Wir möchten helfen, dies möglich zu machen

Liebe Freunde,

die Kraft der Menschen in Südafrika – gewaltfreie direkte Aktionen in großer Zahl – trug zum Ende der Geißel Apartheid und des grausamen politisch genehmigten Rassismus bei.

Heute, 20 Jahre nach unseren ersten demokratischen Wahlen, sieht sich Südafrika immer noch vielen Problemen gegenüber, einschließlich Gewalt auf der Straße, Kleinwaffen, Fremdenfeindlichkeit, wirtschaftliche Ungerechtigkeit, und die Opposition gegen diese Misstände wächst, wobei die zivile Gesellschaft wieder kreative, unbewaffnete Methoden nutzt. Auf dem ganzen Kontinent sehen wir zunehmenden Militarismus, der zu oft durch mächtige Poliker unterstützt wird, und die diesjährigen Wahlen in Südafrika lassen vermuten, dass Menschen den üblichen Vorgang leid sind.

In diesem Zusammenhang begrüßen wir War Resisters' International in Cape Town zur allerersten Internationalen Konferenz der WRI in Afrika. Wir möchten helfen, dies möglich zu machen.

Eine afrikanische Konferenz

Nur ein paar Stunden nach seiner Freilassung von Robben Island hielt Nelson Mandela am 11. Februar 1990 vom Balkon des Rathauses in Kapstadt seine erste öffentliche Rede nach Verlassen des Gefängnisses.

Im Juli diesen Jahres wird die gleiche Veranstaltung mehr als 200 gewaltfreie Graswurzelaktivisten aus Asien, Lateinamerika, Ozeanien und dem Pazifik, Nordamerika und Europe – und speziell aus Afrika – zusammenführen.

Wir alle werden lernen und lehren.

Unser Thema – Kontinuum der Gewaltfreiheit – gesteht ein, dass alle Arten von Gewalt zusammenhängen, von der Gewalt in intimen Partnerschaften, über Gewalt in den Städten und transphobische Attacken in den Schulen, politische Unterdrückung armer Gemeinden, Abbau von Bodenschätzen auf dem Land der Ureinwohner, wirtschaftliche Ausbeutung durch Firmen bis hin zu Krieg. Der Ausdruck "Kontinuum der Gewalt" zur Beschreibung dieses Spektrums stammt aus dem Feminismus. Friedens- und Befreiungsbewegungen greifen dieses Kontinuum auf viele unterschiedliche Arten an; Gewaltfreiheit bedeutet, gegen Gewalt anzugehen, wo immer sie auftaucht, und eine gewaltfreie Welt im Rahmen der alten zu schaffen. Widerstand gegen das Gewaltspektrum und Aufbau weiterer Gewaltfreiheitsspektren sind die Themen unserer Konferenz.

Bei Embrace Dignity arbeiten wir an Gleichstellung der Geschlechter und besonders daran, Prostitution und Sexhandel zu beenden: das ist ein Teil des Gewaltspektrums. Wir bringen diese Erfahrung in die Planung des "Small Actions, Big Movement"-Programms ein zusammen mit der WRI und anderen südafrikanischen Partnern.

Eine zum ersten Mal in Afrika ausgerichtete Internationale WRI-Konferenz bietet enorme Gelegenheiten, die afrikanischen Perspektiven und Erfahrungen mitzuteilen und kennenzulernen – und das WRI-Netzwerk in dem Rest der Welt zu beeinflussen und zu inspirieren.

Dies wird besonders durch das Mitwirken des panafrikanischen Gewaltfreiheits- und Friedensschaffungs-Netzwerk (gebildet 2012) geschehen, das ich einberufe. Das Netzwerk wurde 2012 während eines zusammen mit WRI durchgeführten Gewaltfreiheitstrainings in Johannesburg gegründet. Es wird sich vor und nach der Konferenz in Treffen versammeln, um unsere gemeinsame Arbeit zu verstärken und sicherzustellen, dass wir uns auf eine nachhaltige und andauernde Art entwickeln und vielfältig zu der Konferenz beitragen.

Und hier kommen Sie ins Spiel.

Wenn Sie nicht zu der Konferenz kommen können, dann spenden Sie bitte an die WRI, damit diese die Konferenz finanzieren können und die damit zusammenhängenden Treffen des panafrikanischen Gewaltfreiheits- und Friedensschaffungsnetzwerkes möglich machen: Ihre Unterstützung könnte afrikanischen Aktivisten die Teilnahme ermöglichen; Dolmetscher bezahlen, damit Leute mit unterschiedlichen Muttersprachen dieser Konferenz voll folgen können; und alle die anderen Dinge abdecken – wie Essen und Fotokopien – ohne die keine Konferenz stattfinden kann.

Für uns in dem panafrikanischen Gewaltfreiheits- und Friedensschaffungs-Netzwerk ist Juli eine ausschlaggebende Zeit, in der die afrikanischen sozialen Graswurzelbewegungen zusammenkommen werden, im Kampf gegen Gewalt und Krieg, und dann gestärkt und bereit für zukünftige Herausforderungen wieder weggehen.

Ihre Hilfe ist sehr willkommen.

Mit freundlichen Grüßen

Nozizwe Madlala-Routledge

Co-convener, African Nonviolence and Peacebuilding Network

Executive Director of Embrace Dignity

P.S. Bitte schicken Sie Ihre Spende heute, damit wir sehen können, dass wir genug Gelder haben werden, um diese wichtige Konferenz in Südafrika durchzuführen.

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