War Resisters' International betrauert mit der Welt den Tod von Nelson Mandela

War Resisters' International betrauert mit der Welt den Tod von Nelson Mandela – ein Staatsman und ein Aktivist, ein Rechtsanwalt und ein politischer Gefangener, ein Befürworter direkter Aktionen und von Versöhnung. Das Leben Mandelas symbolisiert wie wenige andere zuvor den langen Weg zu Freiheit, Frieden und Gerechtigkeit, der trotzdem zum Ziel führen kann (zumindest teilweise) durch entschlossenen Einsatz und Anstrengungen. Er lebte seine Überzeugungen, verbrachte 27 Jahre hinter Gittern, ohne von seinen Kernüberzeugungen abzuweichen, jedoch immer noch bereit, nach seiner Freilassung eine wesentliche Rolle zu spielen, um durch Kompromisse und Verhandlungen einen Übergang weg von der formellen Apartheid sicherzustellen. Dass dieser Übergang, der die Herrschaft der weißen Minderheit beendete, mit geringem Blutvergießen stattfand, ist einer der großen Siege der heutigen Zeit; ein Sieg, zu dem Mandela durch seine Vorbildfunktion beitrug.

Der Kampf gegen die Apartheid war auch ein Kennzeichen erfolgreicher internationaler Solidarität; War Resisters' International ist stolz darauf, dabei eine Rolle gespielt zu haben. Von Anfang der 1950er Jahre gegründeten organisatorischen Allianzen über Förderung von Boykott- und Aufklärungskampagnen bis hin zu unserer Koordination der Unterstützungsarbeit für die "End Conscription Campaign" (Kampagne Schluß mit Wehrpflicht), verstand die WRI, dass die Befreiung Südafrikas mit unserer eigenen zusammenhing. Im Juli nächsten Jahres werden wir in Kapstadt zusammen mit den panafrikanischen Gewaltfreiheitsaktivisten und Friedensarbeitern eine internationale Konferenz “Small Actions, Big Movements: the Continuum of Nonviolence” (Kleine Aktionen, große Bewegung: das Kontinuum der Gewaltfreiheit) veranstalten. Wir werden nach Südafrika kommen, um von den Erfahrungen derjenigen zu lernen, die mit Mandela gearbeitet haben und mit ihm gegangen sind, und von denjenigen auf der ganzen Welt, die immer noch für Menschenrechte, wirtschaftliche Gleichheit und soziale Gerechtigkeit kämpfen.

WRI-Vorstand

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