nahmen im Oktober 2004 als Teilnehmerinnen oder Mitorganisatorinnen am zusammen mit dem IFOR ausgerichteten Internationalen Frauenratschlag für Trainerinnen teil (siehe Frauenarbeitsgruppe). Das war eine sehr erfolgreiche und inspirierende Veranstaltung.

Mit der Ankunft des Mitarbeiters Javier und der Entwicklung eines Programms zur Gewaltfreiheit schien es wertvoll, die Gruppe wiederzubeleben. Sie könnte in verschiedener Hinsicht nützlich für das Programm sein, vor allem in der Erstellung eines Online-Handbuchs für ein Training in Gewaltfreiheit.

Also nahm im Dezember 2005 eine reanimierte AG ihre Arbeit auf. Javier und der Koordinierungskreis für das Gewaltfreiheits-Programm baten die Arbeitsgruppe, beim Schreiben und der Herausgabe des Online-Handbuchs mittels eines Wikiprogramms, zu helfen, um eine gemeinsame Editierung zu erleichtern. Bei diesem Projekt ist mehr Mitarbeit der TrainerInnen in der Arbeitsgruppe gefragt.

Hoffentlich wird die Internationale Konferenz eine Gelegenheit, bei der momentane und potentielle Mitglieder der Arbeitsgruppe in Kontakt kommen und Wege finden, um gut zusammenzuarbeiten.

Manchmal braucht eine Pflanze viel Zeit, um Wurzeln zu schlagen. Aber wenn es so weit ist, zeigt es sich, dass die Geduld sich gelohnt hat.

Erfolge


  • Der Trainerinnen-Ratschlag
  • Der Wiederaufbau der Arbeitsgruppe nach vielen Jahren Inaktivität

Herausforderungen


  • Aufbau einer TrainerInnen-Arbeitsgruppe, die am Gewaltfreiheits-Programm mitarbeitet

Frauen-Arbeitsgruppe

Hauptverantwortliche (bis 2003): Casha Davis

Bei der Dreijahreskonferenz 2002 wurde ein Vorschlag der WRI Frauen-Arbeitsgruppe für ein gemeinsames Trainerinnentreffen mit dem Frauenfriedensprogramm des IFOR angenommen. Die Organisation dieses Trainings bildete den Arbeitsschwerpunkt während dieser Periode. Im Oktober 2004 wurde die Veranstaltung unter dem Titel

Die richtigen Fragen stellen: Trainings in Gewaltfreiheit und Gender, ein internationaler Frauenratschlag für Trainerinnen unter dem Dach von Women's Partnership for Peace and Justice, einem thai-geführten feministischen Trainingszentrum für Gewaltfreiheit, durchgeführt.Der Ratschlag fand in Chiang Mai in Thailand statt. Eine Ausgabe des WRI Women Newsletter, der auch auf der WRI website abrufbar ist, ist dieser Veranstaltung gewidmet[20]. Eine Nachbereitung und weiterführende Arbeit in dieser Richtung hat bisher kaum stattgefunden.

Casha Davis war bis 2003 Hauptverantwortliche der Gruppe. Sie hatte dieses Amt seit 1998 ausgeführt und vor der Dreijahreskonferenz in Dublin klargemacht, dass sie es gern abgeben würde. Seit 2003 arbeitet die Gruppe ohne eine Hauptverantwortliche. Sie sich bei jeder Ratsversammlung getroffen und fruchtbare Diskussionen geführt; in den Zeiten dazwischen fanden jedoch keine Aktivitäten statt.

Die Ratsversammlung in Seoul hat eine Sammlung von Aussagen weiblicher Kriegsdienstverweigerinnen aus verschiedenen Regionen und Situationen als gemeinsames Projekt mit RtRtK akzeptiert.

Erfolge


  • Der Trainerinnen-Ratschlag
  • Werbung für die Idee einer Sammlung von Statements weiblicher Kriegsdienstverweigerinnen
  • Gute Treffen während der Ratsversammlungen

Herausforderungen


  • Fehlen einer Hauptverantwortlichen
  • Nachbereitung und Fortführung des Trainerinnenratschlags
  • Die Zukunft der Frauen-AG sichern

Veröffentlichungen

WRI gibt eine große Bandbreite an Veröffentlichungen heraus. In den letzten vier Jahren hat es einige Fortschritte hin zu dem Ziel gegeben, diese leichter zugänglich zu machen. Die größte Veränderung war das Ende des Haushaltsgemeinschafts-Abkommens mit Peace News Ende 2004. Sie erlaubte Peace News die Reorientierung weg von einer vierteljährlichen internationalen Zeitschrift hin zu einer Monatszeitung der -vor allem britischen - Friedensbewegung. Beide Parteien hatten das Gefühl, mit der Beendigung des Abkommens ihren jeweiligen eigenen Bedürfnissen besser nachkommen zu können. Peace News und WRI arbeiten in vielen praktischen Fragen immer noch zusammen, und die WRI-Hauptamtlichen schreiben oft für Peace News.

War Resisters' International gibt momentan die folgenden regelmäßig erscheinenden Publikationen heraus:


  • Das zerbrochene Gewehr: Erscheint vier Mal jährlich in Englisch, Spanisch, Französisch und Deutsch. Die englische Version wird zusammen mit Peace News gedruckt und verteilt, zusätzlich zu weiteren Exemplaren für den WRI-internen Gebrauch (Dringende Aufrufe etc.). Die anderssprachigen Ausgaben erscheinen achtseitig in A4-Format und werden mit den Aufrufen verschickt, obwohl sie teilweise auch mit anderen Zeitschriften zusammen gedruckt/verteilt werden (Gefangene für den Frieden ist oft Teil der DFG-VK-Publikation ZivilCourage und wurde gelegentlich auch mit der WRL-Publikation Nonviolent Activist oder der UPF-Zeitschrift Union Pacifiste verteilt). Einzelne Ausgaben des Zerbrochenen Gewehrs erscheinen manchmal auch in zusätzlichen Sprachen, wie Russisch, Koreanisch oder Türkisch.
  • wri-irg.org: Die mehrsprachige WRI-Webseite, die vom langjährigen freiwilligen Webmaster Ken Simons betreut wird, ist WRI's wichtigste "Tür zur Welt".
  • Co-update: Der monatliche elektronische Rundbrief des WRI-Programms Das Recht, das Töten zu verweigern, erschien anfangs nur auf Englisch. Mit Ausgabe 21 (Juni 2006) haben wir begonnen, ihn auch auf spanisch (Informe-OC) zu verschicken. Ca. 1000 EmpfängerInnen.
  • warprofiteersnews: Zweimonatlicher elektronischer Rundbrief der weltweiten WRI-Initiative gegen Kriegsprofiteure. Erste Ausgabe erschien im Juni 2006. Dieser Rundbrief wird auf Englisch und Spanisch erscheinen.
  • Dokumentationen/Berichte: In den letzten beiden Jahren hat WRI zwei Dokumentationen veröffentlicht: eine über Kriegsdienstverweigerer in der Türkei und eine über Kriegsdienstverweigerung und Desertion in Eritrea. Beide Dokumentationen sind auf der Webseite in html und PDF-Format abrufbar (letzteres zum runterladen).

WRI hat ebenfalls eine Serie von Berichten herausgebracht - vor allem Länderberichte aus dem Programm Das Recht, das Töten zu verweigern, die für das Menschenrechtskommittee der Vereinten Nationen oder andere Menschenrechtskörperschaften verfasst wurden. Diese Berichte existieren vor allem auf Englisch; eine zunehmende Anzahl an Texten werden jedoch übersetzt, vor allem ins Spanische. Einige ad-hoc Veröffentlichungen enthalten ein Hintergrundpapier über die Europäische Verfassung, das von DFG-VK-Mitglied Tobias Pflüger verfasst wurde. Das Papier wurde in mehr als 10 Sprachen übersetzt und ist eine der bekanntesten Schriften über die EU-Verfassung.


  • Bücher: 2005 veröffentlichte WRI endlich Devi Prasas's Buch Krieg ist ein Verbrechen gegen die Menschheit. Die Geschichte von War Resister's International.

Erfolge


  • WRI erhöhte die Anzahl seiner Veröffentlichungen. Das Hauptorgan, Das zerbrochene Gewehr, erscheint jetzt mit etwa 4 Ausgaben im Jahr regelmäßiger.
  • Das zerbrochene Gewehr hat sich von einem internen Blatt zu WRI´s Fenster zur Öffentlichkeit gewandelt und besitzt jetzt einen mehr programmbezogenen Inhalt sowie ein besseres Layout.
  • Mit dem co-update e-newsletter hat WRI eine neue, programmbezogene email-Publikation geschaffen, die als Modell für weitere, ähnliche Newsletter dienen wird (z.B. über Kriegsdienstprofiteure).
  • Die WRI Webseite ist einfacher zugänglich gemacht worden. Das eigene Wiki-System ermöglicht es, darauf selbst Informationen zu veröffentlichen. Zudem gibt es mehr Übersetzungen als zuvor.
  • Die Veröffentlichung von Devi Prasad's Buch ist ein großer Erfolg und ist das seit langer Zeit größte neue Buch von WRI.
  • Tobias Pflüger's Text über die Militarisierung der EU ist ein Beispiel für den Wert von Übersetzungen in viele Sprachen.

Herausforderungen


  • Die Übersetzung von WRI-Publikationen in die verschiedenen WRI-Sprachen (und darüber hinaus) stellt ein großes Problem für das WRI-Büro dar
  • Die Verteilung von Veröffentlichungen ist nicht immer leicht und sollte verbessert werden. Das gilt besonders für Das zerbrochene Gewehr in anderen Sprachen als Englisch.
  • Es gibt einen Bedarf an mehr ad-hoc-Veröffentlichungen zu aktuellen Konflikten, um einen leichten Zugang zu Hintergrundinformationen und damit zu einem besseren Verständnis zu ermöglichen.
  • Die Finanzierung der gedruckten WRI-Publikationen ist ein großes Problem. Das betrifft auch Das Zerbrochene Gewehr.

Wer war Wer bei WRI 2002-2006

WRI Vorsitz: Joanne Sheehan

Schatzmeister: Bart Horeman (2002- Frühjahr 2005)

Vorstand: Ellen Elster, Siva Ramamoorthy (2002-2003), Oscar Huenchunao (2004- 2006), Majken Sørensen (2004-2006)

Rat: Ellen Elster, Norwegen; Emanuel Matondo D, Angola/ Deutschland; Hilal Demir, Türkei; Howard Clark, England/Spanien; Jørgen Johansen, Norwegen/Schweden; Marija Kirjakovska, Mazedonien; Oscar Huenchunao, Chile; Sergeiy Sandler, Israel; Siva Ramamoorthy, Sri Lanka/Irland; Sian Jones, England; Vesna Terselic, Kroatien.

Plus ein/e Vertreter/in jeder WRI-Sektion.

Staff: Daniel Garay (-Herbst 2003), Lyn Bliss (2003-2005), Yvonne Kassim (2005-), Roberta Bacic (- Ende 2004), Javier Garate (2005-), Andreas Speck, Kai-Uwe Dosch (Triennial staff, 2005-2006)

AG-Hauptverantwortliche:


  • Afrika: Jan Van Criekinge, Matt Meyer;
  • Kolumbien: Howard Clark;
  • Gewaltfreiheit-Traing: Dorie Wilsnack
  • Frauen: Casha Davis (-2003)

Vereinte Nationen-VertreterInnen:

Genf: Michel Monod (-2004); Bart Horeman (-2005)

New York: John Miller, Joanne Sheehan

Praktika: Silke Makowski (2002), Milana Müller (2002), Bernd Sahler (2002), Alberto Estefania (2002-2003), Katarina Putnik (2003), Yongwook Yeong (2003), Ima Katarina Segunda Drolshagen (2004), Pedro J Ballesteros (2004), Kat Barton (QPSW peaceworker 2004- 2005), Sung Hye Jee (Haran) (2004/05).

Freiwillige Übersetzungen: Tikiri, Philippe Wannason, Alberto Estefania, Matias Mulet, Oscar Huenchunao, Javier Garate, Stephane Henault, Yolanda Bascon, Gerd Büntzly, Inge Dreger, Ima Katarina Segunda Drolshagen, Pedro J Ballesteros, Silke Makowski und viele andere

Webmaster: Ken Simons

IT support: Daniel Sewe, Anselm Heaton

Archiv: Martyn Lowe

...und viele andere beim Packen, Eintüten und gelegentlicher Hilfe, wenn sie das WRI-Büro und die MitarbeiterInnen brauchten.

Anmerkungen

[1] http://wri-irg.org/co/co-isr-03.htm

[2] http://wri-irg.org/news/2004/israel0204-en.htm

[3] http://wri-irg.org/news/2003/seoul.htm

[4] http://wri-irg.org/pubs/upd-0409.htm

[5] http://www.peacenews.info/issues/2450/24509.html

[6] http://wri-irg.org/news/2003/un0309ru.html

[7] http://www.peacenews.info/issues/2460/2460071.html

[8] http://wri-irg.org/news/2005/turkey05-de.htm

[9] http://wri-irg.org/statemnt/tarhan05council-en.htm

[10] siehe z. B.: http://wri-irg.org/co/refusal-context.htm

[11] http://wri-irg.org/pubs/co-update.htm

[12] das zerbrochene Gewehr, Nr. 65, Februar 2005, http://wri-irg.org/pubs/br65-en.htm

[13] http://wri-irg.org/pubs/br67-de.htm

[14] http://wri-irg.org/news/2004/batticaloa.htm

[15] http://wri-irg.org/dealpast.htm

[16] http://wri-irg.org/news/network/

[17] http://wri-irg.org/news/2004/ohrid-en.htm

[18] http://wri-irg.org/books/seoul-reader.htm und http://wri-irg.org/news/2005/reportseminar-en.htm

[19] http://wri-irg.org/news/2005/eritrea-en.htm

[20] http://wri-irg.org/pubs/ww-200501.htm

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