Yesh Gvul: Einen Refusenik (Verweigerer) adoptieren

Yesh Gvul hat mit den Jahren herausgefunden, dass ein wirksamer Weg zur Unterstützung von Verweigerern im Gefängnis darin besteht, sie von Unterstützungsgruppen außerhalb Israels adoptieren zu lassen.

Wenn ein Verweigerer ins Gefängnis kommt, werden Unterstützergruppen alarmiert, die eine breite Palette von Aktivitäten entfalten. Email, Briefe und Telefonanrufe gehen hinaus an die Familie des Verweigerers und ins Gefängnis; die Adoptionsgruppe übt politischen Druck aus mit Protesten bei der nächsten diplomatischen Mission Israels, während sie umfassende Aktionen innerhalb ihrer eigenen Gemeinschaf durchführt. Die Adoptionsgruppe bietet auch materielle Hilfe an und kümmert sich um Geld, um den Personen zu helfen, die vom Verweigerer abhängen.

Praktische Schritte

Moralische Unterstützung

Sobald die Gruppe ihren Willen erklärt, einen Gefangenen zu adoptieren, erhält sie eine vollständige Anleitung einschließlich personenbezogener Informationen - Alter, Beruf, Stand (und hoffentlich ein Bild), Telefonnummern und Adressen, Einzelheiten von Familienmitgliedern, die nach Kontakten fragen, sowie Empfehlungen vom Anwalt des Verweigerers in Israel, auf welche Weise Unterstützung geboten werden kann.

Politische Aktion

Proteste zur Unterstützung des Gefangenen und Anrufe bei der nächsten Vertretung Israels mit der Bitte um seine Entlassung , verbunden mit Druck auf örtliche Medien/ Politiker etc. mit der Absicht, Druck auf IDF und die Regierung Israels auszuüben.

Solche Anrufe sind von enormer Hilfe in einer Zeit großer Beanspruchung.

Finanzielle Unterstützung

Reservisten, die zum aktiven Dienst einberufen werden, erhalten einen Ersatz für ihr Zivilgehalt in Form der Israelischen Nationalversicherung. Unnötig zu sagen, Verweigerer im Gefängnis erhalten diese Hilfe nicht. Keren Yesh Gvul (Yesh Gvul-Stiftung) versorgt Verweigerer, die um finanzielle Hilfe bitten, mit annähernd $ 750 für einen Monat im Gefängnis.

Gruppen können helfen, indem sie dieses Geld aufbringen und einen Scheck für "Keren Yesh Gvul" ausstellen, zu senden an: PO Box 6953, Jerusalem 91068, ISRAEL.

Ometz Le'sarev ("Courage to Refuse")

Eine Gruppe von Reservisten, Offizieren und Soldaten, deren erste Verweigerungserklärung im Januar 2002 eine weit verbreitete Kontroverse in ganz Israel erzeugte und die Friedensbewegung mit neuer Energie erfüllte.

http://www.seruv.org/defaulteng.asp

Yesh Gvul

Die älteste und sehr aktive Organisation, die Reservisten unterstützt, die sich weigern, in den besetzten Gebieten zu dienen (bekannt als "selektive Verweigerung")

Yesh Gvul, PO Box 6953, Jerusalem 91068, Israel Telephone: +972-2-6250271 info@yesh-gvul.org http://www.yesh-gvul.org

Shministim ("GymnasialabsolventInnen")

Zunächst waren es 62, jetzt umfaßt Shministim 300 GymnasialabsolventInnen, die angekündigt haben, daß sie "sich weigern, Soldaten für die Besatzung zu sein." Shministim movement PO Box 70094, Haifa 31700 Israel shministim@hotmail.com http://www.shministim.org

New Profile

Eine feministische Bewegung, die daran arbeitet, die israelische Gesellschaft zu entmilitarisieren. Sie bietet Informationen und verschiedene Formen der Unterstützung für VerweigererInnen jeder Art an und für jeden, der nicht in der israelischen Armee dienen will.

New Profile, P.O. Box 48005, Tel Aviv 61480, Israel +972-3-5160119 newprofile@speedy.co.il http://www.newprofile.org/ english

Drusisches Initiativkomitee

Es unterstützt drusische KDVer Druze Initiative Committee for Conscientious Objection PO Box 8, Shfar'am 20200, Israel

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