Dealing with the Past online photo exhibit

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Chile: Menschen, Demonstrationen, symbolische Gedenkveranstaltungen und Gedenkstätten für die Vermißten
(Fotos aus dem persönlichen Archiv von Roberta Bacic, zusammengetragen während der letzten 12 Jahre)

Menschen

(Alle aus der 9. und 10. Region)

1. Jovita Ruiz Huichacán, eine Bauersfrau aus dem Süden. Sie ist die Schwester des verhafteten/verschwundenen Luis Aros Huichacán. Aufgenommen vor ihrem sehr bescheidenen Heim.

2. Jovita Ruiz, ihre Kinder und ihr Enkelsohn vor ihrem Bauernhaus in in Entre Lagos.

3. Blanca Valderas, Ex-Bürgermeisterin von Entre Lagos zur Zeit des Putsches. Arbeiterin und Frau des verhafteten/verschwundenen Joel Fierro, Überlebende eines Erschießungskommandos, bei dem ihr Ehemann und drei weitere Männer starben Aufgenommen in ihrem jetzigen Zuhause in Temuco.

4. Isabel Lobos, Ehefrau des verhafteten/verschwundenen Mario Sandoval, mit ihrer Adoptivtochter Viviana Matamala in ihrem Bauernhaus in Río Negro.

5. Isabel Lobos vor einem blühenden Strauch in ihrem Gemüsegarten.

6. Lastenia Licandeo, überlebende Zeugin der Verhaftung, Einkerkerung und Erschießung von vier Bewohnern des Ortes Entre Lagos (unter ihnen der Bürgermeister) in ihrem bescheidenen Zuhause.

7. Elvecia Bassay und ihr Ehemann, Eltern der verhafteten/verschwundenen Geschwister Guido und Ricardo Barría Bassay, in ihrem derzeitigen Zuhause in Osorno.

8. Elvecia Bassay in ihrem Zuhause.

9. Gloria Olivares, verschwägert mit José Panguinamún Ailef, Bauerngewerkschaftler. Er wurde verhaftet und verschwand irgendwo in der Nähe von Osorno.

10. Sara Igor Sporman in ihrem Zuhause. Sie arbeitet als Schneiderin. Sie ist die Schwester von Jorge Igor, einem Studenten, der ein paar Monate nach seinem Verschwinden im Pilmaiquén-Fluß gefunden wurde.

11. Sabina Igor Sporman, Bibliothekarin im regionalen Krankenhaus der Stadt Osorno. Sie ist auch eine Schwester von Jorge Igor.

12. Ein Bauer der Region Lautaro, der vor der Wahrheits- und Aussöhnungs-Kommission seine Aussage macht, als diese in seiner Region die Fälle der Verschwundenen untersuchte. Er signiert mit seinem Fingerabdruck.

Demonstrationen

13. Demonstration der Antifolterbewegung / Sebastián Acevedo in Santiago de Chile mit Transparenten mit der Inschrift NEIN zur Folter.

14. Demonstration der Antifolterbewegung / Sebastián Acevedo, mit einem Banner bezüglich der Geheimpolizei (CNI). Diese Demonstration fand vor einem der Folterzentren in Santiago statt.

15. Demonstration des Komitees gegen Straffreiheit im O'Higgins-Park, Santiago de Chile. Die Demonstranten tragen ein Transparent mit der Aufschrift Komitee gegen Straffreiheit.

16. Angehörige der Gruppe Verhaftete/Verschwundene von Temuco demonstrieren vor dem örtlichen Friedhof am 1. November 1996. Sie halten Poster mit den Fotos der Opfer in die Höhe.

17. Am 1. November demonstrieren vier schwarzgekleidete Frauen mit roten Nelken in den Händen schweigend vor dem Begräbnisplatz von Mitgliedern des chilenischen Militärs. Diese Frauen fragen symbolish die dort begrabenen Armeemitglieder nach den Namen der Vermißten, die diese mit ins Grab genommen haben.

Gedenkstätten

18. Angehörige von verhafteten/verschwundenen und hingerichteten Menschen nehmen an der Einweihungszeremonie des Gedenksteins für ihre Verschwundenen teil. Diese Zeremonie fand trotz heftigen Regens in der Stadt Chillán statt.

19. Nach Beendigung der Zeremonie erweist ein Angehöriger an dem Gedenkstein diesen Opfer die Ehre. Als Zeichen seines Respekts hat er seinen Hut abgenommen.

20. Einweihungszeremonie eines geschnitzten Holzkreuzes zu Ehren der Landarbeiter, die in Liquiñe hingerichtet wurden. Es war an einem regnerischen Frühlingstag in einem ländlichen Gebiet hoch in den Bergen.

21. Ein rustikaler Stein als Gedenkstein für die 17 Holzarbeiter, die im Oktober 1973 in Chihuio hingerichtet wurden.

22. Ein Sänger aus der Region singt bei der Enthüllung einer Skulptur des chilenischen Künstlers, Roberto Arroyo, in Valdivia. Die Skulptur stellt eine Hand dar an einer Bushaltestelle in einem Armenviertel der Stadt, hinter der sich das Haus eines politischen Aktivisten befindet, der von der Polizei in seinem Zuhause erschossen wurde.

23. Graffiti in weißer Farbe auf einem Baumstumpf in der Nähe des Grabs von Víctor Jara, dem populären Sänger, der hingerichtet wurde. Er ist auf dem Hauptfriedhof beerdigt.

24. Gedenkstätte für die verhafteten/verschwunden und hingerichteten Menschen auf dem Hauptfriedhof von Santiago.

25. Gedenkstätte für die verhafteten/verschwundenen und hingerichteten Menschen im ""Friedenspark"". Während der Militärdiktatur war hier ein Folterzentrum in Santiago, das als ""Villa Grimaldi"" bekannt war.

26. Erinnerungstafel mit der Inschrift ""Zelle der Frauen"" genau an der Stelle, wo Frauen in der berüchtigten Villa Grimaldi gefoltert wurden. Diese Tafel wurde aus bunten Mosaiksteinen im Stile Gaudis hergestellt, aus Keramik- und Fliesenteilen, die nach dem von der Armee vor Übergabe des Platzes absichtlich gelegten Brand gefunden wurden.

27. Übersicht über den ""Friedenspark"", der anstelle des früheren Folterzentrum steht. Er liegt zu Füßen der Anden in der Gegend von Peñalolén in Santiago de Chile. Das Bild wurde im März 2001 während der Rosenblüte aufgenommen.

Pilmaiquén Gedenkstätte

28. Allgemeine Ansicht der jetzigen Pilmaiquén-Brücke, die nach Osorno führt. Auf der nahegelegenen alten Hängebrücke wurden 4 Arbeiter hingerichtet. Andere wurden ins Wasser geworfen: ein paar davon wurden gefunden, andere werden immer noch vermißt.

29. Gedenkstätte, die 1992 von den Angehörigender verschwundenen und hingerichteten Menschen und politischen Aktivisten der Provinz Osorno an der Brücke errichtet wurde. Die Gedenkstätte liegt auf einem Feld neben der Straße.

30. Nahaufnahme der Pilmaiquén-Gedenkstätte.Close up of the Pilmaiquén memorial.

31. Ausschnitt einer der bunten Graffititafeln, die von den Angehörigen der Verschwundenen gemalt wurde, mit der Aufschrift: FÜR GERECHTIGKEIT. Es entstand 1992 und wurde mehrere Male erneuert. Sie wird abgerissen werden, sobald die neue Schnellstraße zwischen Valdivia und Osorno gebaut ist.

Begräbnis von Einheimischen (Indianern)

32. Die Gebeine von zwei indianischen Bauern verlassen das Gericht von Lautaro in einem Leichenwagen, nachdem sie durch forensische Anthropologen identifiziert wurden. Zwei Gräber mit NN (für namenlose Leute) auf dem Friedhof in Lautaro beinhalteten die Leichen zweier Landarbeiter, die im Oktober 1973 von der Polizei verhaftet wurden.

33. Totenwache für José Beltrán, einen der Verschwundenen, in seinem bescheidenen Haus in einem Indianerdorf in der Nähe von Lautaro. Der Sarg wurde vor dem Haus aufgestellt, und Angehörige und Freunde versammelten sich um ihn.

34. Ein Ochsenkarren bringt den Sarg von José auf einem Feldweg von seinem Zuhause zu dem Indianer-Friedhof. Auf diesem Teil der Reise wird er nur von den Angehörigen begleitet.

35. Regierungsbeamte und Mitglieder von Nichtregierungsorganisationen schließen sich den Angehörigen und Freunden von José an bei dem langsamen Gang zu dem Platz, wo seine Gebeine für immer ihre Ruhe finden werden.

36. Die engsten Angehörigen von José lassen seinen Sarg ins Grab hinab.

37. Ein Kreuz mit dem Namen von José Beltán sowie eine Krone aus Plastikblumen, welche nach dem Auffüllen mit Erde auf das Grab gelegt wurden.

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