War Resisters' International Bericht des Büros und der Exekutive August 2014 – September 2015

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Verfasst vom WRI Exekutivkomitee und Mitarbeitern

Seit der historischen Konferenz in Kapstadt im Sommer 2014 haben Büro und Netzwerk der WRI ihre wichtige Arbeit rund um die Welt fortgesetzt: durch die Unterstützung von Kriegsdienstverweigerern, Aktionen gegen Militärstützpunkte und Waffenproduktion, gegen Rekrutierung zum Militär, Widerstand gegen die Militarisierung der Polizei, durch Verbreitung der Botschaft vom gewaltfreien Widerstand und Schaffung von Netzwerken zur gegenseitigen Unterstützung und gemeinsamen Stärkung.

Während des vergangenen Jahres gab es eine Reihe neuer Dinge im WRI-Büro und der Organisation. Bei der letzten Versammlung wurde ein neuer Rat, Exekutive und Vorsitz gewählt, diese haben die Arbeit von den vorherigen übernommen. Das Programm ‚Widerstand gegen die Militarisierung der Jugend‘, ein Arbeitsgebiet, das bisher Teil des Programms ‚Das Recht, sich dem Töten zu verweigern‘ war, ist selbstständig geworden und wird von Semih Sapmaz zwei Tage pro Woche betreut. Abhängig davon, wie erfolgreich die finanzielle Unterstützung sein wird, werden wir zusehen, ob dieses Programm sich noch mehr zu einem Programm mit einer vollen Stelle entwickeln kann. Beim Programm ‚Gewaltfreiheit' hat Javier Gárate das WRI-Büro (aber nicht die Organisation) verlassen, und Andrew Dey, der vorher mit der WRI am Handbuch für gewaltfreie Kampagnen zusammen gearbeitet hat, hat es übernommen. Unter den Veröffentlichungen von WRI wurde im Februar eine zweite Auflage des Handbuches für gewaltfreie Kampagnen herausgegeben, und ein Buch für KDV-Bewegungen wird gerade vorbereitet, zusammengestellt von Elisa Haf, die im vergangenen Jahr von der Quaker-Gruppe ‚Peace und Social Witness‘ aus Friedensarbeiterin im WRI-Büro war.

In diesem Bericht werdet ihr einen detaillierteren Bericht über die Programmaktivitäten der WRI während des letzten Jahres finden. Der Bericht enthält auch Informationen über die Arbeit der WRI in verschiedenen Regionen der Welt, die internen Strukturen der WRI, ihre Veröffentlichungen, Erklärungen und Pressemitteilungen, ihre finanzielle Situation und einen Ausblick auf das kommende Jahr

Die Arbeit für Frieden und Gerechtigkeit in dieser gewalttätigen Welt ist eine schwere Aufgabe, sie wird in vielen verschiedenen Weisen geleistet. Auch wenn das nicht immer eine leichte Aufgabe ist, werden wir stärker und weiser, wenn wir uns verbinden und voneinander lernen. Die Welt kennt viel zu viele Kriege und militarisierte Konflikte, aber wo es Unterdrückung gibt, gibt es immer auch Widerstand. Eine fortdauernde Herausforderung für die Arbeit der WRI liegt darin, Wege zu finden, sich noch enger mit verschiedenen Kämpfen im Widerstand gegen Kriege und Militarismus in der ganzen Welt zu verbinden.

Contents

Programm Gewaltfreiheit

Wechsel bei den Mitarbeitern

Der größte Wechsel beim Gewaltfreiheits-Programm der WRI 2015 war der Übergang von Javier Gárate, der zehn Jahre lang bei der WRI arbeitete, zu Andrew Dey. Andrew arbeitet vier Tage pro Woche am Gewaltfreiheits-Programm.

Programmaktivitäten

Training in Gewaltfreiheit

Beim Ratstreffen der WRI in Kapstadt 2014 wurde vorgeschlagen, dass das Programm mit AktivistInnen in der eritreischen Diasporagemeinschaft arbeitet und ein Trainingsprogramm entwickelt, um die Arbeit von Arbi Harnet (Freiheitsfreitag) zu verbessern. Vorbereitungen und Spendensammlung für diese Arbeit laufen weiter, und wir haben eine kleine Gruppe von Organisierenden von der WRI und von Arbi Harnet (einem Zusammenschluss von Aktivisten aus der eritreischen Diaspora) zusammen gebracht sowie zwei Trainer benannt, die das Training leiten sollen. Das Training wird im Frühjahr 2016 in den USA stattfinden.

Das lateinamerikanische Netzwerk der WRI plant, im September 2015 in Mexiko-Stadt ein Training in Gewaltfreiheit abzuhalten, das spezifisch auf Angst und Aktivitäten in herausfordernden Umgebungen zugeschnitten ist. Das wird zusammenfallen mit dem ersten Jahrestag des Verschwindens von 43 Studenten in Mexiko. Das Training wird auf Spanisch sein und von Menschen aus ganz Latinamerika besucht werden. Das Training hat geholfen, Verbindungen zu neuen Einzelpersonen und Gruppen in der Region aufzubauen.

Quellen

Wir haben die zweite Ausgabe des Handbuchs für Gewaltfreie Kampagnen im Juli 2014 auf der internationalen Konferenz ’Kleine Aktionen, große Bewegungen’ vorgestellt, und seitdem haben wir über 1000 Exemplare des Buches verkauft. Mehr als 30 Personen aus allen Teilen des WRI-Netzwerks haben Beiträge zum Buch geleistet.

Über eine Internetkampagne haben wir das Geld für die Finanzierung der Übersetzung der zweiten Auflage ins Spanische aufgebracht, und die Arbeit am Layout und Design ist beinahe fertig – wir hoffen, dass die zweite Auflage Anfang September auf Spanisch erhältlich sein wird. Freiwillige arbeiten an weiteren Übersetzungen, ins Französische, Deutsche, Tigrinya (die Sprache Eritreas), Rumänisch und Türkisch. Bei der Konferenz ’Kleine Aktionen, große Bewegungen’ waren wir auch glücklich, die gedruckte Übersetzung der ersten Auflage ins Koreanische zu sehen. Die erste Auflage ist in diesem Jahr auch ins Slowakische übersetzt worden und auf der WRI-Website kostenlos erhältlich: /node/24136

Das Komitee für das Gewaltfreiheits-Programm hat Ideen für eine neue Quelle zur Gewaltfreiheit diskutiert, mit einem spezifischen Schwerpunkt auf ‚konstruktives Programm‘, Ghandis Begriff für den ‚Aufbau einer neuen Welt in der Schale der alten‘. Ein konkreter Plan entsteht, und wir hoffen, eine Quelle zu entwickeln, die die Wege erforscht, auf denen Militarismus, Patriarchat, Rassismus und andere Formen sozialer Ungerechtigkeit begegnet werden kann durch den Aufbau neuer Strukturen und Institutionen, und wie Projekte, die unsere primären täglichen Bedürfnisse erfüllen, auch als Widerstandshandlungen angesehen werden können. Wir sind der Meinung, dass diese Arbeit über konstruktive Programme auch in einen spezifischen Teil unserer Trainingsarbeit einfließen könnte.

Kriegsprofiteure

Ein Schlüsselelement der Arbeit der WRI gegen die Kriegsprofiteure waren die Vorbereitungen für das internationale Seminar ‚Stopp der Kriegswirtschaft‘, das im Oktober 2015 stattfinden soll. Das Seminar wird AktivistInnen aus der ganzen Welt zusammenbringen, damit sie von einander Taktiken und Strategien lernen, und wird in ein gewaltfreies Training und eine direkte Aktion gegen die Waffenmesse ADEX münden. Die Vorbereitungen für das Seminar haben uns geholfen, Verbindungen zu neuen Gruppen und Einzelpersonen zu knüpfen sowie unsere Analyse der Geschäfte mit dem Krieg zu verbessern. Das Seminar wird sich speziell mit den Arten beschäftigen, die AktivistInnen und Bewegungen herausfordern, wenn sie gegen die Kriegsprofiteure Widerstand leisten.

Im März 2015 wurde ein neues Komitee eingerichtet, um die Arbeit der im Gewaltfreiheitsprogramm Tätigen in Bezug auf Kriegsprofiteure zu unterstützen. Das Komitee kommuniziert etwa alle sechs Wochen per Telefonkonferenz, um die laufende Arbeit und neue Projektideen zu diskutieren, und besteht aus Mitgliedern der WRI von Indien, Südafrika, Venezuela, den Niederlanden, dem Vereinigten Königreich und Südkorea.

War profiteers news‘ ist unser zweimonatlich erscheinender Rundbrief zu Kriegsprofiteuren und die Aktionen gegen sie. Er ist weiterhin eine Quelle von Neuigkeiten für AntimiliaristInnen, die Aktionen gegen Kriegsprofiteure unternehmen, und eine nützliche Art der Kontaktaufnahme mit neuen Gruppen und Veröffentlichungen. Der Rundbrief bringt oft den ‚Kriegsgewinnler des Monats‘ und eine ‚Kampagne des Monats‘.

Spendenaufkommen

Unter den Mitgliedern des Finanzierungskomitees gibt es in diesem Jahr eine besondere Tendenz, die finanzielle Nachhaltigkeit des Gewaltfreiheits-Programms sicher zu stellen, und die MitarbeiterInnen haben schon ein beträchtliches Maß an Zeit dafür aufgewendet, mögliche SpenderInnen zu suchen und zu kontaktieren sowie Projektvorschläge zu entwerfen, mit denen SpenderInnen angezogen werden können. Spenden zu sammeln ist jetzt ein regelmäßiger Teil der Diskussionen mit Mitgliedern des Gewaltfreiheits-Komitees. Spendensammeln für spezielle Projekte – wie das Arbi Harnet-Training oder die Übersetzung des Handbuches für gewaltfreie Kampagnen – war erfolgreich, aber wir müssen sicherstellen, dass das Herzstück des Programms ebenfalls finanziell unterstützt wird.

Evaluierung

Ergebnisse

  • Wir waren sehr erfreut über die Aufnahme der zweiten Auflage des Handbuches für Gewaltfreie Kampagnen und die schnelle Arbeit an den Übersetzungen dieses Buches.

Herausforderungen

  • Die Finanzierung des Gewaltfreiheits-Programms wird weiterhin eine Priorität darstellen und stellt in den kommenden Monaten eine beträchtliche Herausforderung für das Programm dar.

Programm ‚Das Recht, sich dem Töten zu verweigern‘ (RRTK)

Aktivitäten des Programms

Kriegsdienstverweigerung: Ein praktischer Ratgeber für Bewegungen

In diesem Jahr war die WRI sehr glücklich, (als Teilzeitkraft) eine Friedensarbeiterin von der Organisation der Quäker „Peace and Social Witness“ zu Gast zu haben, Elisa Haf (s. den Abschnitt über die MitarbeiterInnen). Elisa hat daran gearbeitet, ein neues Buch herauszugeben, das den Titel haben wird: Conscientious Objection: A Practical Companion for Movements. Es ist inspiriert von unserem Handbuch für Gewaltfreie Kampagnen, das von AktivistInnen für AktivistInnen entworfen wurde, es teilt Erfahrungen, Stategien und Inspiration mit für den Gebrauch von Kriegsdienstverweigerung als eine gewaltfreie Strategie gegen Militarismus. Es ist kein akademischer Text, sondern soll KDV-Bewegungen in ihren Kampagnen helfen. Über 30 Autoren aus Lateinamerika, Europa, Nordamerika und dem Nahen Osten haben Beiträge geliefert.

Es wird ab September auf Englisch verkäuflich sein und bald nachher in anderen Sprachen. Es wird online auch frei erhältlich sein. Wir suchen übers Internet Spenden, um die Kosten der Veröffentlichung zu decken, mit der Wahlmöglichkeit, ein Buch zu kaufen und es, statt zu behalten, an eine KDV-Bewegung zu schicken.

Wir hatten bereits einige Angebote für die Übersetzung des Buches, und wenn Sie daran interessiert sind, die Übersetzung dieser Quelle in Ihre eigene Sprache vorzunehmen, schreiben Sie an hannah@wri-irg.org.

Arbeit mit Bewegungen aus bestimmten Ländern

Ruanda

Eine Anzahl von AktivistInnen aus Ruanda war 2014 bei der internationalen Konferenz der WRI in Kapstadt zugegen, ein neues Stück Arbeit für das Programm RRTK wurde vorgeschlagen. Von Dezember 2014 an hat ein Aktivist aus Ruanda ehemalige Kämpfer aus Ruanda in der Diaspora befragt. Diese Interviews wurden gemeinsam von der WRI und Connection e.V. (einer deutschen Organisation, die mit KDVern arbeitet) bezahlt, sie werden die Grundlage für eine Bericht an das Menschenrechtskomitee der UNO bilden.

Netzwerk der KDVer vom östlichen Mittelmeer und Gruppen von Kriegsverweigerern

Das Netzwerk der KDVer vom östlichen Mittelmeer und Gruppen von Kriegsverweigerern (2014 mit einem Treffen auf Zypern eingerichtet) kommuniziert weiterhin über eine Email-Liste. Eine Anzahl von Gruppen hat in diesem Jahr auch gemeinsame Erklärungen unterzeichnet, eingeschlossen die Erklärung ’Solidarität mit dem ägyptischen Kriegsdienstverweigerer Mark Nabil Sanad’.

Im kommenden Jahr wird es wichtig sein, den Austausch innerhalb dieser Gruppe weiter zu führen und zu erwägen, wie/ ob das Netzwerk weiterhin zusammen arbeiten will. Das könnte ein weiteres reales Treffen einschließen, gemeinsame Aktionstage (wie sie in der Vergangenheit diskutiert wurden) oder gemeinsame Kampagnen.

Südkorea

Wir arbeiten weiterhin eng mit ‚World Without War in Korea‘ zur Kriegsdienstverweigerung (ebenso wie zur Konferenz ‚Die Kriegsgeschäfte stoppen‘ im Oktober). Wir arbeiten auch mit einer Anzahl anderer Organisationen, die ebenfalls für die Rechte der KDVer in der Republik Korea eintreten – die mehr KDVer einsperrt als der Rest der Welt zusammen (soweit wir das wissen).

In diesem Jahr gehörte folgendes dazu:

  • Eine gemeinsame Amicus-Curiae-Stellungnahme (die Auffassung einer dritten Partei, übermittelt von jemandem/ einer Gruppe, die keine Partei in dem Fall ist) an den Verfassungsgerichtshof von Korea. Diese Stellungnahme wurde im September 2014 in Beziehung zu Klagen von sechs KDVern aus den Reihen der Zeugen Jehovahs gegen die Regierung überreicht. Sie wurde gemeinsam mit Amnesty International, der Internationalen Kommission von Juristen, dem Internationalen Versöhnungsbund und dem Büro der Quäker bei den Vereinten Nationen übergeben. Einen Link dazu findet ihr Wir erwarten das Urteil des Gerichts zu diesen Fällen.
  • Eine gemeinsame Petition, veröffentlicht zusammen mit Amnesty International, Connection e.V und World Without War, mit dem Appell an die südkoreanische Regierung, sofort und bedingungslos alle KDVer aus dem Gefängnis zu entlassen; KDV als Menschenrecht anzuerkennen, das dem Recht auf Gedankenfreiheit, Gewissens- und Religionsfreiheit inhärent ist; dementsprechende Vorkehrungen für KDVer zu treffen; die Strafregister zu löschen und Entschädigung für KDVer vorzusehen, die in der Vergangenheit für die Verweigerung des Militärdienstes im Gefängnis gesessen haben. Die Petition wird am 1. Dezember 2015 übergeben werden – am Tag der Gefangenen für den Frieden.
  • Park Seungho von ‚World Without War‘ hat als Teil einer Vortragsreise durch Europa Großbritannien besucht. Wir haben eine Anzahl von Veranstaltungen mit Friedensgruppen in Britannien arrangiert und hatten eine öffentliche Veranstaltung an den Büros der Peace Pledge Union, die auch die Gelegenheit gab, die dortige Ausstellung zu KDVern im Krieg 1914 – 1918 zu sehen.

Osteuropa

Wir arbeiten mit Connection e.V. zusammen, um Unterstützung für Kriegsverweigerer aus der Ukraine, Russland und benachbarten Ländern zu planen (welche Staaten genau, muss noch entschieden werden, aber Litauen gehört wahrscheinlich dazu). In der Ukraine wurde 2014 die Wehrpflicht wieder eingeführt, und dagegen gibt es massenhaften Widerstand. Unsere Unterstützung wird wahrscheinlich die Form einer Webseite annehmen, die auf Ukrainisch, Russisch und Englisch erscheint und Informationen liefert über KDV, Richtlinien zur Asylgewährung aufgrund von KDV in verschiedenen Ländern und Informationen für VerweigerInnen über die Nutzung internationaler Menschenrechtsmechanismen, um sich zu schützen (mit A Conscientious Objectors Guide to the International Human Rights System’ als Grundlage). Gegenwärtig existiert noch keine vergleichbare Quelle.

Kolumbien

Im Dezember 2014 hat die kolumbianische Regierung angekündigt, die libreta militar (ein Militärpass, der nach Ableistung des Militärdienstes ausgehändigt wird) werde nicht länger verlangt, wenn man ein Universitätsexamen machen will. Im Monat darauf befahl das Verfassungsgericht dem nationalen Einberufungsbüro folgendes: Anträge auf KDV innerhalb von 14 Tagen zu entscheiden; eine Broschüre herauszugeben, die den jungen Männern Informationen über die Befreiungsgründe, Zurückstellungen und ihr Recht auf KDV liefert; und mit den Praktiken willkürlicher Verhaftung aufzuhören, eingeschlossen batidas (Razzien zum Zwecke der Rekrutierung, gewöhnlich an öffentlichen Orten). Entscheidend: Sie haben von der Armee auch verlangt, innerhalb von sechs Monaten über die Durchführung dieser Befehle zu berichten.

Jede dieser Entwicklungen ist zum Teil das Ergebnis der langjährigen Arbeit und des Drucks der Zivilgesellschaft, eingeschlossen Mitgliedsorganisationen der WRI und das WRI-Büro. Ein Faktor, der stark dazu beigetragen hat, ist auch die Wendung der Regierung Kolumbiens, als ein in wachsendem Maße ‚konfliktbefreiter‘ Staat zu handeln und betrachtet zu werden.

CONCODOC

Die ‚Weltübersicht über Rekrutierung und Kriegsdienstverweigerung‘ (CONCODOC) ist sehr veraltet – die Informationen über viele Staaten sind seit 1998 nicht aktualisiert worden (europäische Staaten wurden 2005 angepasst mit dem Rat für Europäische Angelegenheiten der Quäker).

Wir erkennen an, dass es eine sehr umfangreiche Arbeit ist, diese Übersicht anzupassen, und dass es auch eine immerwährende sein müsste, da die Gesetze und Praktiken der Staaten sich oft verändern. Zum Glück haben wir einen Weg dazu hin erarbeitet, der daraus besteht, die Arbeit zu nutzen, die bereits getan worden ist, um Informationen über KDV und Rekrutierung durch das System der Universal Periodic Review (UPR) vom Internationalen Versöhnungsbund an den Rat für Menschenrechte zu liefern. Dessen Vertreter in Genf, Derek Brett, wird mit der WRI zusammenarbeiten, um die Berichte zu nutzen, die IFOR regelmäßig für das UPR schreibt, um CONCODOC bei Staaten, wie sie in der UPR erscheinen, auf einer ‚rotierenden‘ Grundlage zu erneuern.

Auch wenn CONCODOC in vielen Fällen noch nicht kürzlich aktualisiert worden ist, ist es immer noch nützlich. Zunächst einmal sind die Informationen für viele Länder noch völlig zutreffend. Zweitens, wer zum Ende irgendeiner Landesseite scrollt, wird alle neuen Daten in Zusammenhang mit diesem Land sehen, die aktualisierte Informationen enthalten kann, auch wenn die Landesseite selbst veraltet ist (s. z. B. Israel).

Wir waren froh, dass uns neulich ein Aktivist aus dem Sudan angesprochen hat, mit dem haben wir gearbeitet, um eine neue Seite zum Sudan zu schreiben.

Netzwerken

Wir haben vor kurzem Kontakt mit einer neuen Thai-Gruppe aufgenommen – ‚Abolish Conscription in Thailand‘ - und uns über ihre zukünftige Kampagnenstrategie ausgetauscht. Wir waren auch in der Lage, auf Quellen zurückzugreifen, eingeschlossen A Conscientious Objectors Guide to the International Human Rights System, und Women Conscientious Objectors – An Anthology.

Ebenso wie das Netzwerk der KDV-Organisationen arbeiten wir mit ‚Forum 18‘ zusammen (eine Organisation für religiöse Rechte), dem Büro der Quäker bei den Vereinten Nationen, Connection e.V und dem Europäischen Büro für Kriegsdienstverweigerung, unter anderen. Die WRI ist Mitglied beim EBCO. Hülya Üçpinar, ausführendes Mitglied der WRI, besuchte im November 2014 ein Treffen in Istanbul, und Hannah Bock war im Mai 2015 beim Treffen in Brüssel.

Gegen die Militarisierung der Jugend

Seit Februar 2015 ist eine neu benannte Person beim Programm gegen die Militarisierung der Jugend (CMOY) tätig, was wirklich die Entwicklung dieses Projekts zu einem Programm kennzeichnet! Daher finden Sie Einzelheiten zu dieser Arbeit in einem eigenen Abschnitt dieses Berichtes und nicht unter RRTK wie in den vorigen Jahren.

Veranstaltungen

Der 1. Dezember ist der Tag der Gefangenen für den Frieden, und der Internationale Tag der Kriegsdienstverweigerung am 15. Mai. Unsere Rolle dabei besteht darin, Gruppen anzuregen, diese Tage zu nutzen – Veranstaltungen und Aktion zu machen – und die Information darüber selbst weiter zu verbreiten. Wir veröffentlichen Veranstaltungen aus aller Welt auf unserer Webseite (in diesem Jahr

Wir verschicken jedes Jahr auch eine gedruckte Fassung der Liste der Gefangenen für den Frieden, zusammen mit dem Spendenaufruf für November. Es gibt Anzeichen, dass das noch immer von einer Anzahl von Individuen und Gruppen in aller Welt gut genutzt wird, viele von ihnen organisieren Treffen, um gemeinsam Solidaritätsbriefe zu schreiben.

Im Jahr 2016 wird des 15. Mai besonders bei britischen Bewegungen gedacht werden, da dies der 100. Jahrestag des Rekrutierungsgesetzes ist, das Kriegsdienstverweigerung erlaubte. Die WRI hilft Mitgliedern der EBCO, bei Veranstaltungen in Großbritannien dabei zu sein (sie werden in diesem Rahmen ihre Frühjahrs-Generalversammlung in London abhalten), was vielen Mitgliedern der EBCO erlauben wird, Veranstaltungen um den 15. Mai in Großbritannien beizuwohnen und über KDV heute in ihren Ländern zu sprechen.

Veröffentlichungen

Der Rundbief ‚CO Update' (KDV-Awird alle zwei oder drei Monate herausgegeben. Er bleibt der einzige wirklich internationale Rundbrief über Verweigerung des Militärdienstes und Militärrekrutierung, der verschiedene Motivationen abdeckt.

Das ‚KDV-Alarm‘-System ist noch aktiv, aber wird leicht weniger häufig verwendet als in früheren Jahren, teilweise aufgrund von Änderungen in gewissen Staaten, was bedeutet, dass KDVer nicht mehr so oft verhaftet werden.

MitarbeiterInnen

Seit März 2015 hat Hannah Brock auf ihren Wunsch vier Tage pro Woche für die WRI gearbeitet. Der weitere, fünfte Tag in der Arbeit am Programm ‚Das Recht, sich dem Töten zu verweigern‘ wurde ursprünglich von Andrew Dey übernommen, aber ab September 2015 wird Semih Sapmaz sich darum kümmern. Dieser Tag schließt Arbeit an ‚CO Update', ‚CO Alert‘ und weitere Arbeit am Programm ein, die mehr Bezug zu anderern WRI-Programmen hat. Das klappt gut.

RRTK-Programmkomitee

Das Komitee für das Programm ‚Das Recht, sich dem Töten zu verweigern‘ ist weiterhin in regelmäßigem Kontakt. Wir hatten im Juli 2014 in Kapstadt ein persönliches Treffen nach der Konferenz ‚Kleine Aktionen, große Bewegungen‘.

Wir haben alle vier bis acht Wochen Telefonkonferenzen und teilen uns per Email Neuigkeiten mit. In diesem Jahr wird unser Treffen im September in Istanbul stattfinden, am Rande eines Symposions über Kriegsdienstverweigerung, das zu Gast ist bei Vicdani Ret Derneği, der Vereinigung der Kriegsdienstverweigernden in der Türkei.

Das Komitee für RRTK besteht gegenwärtig aus dem neuen Mitglied Merve Arkun (Vicdani Ret Derneği), Rachel Brett (Büro der Quäker bei den Vereinten Nationen, Genf), Boro Kitanoski (Friedensaktion, Mazedonien), Igor Seke (aus Serbien, lebt jetzt in Mexiko) mit Sergeiy Sandler (New Profile, Israel), der das Komitee zusammenruft, und Hannah Brock als Beauftragte für das RRTK-Programm. Oskar Castro hat das Komitee verlassen, um beim Komitee des Programms gegen die Militarisierung der Jugend mitzuarbeiten

Evaluierung

Ergebnisse

  • Das Buch ‚Kriegsdienstverweigerung: Ein praktischer Ratgeber für Bewegungen‘ wird ein einzigartiges Buch sein, das sich auf die Mitglieder der WRI und ihre Erfahrungen stützt. Es gibt dabei strittige Punkte, einschließlich eines Mangels an Vertretung von bestimmten Regionen, doch denken wir, es ist ein großartiger Beitrag, der, wie das Handbuch für Gewaltfreie Kampagnen, mit weiteren Online-Informationen und möglicherweise neuen Ausgaben entwickelt werden kann, wenn die erste Ausgabe getestet worden ist.
  • Die Bewegungen in Osteuropa und Ruanda brachten durch die Entwicklung der existierenden Netzwerke der WRI neue Arbeit mit sich. Die beiden Projekte zeigen verschiedene Arten, in denen die WRI mit verschiedenen Bewegungen arbeiten kann, abhängig von den Bedürfnissen (in diesen Fällen durch Lieferung von Informationen an individuelle KDVer oder die Nutzung internationaler Mechanismen, um Regierungen unter Druck zu setzen). Wir sind in dieser Beziehung flexibel und in der Lage, auf den Ruf von Individuen und Gruppen zu antworten, wenn sie sich an uns wenden.

Herausforderungen

  • Es gibt eine Herausforderung bei der Messung der Wirkung. Das Beispiel von Kolumbien taugt gut dafür – Arbeit über viele Jahre durch antimilitaristische Gruppen war ein Teil dieser positiven Veränderungen. Obwohl wir über die Ergebnisse froh sein können, ist es schwer, genau zu wissen, welches der Beitrag der WRI dazu gewesen ist, was es schwierig machen kann, die Arbeit Außenstehenden und besonders SpenderInnen zu vermitteln. Doch sind wir ungemein glücklich, die Unterstützung des Joseph Rowntree Charitable Trust zu haben, der durchaus den Wert von WRI als Unterstützung für lokale Bewegungen anerkennt, was einen Unterschied in ihrer Arbeit macht, manchmal merklich, manchmal nicht merklich.
  • Beim Netzwerk Östliches Mittelmeer ist die Aufrechterhaltung von Schwung ein Problem. Primär über Email zu kommunizieren gibt Probleme für alle Netzwerke (nicht bloß dieses eine), eingeschlossen Zugang zum Internet, Sprachen und die verschiedenen Arbeitsweisen von Personen oder Gruppen, die lieber online oder offline kommunizieren. Es ist wichtig, dass virtuelle Netzwerke auch persönliche Treffen haben, die teuer sind, in Bezug auf Zeit und Geld.
  • Auch wenn es großartige neue Gelegenheiten gibt, mit Gruppen von Ruanda, Thailand und Osteuropa zu arbeiten, erinnert uns das daran, dass wir nur so stark sind wie unsere Netzwerke. Zum Beispiel haben wir nicht mit syrischen Gruppen gearbeitet (ob in Syrien oder in der Diaspora), weil wir keine aktiven Verbindungen zu diesen Bewegungen haben.

Das Programm ‚Gegen die Militarisierung der Jugend‘

‚Gegen die Militarisierung der Jugend‘ (Countering the Militarisation of Youth, CMoY) ist das jüngste der drei Programme, die die WRI betreibt. Ursprünglich als Teil des Programms ‚Das Recht, sich dem Töten zu verweigern‘ begonnen, entwickelte sich CmoY als weiteres WRI-Programm und bekam zu Anfang dieses Jahres seinen eigenen Mitarbeiter. Semih Sapmaz, der im Februar 2015 zum Team dazu kam, arbeitet gegenwärtig zwei Tage pro Woche im WRI-Büro. Die WRI sammelt auch Spenden, um sicherzustellen, dass diese Tätigkeit über ein Jahr hinaus weiterlaufen kann.

Programmaktivitäten

Das Programm ‚Gegen die Militarisierung der Jugend‘ zielt darauf ab, die Weisen zu identifizieren und zu bekämpfen, in denen Krieg und militärische Werte unter jungen Menschen in aller Welt als normal verbreitet werden. Das Programm will ein Netzwerk von AktivistInnen zusammen bringen, die bereits gegen die Militarisierung der Jugend in ihrer eigenen Art arbeiten, mehr Menschen ermutigen, zu diesen Punkten Aktionen zu unternehmen und ihnen die notwendigen Quellen zu liefern, um ihre Graswurzeloperationen zu erleichtern. Mit diesem Ziel betreibt CMoY eine Anzahl von Aktivitäten.

Aktionswoche

Die erste internationale Aktionswoche für militärfreie Bildung und Forschung wurde zwischen dem 25. und 31. Oktober 2014 abgehalten. Das geschah in Folge eines Aktionstages im Jahr zuvor. AntimilitaristInnen in aller Welt waren aktiv, um Aufmerksamkeit auf die Rolle zu lenken, die das Militär bei Bildung und Forschung in Bildungseinrichtungen hat, und diese in Frage zu stellen. Diese Rolle gibt den Streitkräften Zugang zu jungen Menschen – um die Grundlage für eine Rekrutierung später im Leben zu legen und um militärische Werte zu fördern.

Verschiedene Gruppen nutzten die Aktionswoche in verschiedener Weise. Einige stellten die Militärpräsenz in Schulen durch direkte Aktionen Frage, andere debattierten öffentlich die Gegenwart des Militärs bei der Bildung, andere zeigten Filme, schrieben Artikel und agitierten in sozialen Medien. Unter den Teilnehmenden von verschiedenen Teilen der Welt waren Demilitarize McGill aus Kanada; World Without War von Südkorea; Alternativa Antimilitarista.MOC und die katalanische Grupppe Desmilitaritzem l’Educació aus Spanien; die DFG-VK aus Deutschland; Women in Black (London), Disarm UWE und Forces Watch von Großbritannien; das National Network Opposing the Militarization of Youth aus den USA und das Quaker United Nations Office aus Genf.

Abgesehen von diesen Gruppen und Organisationen veröffentlichten sechsundzwanzig Gruppen (aus Bolivien, Großbritannien, Kolumbien, Ägypten, Frankreich, Deutschland, Irland, Israel, Kenia, Spanien, Schweden, den USA und Venezuela) gemeinsam einen Aufruf zum Handeln: ‚Krieg ist nicht die Antwort: leiste Widerstand gegen die Militarisierung der Jugend!‘ Bitte lesen Sie den vollständigen Bericht der Veranstaltungen des vergangenen Jahres hier nach.

Die zweite Aktionswoche soll vom 14. – 20. November 2015 stattfinden. In diesem Jahr wird der Aktionsradius ausgeweitet werden von der Bildung auf andere Felder/ Aspekte der Militarisierung der Jugend. Es ist Ziel der CMoY, dass die Woche jährlich mit jedesmal mehr Gruppen und Organaisationen stattfindet.

Webseite und soziale Medien

Dank der Beiträge von Gary Ghirardi, einem Aktivisten aus dem Nationalen Netzwerk gegen die Militarisierung der Jugend in den USA, der bei der WRI mit Hilfe einer Spende des Joseph Rowntree Charitable Trust tätig war, wurde im August 2014 die Seite http://www.antimili-youth.net/ veröffentlicht. Nach einer Entwicklung durch Netuxo deckt die Seite neueste Informationen und Artikel aus der ganzen Welt ab ebenso wie weiteres visuelles Material (Videos, Fotos etc.), das sich auf die Militarisierung der Jugend und den Widerstand in verschiedenen Ländern bezieht. Während der Inhalt hauptsächlich in Englisch ist, gibt es auch Übersetzungen und weitere Artikel auf Deutsch und Spanisch.

Die Idee der Seite ist, dem werdenden Netzwerk von Aktiven zum Thema weltweit zu helfen, Ideen und Taktiken auszutauschen sowie mit dem allgemeinen Publikum in Kontakt zu treten. Mit dem aktualisierten Inhalt funktioniert sie als Plattforum und als Online-Quellenzentrum für die AktivistInnen und Mitglieder des allgemeinen Publikums, die am Widerstand gegen die Militarisierung der Jugend interessiert ist, wo sie auch ihre Ideen austauschen und von einander lernen können.

Abgesehen von der Webseite wurde im August 2015 für CMoY eine neue Facebookseite eingerichtet. Die Seite übermittelt Nachrichten von antimili-youth.net und anderen Quellen, die für den Widerstand gegen die Militarisierung der Jugend relevant sind.

Veröffentlichungen

CmoY hat im August 2015 die erste Ausgabe des neuen Bulletins ‚Refuse‘ herausgegeben. Das Bulletin wird alle drei Monate erscheinen und Artikel enthalten, die Ereignisse rund um die Militarisierung der Jugend zum Thema haben.

Neue Mitarbeiter und Spendenaufkommen

Dank der Spende des Joseph Rowntree Charitable Trust für das Programm ‚Das Das Recht, sich dem Töten zu verweigern’ hat die WRI in Teilzeit für ein Jahr eine Person angestellt, die das Programm ‚Gegen die Militarisierung der Jugend‘ betreut. Semih Sapmaz, der gegenwärtig 2 Tage pro Woche im WRI-Büro arbeitet, kam im Febraur 2015 zum Team. Die WRI sammelt gegenwärtig Spenden, um sicherzustellen, dass dieser Posten über das bereits finanzierte Jahr hinaus weitergeht.

Evaluierung

Ergebnisse

  • CmoY hat sich von einem Teil des Programms RRTK in ein unabhängiges Programm mit einem eigenen Betreuer entwickelt.
  • Die 2. Aktionswoche findet im November 2015 statt.
  • Die neue Webseite, antimili-youth.net, wird eröffnet. Eine stärkere Präsenz in den Sozialen Medien für CmoY und sein Arbeitsfeld wird mit Hilfe von aktuellen Einträgen auf WRI-Konten erreicht.
  • Mehr AktivistInnen sind nun aufmerksam oder engagiert in der Arbeit der WRI zur Militarisierung der Jugend: sie stoßen zu Emailgruppen, nehmen an der Aktionswoche teil oder verfolgen aktuelle Nachrichten auf der CMoY-Webseite und anderen Internet-Kanälen.
  • Eine neue CMoY-Veröffentlichung – das Dreimonatsbulletin ‚Refuse‘ ist erschienen.

Herausforderungen

  • Der neue Programmarbeiter für CMOY arbeitet nur 2 Tage pro Woche, weil nur begrenzte Mittel verfügbar sind. Das beschränkt die Kapazität der WRI, das Programm schneller und weiter zu verbessern. Darüber hinaus ist der Posten nur auf ein Jahr befristet. Daher ist es kritisch für die WRI, Spenden für das Programm einzusammeln, um sicherzustellen, dass es über dieses Jahr hinaus weiter läuft.

Die WRI in den Regionen

Das Netzwerk ‘Pan African Nonviolence and Peacebuilding’ (PANPEN)

Seit seiner Einrichtung 2012 und seiner Neuorganisation im Juni 2014 hat das Pan African Nonviolence and Peacebuilding Network (PANPEN) afrikanische zivile Verweigerer und gewaltfreie AktivistInnen auf der Graswurzelebene verbunden und sie in die Lage versetzt, Aktionen zu unternehmen, um Gewalt zu verwandeln und Frieden, Demokratie und gewaltfreie Alternativen zu Konflikten zu fördern. Das Netzwerk umfasst mehr als fünfzig Organisationen, repräsentiert mehr als 30 Länder in der Region und erfreut sich einer reichen Vielfalt von Mitgliedern von Jugend- und Frauengruppen und Organisationen bis zur Zivilgesellschaft, akademischen und beruflichen Institutionen, religiösen Gruppen, die mit einem starken Schwerpunkt auf den Gebrauch von Gewaltfreiheit als friedensfördernder Technik arbeiten. Das Netzwerk wird ehrenamtlich von einem 20 Mitglieder umfassenden Steuerungskomitee geleitet, das West-, Ost-, Zentralafrika, das südliche Afrika und die Inseln repräsentiert. Einige der Mitglieder sind auch aus dem Nahen Osten, Asien, Europa und den Amerikas, mit starken Verbindungen zu Afrika. Nozizwe Madlada-Routledge und Moses Monday John, die Ausführenden Leiter der Organisation für Gewaltfreiheit und Entwicklung (ONAD), Südsudan und ‚Embrace Dignity‘ (Südafrika) sind gleichberechtigte Leiter des Netzwerks. Das Unterkomitee umfasst: Sekretariat, Spendenaufkommen und Verwendungspolitik, Kommunikation und Werbung. Das Leitungskomitee und seine gegenwärtige Struktur wurden am Rande der WRI-Konferenz im Rathaus von Kapstadt entwickelt. Die Struktur hat das Netzwerk weiter gestärkt.

Als die PANPEN 2012 gegründet wurde als Ergebnis eines von der WRI angeregten Austauschprogramms für afrikanische TrainerInnen in Gewaltfreiheit, das bei der ‚Ceasefire-Campaign‘ Südafrikas angesiedelt war, war die Absicht, koordinierte Anstrengungen gewaltfreier WiderstandskämpferInnen zur Erzielung einer größeren Wirkung zu erreichen. Daher ist das Netzwerk ein Mittel der Koordination, um positiven sozialen Wandel in der Region und darüber hinaus zu erreichen. Im Folgenden finden sich einige bezeichnende Veranstaltungen und Aktionen, die das Netzwerk mit seinen Mitgliedern und Partnern ermöglicht oder koordiniert hat.

 

Training in Gewaltfreiheit für Menschen aus Eritrea und vom Horn von Afrika

 

Ein Komitee zur Entwicklung eines internationalen Trainings für diejenigen, die für Demokratie und Frieden in Eritrea und am Horn von Afrika kämpfen, erwuchs direkt aus den Treffen in Kapstadt im Juli 2014, verstärkt durch ein laufendes Komitee, das aus den Mitgliedern des Netzwerkes Selam Kidene, Kassahun Checole und Matt Meyer besteht. Das WRI-Ratsmitglied Stellan Vinthagen und Andrew Day von den Mitarbeitern sowie Nunu Kidane, Leiter des vornehmlich afrikanischen Netzwerks, beteiligen sich an der vom Netzwerk unterstützten Initiative, die 2015 ein Treffen in Form einer Telefonkonferenz abhalten wird und in der ersten Hälfte 2016 ein webgestütztes und reales Training abhalten wird. Ein Treffen von KriegsdienstverweigerInnen aus Eritrea, die in Deutschland wohnen, hat bereits stattgefunden und verwandte antimilitaristische Themen aufgeworfen.

 

Schwerpunkt Gewaltfreiheitsplenum bei der Eröffnungskonferenz der afrikanischen Vereinigung für Friedensforschung und Bildung (AFPREA) in Abuja, Nigeria

 

Als Antwort auf die Rufe nach einer ersten afrikanisch geprägten Konferenz für Friedensforschung haben die Leitungsmitglieder des Netzwerkkomitees Ousseina Alidou und Elavie Ndura zusammen mit Matt Meyer an der Konferenz teilgenommen, die im April 2015 bei der Wirtschaftsgemeinschaf t der Westafrikanischen Staaten (ECOWAS) im Parlamentsgebäude in Abuja, Nigeria stattgefunden hat. Das Netzwerk traf sich mit der Entwicklungsbank von Afrika, der nigerianischen Radiovereinigung und dem Nigerianischen Büro des Sonderratgebers für den Präsidenten zum Nigerdelta auf der Konferenz, wobei Mitglieder des Netzwerks eine Vollversammlung zu Gewaltfreiheit und Friedensaufbau in Afrika koordinierten. Obwohl die Konferenz mit logistischen und finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen hatte, nahmen viele TeilnehmerInnen von AFPREA und Unabhängige an den positiven Präsentationen der Gewaltfreiheitskommission und der Vollversammlung des Netzwerkes teil.

 

Kampagne für ein Waffenembargo gegen Südsudan

Da der Konflikt im Südsudan heftiger wird, hat das Netzwerk als Antwort, um die Gewalt zu stoppen, das menschliche Leiden zu lindern und Frieden zu bringen, in Zusammenarbeit mit dem Mitglied der WRI Organization for Nonviolence and Development (ONAD) und anderen örtlichen Partnern eine Kampagne gestartet, um ein Waffenembargo über Südsudan zu verhängen. Mehr als hundert örtliche, regionale und internationale Organisationen und Individuen haben die Petition unterschrieben, zur Unterstützung Erklärungen weit verbreitet und weltweit an PolitikerInnen, regionale und internationale Organisationen verschickt. Die Aktion wurde im Oktober 2014 gestartet und drängte den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen, ein umfassendes Waffenembargo über beide Parteien des Konfliktes in Südsudan und ihre Verbündeten zu verhängen. Die Kampagne warnte auch auswärtige Regierungen, dass die Lieferung beträchtlicher finanzieller Hilfe an die neu entstandene Nation eine Verletzung des Prinzips ‚keinen Schaden zuzufügen‘ sei, da die südsudanesische Regierung, wie berichtet, ihre Öleinnahmen dazu genutzt hat, Waffen zu kaufen, statt den Menschen grundlegende Dienste zu liefern. Es ist nötig darauf hinzuweisen, dass die Zeit zwischen Mitte Dezember 2013 und Mitte April 2014 die missbräuchlichste in der Geschichte des Konfliktes im Südsudan war, der in der Hauptstadt Juba begann und sich zum oberen Nil, nach Jonglei und den Unitystaaten hin ausbreitete, wo Tausende von Zivilisten aufgrund ihrer Ethnie und politischen Zugehörigkeiten getötet wurden. Der Konflikt ergab auch eine massive Zerstörung von Eigentum und vertrieb annähernd 1,9 Millionen Menschen, die in Hungersnot gerieten. Das alles geht weiter. Das Ergebnis war seitens der US-Regierung und der Europäischen Gemeinschaft die Auferlegung gezielter Sanktionen auf einige Spitzen des Kommandos bei der Regierung und den Rebellen, von denen man glaubte, sie seien verantwortlich für das Töten von unschuldigen Zivilisten. Das führte weiterhin dazu, dass die ONAD als Mitglied der Einsatztruppe der Zivilgesellschaft in den laufenden Friedensprozess ‚IGAD Plus‘ aufgenommen wurde. Die Einsatztruppe hat neulich den Kompromiss der Friedensübereinkunft, der von IGAD Plus entworfen worden war, durchgesehen, seine Ergebnisse und Empfehlungen herausgegeben und an die Öffentlichkeit, die Kriegsparteien und andere Interessierte gegeben.

Kampagne ‚Unterstützung für den Kampf gegen Ebola‘

In der Folge des Ausbruchs des tödlichen Ebolavirus in Westafrika hat das Netzwerk in Zusammenarbeit mit seinen Mitgliedern speziell in Liberia, besonders Mr. Abel Learwellie von der Lutherischen Kirche in Liberia eine gewaltfreie Aktion zum Stopp von Ebola vorbereitet und gestartet. Die Kampagne, die im Oktober 2014 begonnen wurde, drängte PolitikerInnen in der ganzen Welt, unmittelbar zu handeln, um Leben zu retten und dem Frieden eine Chance zu geben. Die Erklärung legte klar dar, dass die Ebolakrise eine Manifestation von Unterentwicklung ist und dass die beklagenswerten Gesundheitssysteme in den meisten Teilen Afrikas sehr schlecht sind, da sie oft aus Krieg und gewalttätigen Konflikten hervorgehen. Daher riefen sie nach unmittelbaren Schritten, um die Gesundheit und ärztliche Infrastruktur für alle Länder auf dem afrikanischen Kontinent zu verbessern, um eine bessere Gesundheitspflege für die Gegenwart und die Zukunft sicher zu stellen. Man rief auch nach der Afrikanischen Union, ihre Antwort zu verstärken, einen Sondergesandten zum Kampf gegen Ebola zu ernennen und einen Sonderfonds zu schaffen, um unmittelbaren und langfristigen medizinischen und sozioökonomischen Bedürfnissen der Nationen und Gemeinschaften, die von der Krise betroffen waren, zu begegnen. Das Netzwerk warnte weiterhin eindringlich vor jeder Militarisierung der humanitären Hilfe in den betroffenen Gebieten. Diese Aktion hat regionale und internationale Anstrengungen gestärkt und im Ergebnis eine größere Hilfe beim Kampf gegen Ebola gebracht. Liberia erklärte sich im Mai 2015 als von Ebola frei.

Unterstützung für Demokratie und Frieden in Burundi

Da Demokratie und Frieden in Burundi bedroht waren nach der Tötung gewaltfreier Protestierender, die sich gegen die Absicht des Präsidenten wandten, an der Macht zu bleiben, hat das Netzwerk in Zusammenarbeit mit örtlichen Organisationen der Zivilgesellschaft in Burundi und ihren regionalen und internationalen Partnern im Mai 2015 einen Aufruf zur Unterstützung von Demokratie und Frieden in Burundi herausgegeben.

Eine weltweit geplante gewaltfreie Mahnwache wurde am Freitag, dem 5. Juni 2015 um 5 Uhr nachmittags in vielen Städten abgehalten, in Solidarität mit den Menschen von Burundi und ihrem Kampf um Frieden. Der Aufruf wurde geplant in Zusammenarbeit mit den Mitgliedern des Leitungskomitees des PANPEN-Netzwerks und mit Matt Meyer, dem WRI-Koordinator des Netzwerkes ‚Unterstützung für Afrika‘. Der Aufruf bestärkte die örtlichen PartnerInnen in Burundi in ihren Rollen und ihrer Verantwortung darin, ihr Land durch gewaltfreie Methoden sozialen Wandels zu verändern, und schuf ein weiteres Solidaritätsnetzwerk für Frieden, nicht nur in Burundi, sondern im ganzen Gebiet der Großen Seen; das führte zu Verbündeten mit betroffenen BürgerInnen des Kongo, Ruanda und überall auf dem Kontinent, ebenso wie mit regionalen Vereinen überall in der Diaspora. Diese regionalen Gruppen (wie das Afrikanische Solidaritätsnetzwerk von Durban, Südafrika) vertreten gleichmäßig den sehr notwendigen Raum für einen weiteren Dialog über Zusammenarbeit und wirksame Druckpunkte, um die Großen Seen von Korruption bei Unternehmen, Regierung und Individuen, Diebstahl, Diktatur, Ungleichheit und Ungerechtigkeit zu befreien.

Vermeiden wir den Selbstmord; Die Antwort des Netzwerks auf Fremdenfeindlichkeit in Südafrika

Das Netzwerk vereinigte sich in seinem Bemühen, zu Ruhe und Normalität in Südafrika beizutragen, mit örtlichen Aktivisten und der Initiative „Stop xenophobic attacks“. Der Beitrag wurde ermöglicht durch das Unterkomitee für Kommunikation und Engagement, geleitet von Milles Tanhira. Das Komitee entwarf und verbreitete eine Online-Petition, die afrikanische Staatschefs zum Handeln aufforderte, ebenso Organe wie die AU (African Union), vorbeugend tätig zu werden und das barbarische xenophobische Töten einzustellen1. Die Petition wurde großartig unterstützt von dem führenden PANPEN-Partner ‚The Africa Solidarity Network‘ (ASONET), einer NGO, die von einem aktiven Mitglied des Netzwerks in Durban betrieben wird. Die ASONET arbeitet mit Personen aus allen afrikanischen Nationen zusammen: Menschen aus Südafrika, Zimbabwe, Malawi, Zambia, aus der Demokratischen Republik Kongo, Ruanda, Burundi, Senegal, Nigeria, Kamerun etc., um den Herausforderungen zu begegnen, die MigrantInnen in der Region von Durban und den dazugehörigen Vororten erleben.

Kommunikation und Engagement

Die oben genannten Aktionen haben die Fähigkeit der Mitgliedesorganisationen zu Kommunikation und Engagement gestärkt und auf örtlicher, regionaler und internationaler Ebene zu wachsender Bedeutung und Verantwortung geführt. Das Netzwerk schuf durch sein Subkomitee zu Kommunikation und Engagement eine Facebook-Seite und eine Email-Gruppe. Das Netzwerk nutzt diese Verbindungen, um seine Mitglieder auf dem Laufenden zu halten. Die Mitglieder des Netzwerkes haben als Teil der AFPERA-Konferenz (Africa Peace Education Research Association) Artikel zu Erfahrungen rund um Graswurzelaktionen rund um afrikanische gewaltfreie zivile WiderständlerInnen und sozialen Wandel. Einige Mitglieder des Netzwerks besuchten im April 2015 auch die regionale AFPERA-Konferenz in Abuja, Nigeria. Die Konferenz hat die Arbeitsbeziehungen mit Akademien und Think Tanks in der Region verbessert. Das Ergebnis war ein Plan für ein in Kürze erscheinendes Buch, Satyagraha / Ujamaa: Contemporary African-Asian Nonviolence and Peace-building Connections, das wahrscheinlich bei Rawat Publications in Rajasthan erscheinen wird. Die Veröffentlichung wird, koordieniert von Matt Meyer, Artikel dokumentieren, die von PANPEN-Mitgliedern entwickelt worden sind.

Der Besuch des Mitvorsitzenden Moses Monday in den USA vom 7. – 20. Juni 2015 ergab auch die Schaffung von mehr Raum für ein größeres Netzwerk mit der WR Leage und dem US-amerikanischen Zweig des Versöhnungsbundes. Auch wenn der Besuch privat war, hielt der Mitvorsitzendes am 14. Juni in New York mit Hilfe von Matt Meyer ein Seminar ab, auf dem Odette Ntambara aus Ruanda, die früher mit der „Ceasefire“-Kampagne in Südafrika gearbeitet hat, B. Aele Learwellie aus der Lutheranischen Kirche von Liberia und ... , ein Rechtsanwalt für Menschenrechte und Aktivist aus Kenya, auftraten. Das Ergebnis war eine engere Zusammenarbeit mit FriedensaktivistInnen aus den USA.

Herausforderungen

Auch wenn das Netzwerk eine Anzahl von Erfolgen registriert hat, gibt es angesichts seines ehrenamtlichen Engagements und mit 100 % örtlichen Ressourcen einige Herausforderungen. Diese umfassen, aber sind nicht begrenzt von: begrenzte Koordination mit anderen Unterkomitees wie Spendensammeln und Spendenpolitik aufgrund von zeitlichen Zwängen und solchen der Kommunikationsmöglichkeiten. Einige der Einträge auf Facebook und Emails werden nicht in andere Sprachen wie Portugiesisch, Französisch... etc. übersetzt, womit alle Mitglieder Zugang hätten und antworten könnten. Nicht alle Mitglieder des Netzwerks sind aktiv, da viele damit beschäftigt sind, ihre Arbeit mit ihren Arbeitgebern durchzuführen. Daher ist das Bedürfnis, einen Teilzeitsekretär zu bestimmen, um mit Mitgliedern Kontakt zu halten und zu kommunizieren und Büroarbeit zu machen, wichtig. Die Identität des Netzwerks und der Kommunikationskanäle mit den Komitees der WRI müssen noch geklärt werden, um zu bestimmen, wer wem berichtet und um gemeinsame Projekte zu identifizieren, die in Afrika eingerichtet werden sollen, um die gewaltfreien Austauschprojekte von 2012 weiter auszubauen.

Empfehlungen und der Weg nach vorn

Es gibt für PANPEN und die WRI einen Bedarf, um Spenden zu werben und eineN Teilzeit-SekretärIn einzustellen, um weiter mit den Mitgliedern in Kontakt zu bleiben und die Mitvorsitzenden und das Leitungskomitee zu unterstützen. Das kann von den Mitgliedsorganisationen des Netzwerks identifiziert werden, um lokale Ressourcen wie Internet, Computer etc. zu nutzen und somit Kosten zu sparen. Es wäre großartig, wenn eine solche Person mindestens zweisprachig wäre (z. B. Englisch und Französisch oder Portugiesisch), um beim Übersetzen von Nachrichten zu helfen. Inzwischen kann das Sekretariat der WRI auch einen Mitarbeiter oder einen Internen als Kontaktperson zum PANPEN-Netzwerk bestimmen, um weiter das Unterkomitee des Netzwerks zur Kommunikation zu stärken und seine Arbeit in Medien wie Facebook, Blogs, Webseite etc. zu vermitteln.

PANPEN und WRI sollten Spenden sammeln, um praktische Projekte in der Region anzustoßen, eingeschlossen, aber nicht begrenzt auf weiteren Austausch afrikanischer TrainerInnen in Gewaltfreiheit, Unterstützung von Aktionen/ Kampagnen der Mitglieder, Forschung und Dokumentation... etc.

PANPEN und WRI sollten die Kommunikationskanäle, Rollen und Verantwortlichkeiten des WRI-Afrika Unterstützungsteams, des WRI-Exekutivkomitees und anderer klären, um Überlappungen zu vermeiden und das Engagement besser zu koordinieren.

Schlussfolgerung

Als Schlussfolgerung zeigt die Erfahrung von PANPEN, dass es viele potentielle Partner in der Region gibt, die gerne dazu stoßen und zur Umwandlung der Region zu einem besseren Kontinent durch die Macht der Völker beitragen wollen. Die Erfahrungen des Arabischen Frühlings und die alten und neu entstehenden gewaltfreien Bewegungen in Afrika erzählen, dass, sobald die Menschen einmal ermächtigt und ihre Anstrengungen koordiniert sind, ein Wechsel bevorsteht!

Die WRI in Lateinamerika: Das antimilitaristische Netz von Lateinamerika und der Karibik (Red Antimilitarista de America Latina y el Caribe, RAMALC)

Seit dem letzten Jahresbericht der WRI gibt es eine neue Energie im lateinamerikanischen Netzwerk. Das hauptsächlich, weil das Netzwerk vom Ende des vergangenen Jahres an begann, monatliche Telefonkonferenzen abzuhalten. Bei diesen informieren die verschiedenen Mitglieder einander über die Hauptaktivitäten, an denen sie arbeiten, was bedeutet, dass es ein besseres Verständnis davon gibt, was andere TeilnehmerInnen des Netzwerks tun, was auch erlaubt klarer zu sehen, welches mögliche Gebiete für die Zusammenarbeit sind. Die Protokolle der Telefonkonferenzen werden mit der weiteren Gruppe geteilt, die den ‚irg-al list bilden. Diese Liste ist weiterhin das wichtigste Werkzeug zum Austausch von Informationen innerhalb des Netzwerks.

Abgesehen von dem Austausch von Informationen über die Gruppenaktivitäten hat das Netzwerk an zwei Hauptprojekten gearbeitet: Ein Training in Gewaltfreiheit, das in Mexiko-Stadt stattfinden soll und zwei Veröffentlichungen.

Training in Mexiko

2014 hielt das Netzwerk in Quito/Ecuador ein Training für TrainerInnen in Gewaltfreiheit ab. Auf diesem Training wurde entschieden, dass es wichtig sei, ein Folgetraining zu haben, auf der Suche nach gewaltfreien Strategien in Situationen hoher Gewalt, eingeschlossen die Antwort auf Themen wie Angst und Schutz im Verlauf einer gewaltfreien Aktion. Mexiko wurde als Ort für dieses Training vorgeschlagen.

Nach vielen Monaten Arbeit ist jetzt bestätigt, dass das Training Ende September 2015 stattfinden soll (wenn Sie diesen Bericht lesen, wird das Training schon stattgefunden haben). Das Training wird 30 TeilnehmerInnen haben, von denen mehr als 15 von verschiedenen Ländern Lateinamerikas kommen, der Rest werden mexikanische AktivistInnen sein. Für dieses Training hat das Netzwerk mit den Büros von Serpaj, SERAPAZ, Casa de la Memoria Indómita und den internationalen Friedensbrigaden in Mexiko zusammengearbeitet.

In den vergangenen Jahren bestand das Netzwerk hauptsächlich aus Gruppen aus Südamerika, daher besteht Hoffnung, dass das Training in Mexiko dazu helfen wird, die Beziehungen in dieses Land zu stärken, wie auch nach Zentralamerika und der Karibik.

Das Training wird für das Netzwerk auch eine Gelegenheit bieten, sein jährliches internes Treffen zu veranstalten.

Veröffentlichungen

Bei einer der ersten Telefonkonferenzen des Netzwerks entstand die Idee, zwei Veröffentlichungen des Netzwerks herauszubringen. Die erste sollte ein jährliches Dossier sein, mit Artikeln über Militarismus und Gewaltfreiheit. Es gibt ein spezielles Komitee, das an dieser Veröffentlichung arbeitet, und Richtlinien für die Lieferung von Artikeln wurden an das Netzwerk geschickt. Der Plan ist, dass die erste Ausgabe im Monat November als PDF herauskommen soll, und für örtliche Gruppen, dass sie ihre eigenen Kopien ausdrucken und verteilen sollen.

Die zweite Veröffentlichung ist ein Blog, von dem wir hoffen, dass er regelmäßig aktualisiert werden wird, unter Nutzung der Informationen, die über den ‚irg-al list serve‘ verbreitet werden, und andere relevante Informationen. Es gibt schon eine Seite für den Blog, an der noch gearbeitet wird, und der Plan ist, die Seite beim Training in Mexiko herauszubringen.

Representation

Das lateinamerikanische Netzwerk war 2014 bei der Konferenz der WRI in Südafrika vertreten durch Igor Seke, Juan Carlos Obando, Lexys Rendón and Pelao Carvallo, und während der Konferenz wurden sowohl Lexys Rendón als Igor Seke in den Rat der WRI gewählt.

Die WRI in Europa: Das europäische antimilitaristische Netzwerk

Das europäische antimilitaristische Netzwerk hatte ein persönliches Treffen: im März 2015 in Milton Keynes, Großbritannien. Das Treffen folgte dem Netzwerk, das am ‚Burghfield Lockdown’ teilnahm, einer Massenblockade der Atomwaffenfabrik Burghfield in Berkshire, die koordiniert war von Action AWE, einer Graswurzelkampagne gewaltfreier Aktionen, die die Absicht hatte, die Produktion von Nuklearwaffen bei den Atomwaffenfabriken von Aldermaston und Burghfield zu stoppen. Jeder Eingang zu dem Stützpunkt wurde blockiert, mit einem Pfad einer Straße, der von einer großen Polizeipräsenz offen gehalten wurde, und es gab keine Verhaftungen.

Ofog (Schweden), Women for Peace and AKL (Finnland), AA.MOC (Spanien), Agir Pour La Paix (Belgien), Gruppe für eine Schweiz ohne Armee und Trident Ploughshares (Großbritannien) nahmen an der Aktion und dann am nachfolgenden Treffen des Netzwerks teil. Auf dem Weg zur Aktion wurde ein Buss mit mehr als fünfundzwanzig Friedensaktivisten in Calais, Frankreich gestoppt, und die Reisenden wurden durch britische Anti-Terror-Polizei befragt. Lest die Pressemitteilung dazu hier.

Nach der Aktion wurde ein Treffen des europäischen antimilitaristischen Netzwerks abgehalten. Das Treffen war umso produktiver und dynamischer für die Teilnehmenden, da sie vorher gemeinsam die Aktion gemacht hatten. Das baute Vertrauen und Energie auf!

Wir sind ein Netzwerk von Organisationen aus ganz Europa, das gemeinsam gewaltfreie direkte Aktionen gegen den Militarismus unternehmen will. Verschiedene Mitgliederorganisationen haben innerhalb dieses Rahmens verschiedene Prioritäten und Arbeitsweisen - einige haben vollständig den Schwerpunkt, für direkte Aktionen zu mobilisieren, andere haben direkte Aktionen als kleineren Schwerpunkt.

Beim Treffen erfuhren wir über die Arbeit jeder Organisation, neue Kampagnen und neue Arbeit.

Wir hatten einen Gedankenaustausch in der Art eines ”Welt-Cafés”, um verschiedene Aspekte der Militarisierung in Europa herauszustellen und wie wir als AntimlitaristInnen darauf antworten könnten. Das Treffen ernannte einen SprecherInnenrat mit VertreterInnen von verschiedenen teilnehmenden Organisationen und entwickelte weitere Arbeitsmethoden, die uns helfen werden, unsere Arbeit in den kommenden Jahren besser zu koordinieren.

Wir kamen auch überein, ein gemeinsames Video zu produzieren, das die verschiedenen Aktionen der verschiedenen Mitgliedsgruppen darstellen soll. Das sollte bis Ende 2015 fertig sein.

Seit damals haben die Gruppen auch Neuigkeiten über verschiedene gewaltfreie direkte Aktionen ausgetauscht, die von Gruppen unternommen wurden, besonders gegen Kriegsprofiteure. Die beste Zeit dafür war im Mai und Juni, als die Gruppe ’Schweiz ohne Armee’ den Eingang zu einer Militäranlage blockierte, um eine Verkaufssteigerung des Drohnenproduzenten Elbit Systems zu behindern; und als die belgischen Mitglieder Vredesactie und Agir Pour La Paix die Büros von vier Regierungsparteien besetzten als Protest gegen den Plan, neue F-35 Kampfflugzeuge zu kaufen, unter anderem. Mehr darüber hier. Von Ende Mai bis Anfang Juni wurden während der Übungen der NATO in Nordschweden, Norwegen und Finnland örtliche Demonstrationen abgehalten. Am zweiten Juni drangen zehn Aktivisten von Mitgliedern des Netzwerks Ofog, Women for Peace und der People's Campaign against Nuclear Weapons in den Militärflughafen F21 in Luleå ein, und simulierten die Folgen eines Krieges mit einem Die-in auf der Startbahn. Sie wurden im Flughafen festgenommen, aber später am selben Tag wieder frei gelassen.

Der benannte Sprecherinnenrat für das Netzwerk wird beraten, wann wir uns wieder treffen, möglicherweise im Rahmen der Pläne von AA.MOC für Aktionen gegen die NATO-Übung 'Trident Juncture' im October/November 2015. Ebenso wie die oben genannten Gruppen, die bei der Aktion teilnahmen, sind auch die DFG-VK (Deutschland), Peace News (Großbritannien) und andere individuelle AktivistInnen beim Netzwerk dabei.

Die WRI in Ostasien (Westasien ist bei der Sektion Östliches Mittelmeer behandelt)

Die WRI hat kein regionales Netzwerk in Asien. Doch gibt es aktive Mitglieder in Asien, eingeschlossen World Without War (WWW) in Korea, die mit anderen zusammen Gastgeber sind beim geplanten WRI-Ratstreffen und dem internationalen Seminar „Schluss mit dem Kriegsgeschäft“ im Oktober. S. den Bericht über das Programm ‚Das Recht, sich dem Töten zu verweigern‘ mit der WWW zu Kriegsdienstverweigerung in Korea.

Wir waren auch in Kontakt mit einer neuen Thai-Gruppe – Rekrutierung in Thailand abschaffen – und haben uns über ihre zukünftige Kampagnenstrategie ausgetauscht (s. Abschnitt über RRTK).

Einige Freunde aus Indien, einschließlich aus Mozda, die 2010 GastgeberInnen der Konferenz in Indien waren, waren bei der Konferenz ‚Kleine Aktionen, große Bewegungen‘ in Kapstadt dabei, und Entwicklung und Bergbauindustrien war Gegenstand einer der Plenumsdiskussionen des Tages mit Anand Mazgaonkar als Sprecher. Einige TeilnehmerInnen aus Timor-Leste waren auch dabei, und Suhash Kattel aus Nepal wurde in den Rat der WRI gewählt.

Wir hoffen dass das internationale Seminar „Schluss mit dem Kriegsgeschäft“ im Oktober in Seoul eine Chance für weitere Bewegungen aus Asien sein wird, sich mit der WRI und miteinander zu verbinden.

Die WRI im östlichen Mittelmeer und dem Nahen Osten

S. Abschnitt über das Das Recht, sich dem Töten zu verweigern.

Die WRI in Australien und Ozeanien

Die WRI hat eine Mitgliedsorganisation in Australien und ein Einzelmitglied in West Papua. Die zweite Ausgabe des Handbuches für gewaltfreie Kampagnen enthält einen Artikel über den anhaltenden gewaltfreien Widerstand gegen die indonesische Besetzung von West Papua.

WRI Intern

Die internationale Konferenz in Kapstadt 2014 und die Versammlung in Kapstadt 2014

Das war die erste Versammlung der WRI (früher bekannt als ’Geschäftstreffen’), die in Afrika abgehalten wurde. Eine Versammlung wurde vor und nach der Konferenz ’Kleine Aktionen, große Bewegungen’ und dem Rat der WRI abgehalten. Insgesamt nahmen etwa sechzig Personen teil.

Bei der Versammlung wählte die WRI eine neue Vorsitzende: Christine Schweitzer, bereits Mitglied des Auführenden Komites und Bereichsvertreterin für die IFGK, Berlin.

Die Versammlung nach der internationalen Konferenz ist auch der Raum, wo der WRI als Ganzer Vorschläge – meistens aus der Konferenz selbst, aber nicht ausschließlich – zur Entscheidung vorgelegt werden.

Bei dieser Versammlung wurden drei Erklärungen vorgeschlagen und beschlossen:

Zusätzlich wurden Vorschläge für die Arbeit mit Kriegsdienstverweigerern in Ruanda, mit der eritreischen Diaspora und für ein Training in Gewaltfreiheit mit Schwerpunkt auf Genderfragen gebilligt. Ihr könnt den Fortschritt dieser Arbeitsbereiche in den Abschnitten über die Programme ’Das Recht, sich dem Töten zu verweigern’ und ’Gewaltfreiheit’ in diesem Bericht nachlesen.

Rat 2014

Wie üblich gab es zur Zeit der internationalen Konferenz in Südafrika zwei Ratstreffen: Vor der Veranstaltung traf sich der ’alte’ Rat, und nach der Konferenz und Versammlung traf sich der neue Rat zum ersten Mal.

Der scheidende Rat nahm ’Peace News Trustees’ als Mitglied der WRI auf und bereitete die kommende Versammlung der WRI-Mitglieder vor.

Der neue Rat begrüßte die neuen individuell gewählten Mitglieder: Caros Barranco, Albert Beale, Großbritannien; Jungmin Choi, Südkorea; Moses John, Südsudan; Subhash Chandra Kattel, Nepal; Cattis Laska, Schweden; Lexys Rendón, Venezuela; Miles Rutendo Tanhira, Zimbabwe/Schweden; Igor Seke, Serbien/Mexico; Hülya Üçpinar, Turkei; Sergeiy Sandler, Israel und Stellan Vinthagen, Schweden.

Zur selben Zeit dankte und verabschiedete sich der Rat von denjenigen, die während der letzten vier Jahre im Rat der WRI Dienst taten, aber den Rat nun verlassen haben: Abraham Gebreyesus Mehreteab, Adriana Castaño Roman, Boro Kitanoski, Helena Rill, Hilal Demir, Patrick Sheehan-Gaumer, Rafael Uzcategui and Yeidy Rosa. (Und natürlich dankte man den dreien, die weitermachen: Carlos Barranco, Sergeiy Sandler und Stellan Vinthagen).

Als Exekutivkomitee, das zusammen mit dem Schatzmeister und der Vorsitzenden arbeiten sollte, wählte der Rat: Cattis Laska, Jungmin Choi, Hülya Üçpinar and Sergeiy Sandler.

Weitere Punkte auf der Tagesordnung des Treffens des neuen Rates waren u. a. die Billigung des Budgets von 2014, eine Bewertung der Ereignisse in Südafrika, eine Erklärung zur Ukraine, eine Entschließung, einen Prozess der Revision der Statuten zu starten, und eine Diskussion der Tagungsorte für zukünftige Ratstreffen. 

Exekutive

Die neue Exekutive hat sich bis jetzt dreimal persönlich getroffen: Mitte Oktober 2014 in London, Anfang Januar 2015 in London und Anfang Juni 2015 in Istanbul. Zusätzlich trifft sich die Exekutive einmal pro Monat in einer Telefonkonferenz.

Wie bereits in Kapstadt angekündigt trat Dominique Saillard als Schatzmeisterin nach dem Ende 2014 zurück. Ihr Platz wurde übernommen von Sergeiy Sandler, der von der Exekutive als Schatzmeister kooptiert wurde – diese Kooptierung muss vom Ratstreffen in Seoul bestätigt werden. Als Konsequenz wurde die Exekutive um ein Mitglied verringert. Es wurde die Notwendigkeit diskutiert, ein neues zusätzliches Mitglied zu finden. Während man der Meinung war, es sei keine äußerste Dringlichkeit vorhanden und daher die Exekutive keine Anstalten ergriff, ein neues Mitglied zu benennen und zu kooptieren, bittet die Exekutive den Rat, einen solchen Prozess der Benennung und Wahl eines zusätzlichen Mitglieds in Gang zu bringen, das in Seoul oder später gewählt werden soll, entweder durch Email oder beim Ratstreffen 2016. Die Exekutive war stark der Meinung, dass die Person aus Gründen regionaler Ausgewogenheit entweder aus Lateinamerika oder aus Afrika kommen sollte und dass ein Anhörungskomitee des Rates benötigt wird, um den/die richtigen KandidatIn zu beurteilen und zu finden.

Die Protokolle der früheren Treffen sind verteilt worden. Die Hauptpunkte, die von der Exekutive diskutiert wurden, waren Budget und Spendenaufkommen, das Ratstreffen von 2015, ein strategischer Prozess, um die nächsten Schritte bei den verschiedenen Programmen zu bestimmen und über den Jahreswechsel die Anstellung einer/s neuen ArbeiterIn am Programm ‚Gewaltfreiheit‘, der oder die Javier Gárate ersetzt, und einer/s neuen ArbeiterIn am Programm CMOY.

Arbeitsgruppen

Die schwullesbische Arbeitsgruppe existiert noch formell, aber hat sich in diesem Jahr weder virtuell noch persönlich getroffen.

Die Frauen-Arbeitsgruppe traf sich zu mehr als einer Gelegenheit in Kapstadt, während der Konferenz ‚Kleine Aktionen, große Bewegungen‘. Die Mailingliste existiert weiterhin, aber die Kommunikation ist ziemlich selten.

MitarbeiterInnen

Es gab während des vergangenen Jahres eine Reihe von Veränderungen im Team der MitarbeiterInnen bei der WRI. Zu Beginn von März 2015 verließ Javier Gárate das WRI-Büro, nachdem er 10 Jahre zuvor im April 2005 der erste Arbeiter am Gewaltfreiheits-Programm geworden war. Javier wird im Büro sehr vermisst, aber ist noch sehr aktiv als Teil des lateinamerikanischen antimilitaristischen Netzwerks und lebt jetzt in Gent in Belgien.

Während der Zeit dieses Berichtes haben wir zwei Friedensarbeiter von Quaker Peace and Social Witness (QPSW) zu Gast gehabt (ein System in Großbritannien, wo Organisationen der Friedensbewegung jemanden für ein Jahr zu Gast haben, finanziert von QPSW). Der erste, Andrew Dey, beendete Ende August seine Arbeit bei der WRI, nachdem er im vergangenen Jahr für die zweite Ausgabe des Handbuchs für Gewaltfreie Kampagnen zuständig gewesen war. Viele Mitglieder der WRI werden Andrew während seiner unermüdlichen Arbeit während der Konferenz ‚Kleine Aktionen, große Bewegungen’ in Kapstadt getroffen haben. Während des Jahres, in dem er bei uns als Friedensarbeiter war, hat Andrew vier Tage pro Woche für die WRI gearbeitet und den fünften für Action AWE, eine Graswurzelkampagne für gewaltfreie Aktionen mit dem Ziel, die Produktion von Atomwaffen in zwei Fabriken in England zu stoppen. Doch Andrew hat das Büro nicht lange verlassen, denn im Februar 2015 begann er seine Arbeit bei dem neuen Gewaltfreiheits-Programm der WRI, das er von Javier übernahm. Er arbeitet vier Tage pro Woche an dem Gewaltfreiheits-Programm. Andrew wird bei dem Seminar ‚Das Kriegsgeschäft beenden‘ in Seoul nicht dabei sein, aus dem sehr guten Grund, dass er und seine Partnerin in der betreffenden Woche ein Kind erwarten. Wir freuen uns alle, sie wieder zu sehen!

Im September 2014 kam Elisa Haf, eine zweite Friedensarbeiterin von QPSW, zur WRI, und sie arbeitet auch 2 ½ Tage pro Woche mit Forces Watch zusammen, einer in Großbritannien beheimateten Organisation, die die Ethik von Praktiken der Rekrutierung für Streitkräfte untersucht und sich den Anstrengungen entgegen stellt, in der Zivilgesellschaft militaristische Werte zu etablieren. Bei der WRI ist Elisa Herausgeberin des in Kürze erscheinenden Buches Conscientious Objection: A Practical Companion for Movements. Sie war auch beteiligt an vielen anderen Aspekten der Arbeit der WRI, eingeschlossen Veröffentlichungen, und gab eine Sonderedition der ‚Kriegsprofiteure‘ zum Thema Gender heraus.

Eine weitere große Veränderung im Büro war die Ankunft des ersten Arbeiters, der seinen Schwerpunkt auf dem Widerstand gegen die Militarisierung der Jugend hat, Semih Sapmaz. Semih arbeitet zwei Stunden pro Woche bei der WRI und fing damit im Februar 2014 an. Viele von euch, die Semih noch nicht gesehen haben, werden ihn in Seoul sehen.

Hannah Brock arbeitet weiter am Programm ‚Das Recht, sich dem Töten zu verweigern‘, und in diesem Jahr kam sie auf ihre Bitte hin vier Tage pro Woche, um für die WRI zu arbeiten. Der weitere fünfte Tag am Programm ‚Das Recht, sich dem Töten zu verweigern‘ ist von Semih übernommen worden. Dieser Tag schließt Arbeit an KDV aktuell, KDV und anderer Arbeit für RRTK ein, die eng mit dem Gewaltfreiheits-Programm in Beziehung steht.

Alle Mitarbeiterinnen halten zusammen mit den Freiwilligen und Internen regelmäßige Treffen ab, deren Protokolle dem Exekutivkomitee zugesandt werden.

Interne und Freiwillige

Im Büro haben wir in diesem Jahr zwei Freiwillige gehabt. Obwohl er jetzt viele Meilen entfernt wohnt, kommt Martyn Lowe weiterhin zum Büro, um alle sechs Monate (wie versprochen!) beim Versand unseres Appellbriefs zu helfen.

Zwischen Mai und Juni hatten wir auch David Scheuing aus Deutschland zu Gast, der uns geholfen hat, unsere Netzwerk-Grundlage zu aktualisieren, eine Ausgabe des ‚Zerbrochenen Gewehrs‘ über die Militarisierung der Grenzen herausgegeben und einen Entwurf des Buches 'Conscientious Objection: A Practical Companion for Movements' Korrektur gelesen hat. Es war ein Vergnügen, David zu Gast zu haben – danke!

Die WRI wird auch unterstützt durch ein breites (und wachsendes!) Netzwerk von ÜbersetzerInnen – einige sind Mitglieder des Rates oder der Exekutive, andere sind freiwillig durch unsere Webseite dazu gekommen. Viel Dank geht an: Demet Caltekin, Manuel Torres, Candela, Carlos Barranco, Nayua Abdelkefi, Igor Seke, Matias Mulet, Laura Perez Poza, Oscar Henchunao, Pedro Ballestreros, Clara Delgado, Eva Aneiros, Cristian González, Mabel Pedemonte, Mayra Cavilla, Yolanda Alvarez, César Pérez, Gabriela Carcia Calederon Orbe, Marin Vallarino Arrospide, Carolina Olivero, Lydia Saiz, Paul Rankin, Rebecca House, Ruby Starheart, Ian MacDonald, Grace Brown, Anjali Mukhi Navalrai, Florian Schweitzer, Inge Dreger, Gerd Büntzly, Achim Schmitz, Christine Schweitzer, Kai-Uwe Dosch, Anne Dietrich, Rainer Sonntag, Caroline Wedler, Richard Meakin, Diana Vega, Laura Guthrie, Lewis Sinkala, Benjamin Lacey, René Burget, Tikiri, Marion List, Serge Vanden Berghe, Bastien Zara, Eve Tignol, Alice Rene, Nolwenn Gaudin, Frederic Audebrand, Yoann Re, John Bogard, Bryony, Justin Hoffman, Rebecca House, Bastien Zara, Yoann Re, Lewis Sinkala, Eleonora Romagna, Elisa Spinelli, Eleonora Romagna, D Phillips, Asunción Serrano, Laura Poza, Laura Sanquer, Colin Brace und Anastassia Puskarjova.

Lyn Setchell hat auch mit dem Design und Layout des Buches über Kriegsdienstverweigerung geholfen, und Park Seungho hat den Umschlag entworfen.

Wir schätzen auch sehr die Zeit, die Carlos Ronceros aufgewendet hat, der uns bei unserer IT-Ausrüstung hilft – von der Aktualisierung laufender Maschinen bis zur Installation völlig neuer. Danke, Carlos!

Veröffentlichungen

Alle Email-basierten Veröffentlichungen der WRI können auf unserer Webseite eingesehen werden. Ihr könnt euch hier eintragen, um sie bei euch zu empfangen.

Regelmäßige Veröffentlichungen

Das Zerbrochene Gewehr

Das Zerbrochene Gewehr ist der hauptsächliche Rundbrief der WRI, er wird auf Englisch, Spanisch, Deutsch und Französisch veröffentlicht. Er wird online veröffentlicht, normalerweise mit einer PDF-Version zum Herunterladen, und als Email-Rundbrief verschickt. Die MitarbeiterInnen nutzen Das Zerbrochene Gewehr oft, wenn sie verreisen und bei Veranstaltungen sind. In diesem Jahr haben wir angefangen, die Website Issuu zu nutzen, um die PDF-‚Zeitschrift‘-Version des Zerbrochenen Gewehrs zu veröffentlichen, die die Lektüre auf Tablets, Laptops und elektronischen Lesegeräten viel leichter macht. Ihr könnt sie kostenlos abonnieren und auch vergangene Ausgaben in allen vier veröffentlichten Sprachen lesen, hier: issuu.com/warresistersint

Seit Juli 2014 sind die folgenden Ausgaben veröffentlicht worden:

wri-info

‘WRI-info” ist die hauptsächliche ‘öffentliche’ Emailliste der WRI. Neuigkeiten werden auf der WRI-Info-Emailliste je nach Bedarf mitgeteilt – normalerweise für Erklärungen der WRI, große Ankündigungen und ‚Geschichten von Kriegsgegnern‘.

Berichte aus der WRI

‚Berichte aus der WRI‘ ist ein kurzes monatliches Bulletin von Neuigkeiten vom Netzwerk der WRI. Es enthält jeden Monat fünf Geschichten, sowohl vom Büro als auch vom WRI-Netzwerk. Es ist entworfen, um den Menschen Höhepunkte neuerer Aktvitäten zu geben und auch, um sie in einer kurzen und aufmunternden Weise auf kommende Veranstaltungen hin zu weisen.

CO-Update

Das ‘CO-Update’, produziert auf Englisch, ist der elektronische Rundbrief des Programmes ‘Das Recht, sich dem Töten zu verweigern’. Seit dem Sommer 2012 ist es zweimonatlich produziert worden. Es enthält Aktualisierungen zu Kriegsdienstverweigerung und Rekrutierung in aller Welt, ebenso wie Neuigkeiten zu Aktivitäten zum ‚Das Recht, sich dem Töten zu verweigern‘.

CO-Alert (KDV-Alarm)

Die WRI startete dieses Email-basierte System im Juli 2011, um die AbonnentInnen bei Verhaftungen oder anderen Schwierigkeiten für KDVer zu alarmieren. Seit damals sind Hunderte von KDV-Alarmschreiben verteilt worden. Das KDV-Alarmsystem ist in die Datenverarbeitung der WRI zur KDV integriert worden und wird nun vollständig über die WRI-Webseite verwaltet. Der KDV-Alarm ist eine Emailliste nur auf Englisch, auch wenn einige Alarmrufe auch in anderen Sprachen auf der WRI-Webseite verfügbar sind. Bitte veranlasst so viele Menschen wie möglich, dieser Liste beizutreten: http://lists.wri-irg.org/sympa/info/co-alert

warprofiteers-news

Der Email-Rundbrief War Profiteers News wird auf Englisch und Spanisch veröffentlicht, gewöhnlich alle zwei Monate. Er ist ein wichtiges Werkzeug, um einer großen Anzahl von Gruppen und Aktivisten Informationen zu Angelegenheiten mit Bezug zu Kriegsprofiten zu liefern und erleichtert die Verbindung von Gruppen, die zum Thema arbeiten.

Soziale Medien

In diesem Jahr haben wir unsere Arbeit an Sozialen Medien entwickelt. Wir zielen an, auf Facebook einmal täglich zu posten, auf Twitter so regelmäßig wie angemessen erscheint, und auf anderen Netzwerken – wie Diaspora – ebenfalls. Wir haben auch versucht, regelmäßig Inhalte weiterzugeben, die von Mitgliedsgruppen der WRI produziert worden sind.

Facebook

Unsere Adresse: http://www.facebook.com/pages/War-Resisters-International/116749965016853. Wir haben jetzt nahezu 3,500 AnhängerInnen – ein Zuwachs von 1000 in einem Jahr!

Causes

Unsere Adresse: http://www.causes.com/warresisters. Wir haben mehr als 4300 Anhänger und nutzen Causes oft, um für unsere Rundbriefe zu werben und durch KDV-Alarm Menschen aufzufordern, aktiv zu werden.

Twitter

Unsere Adresse: https://twitter.com/warresistersint. Wir haben etwa 2,400 AnhängerInnen. Man kann diese Liste nutzen, um Twitter-Einträge von Mitgliedsgruppen der WRI einzusehen.

Diaspora

Ein verbreiteter Service für soziale Vernetzung. Man findet uns auf https://joindiaspora.com/u/warresistersinternational

Bücher

Handbuch für Gewaltfreie Kampagnen, zweite Auflage

Die zweite Auflage des Handbuches für Gewaltfreie Kampagnen wurde auf der Konferenz ‚Kleine Aktionen, große Bewegungen‘ vorgestellt. Wir haben über 1000 Exemplare der 2. Auflage des Handbuches verkauft, das gerade ins Spanische, Deutsche, Französische, Türkische, Rumänische und Tigrinya übersetzt wird. Das Handbuch wurde von mehr als 20 Mitgliedern des WRI-Netzwerks in aller Welt geschrieben, und viele der Artikel aus der ersten Auflage wurden entweder aktualisiert oder vollständig neu geschrieben.

Kriegsdienstverweigerung: Ein praktischer Begleiter für Bewegungen

Im Jahr 2015 schrieben Mitglieder der WRI Kriegsdienstverweigerung: Ein praktischer Begleiter für Bewegungen. Geschrieben von und für Aktivisten, die in aller Welt zum Thema Kriegsdienstverweigerung Kampagnen machen, mit dem Ziel, Bewegungen zu helfen, mit Machtdynamiken umzugehen, die äußeren Herausforderungen zu überwinden, denen sie sich gegenüber sehen, und das Konzept der Kriegsdienstverweigerung zu verbessern, indem sie es in neuer und innovativer Weise nutzen. Elisa Haf hat mit uns in Teilzeit ein Jahr lang durch das Peaceworker-Programm der QPSW an diesem wichtigen Beitrag zur Bildung strategischer Bewegungen für Kriegsdienstverweigerung zusammen gearbeitet. Während dieser Jahresbericht geschrieben wird, werden die Schlussvorbereitungen für die Veröffentlichung gerade getroffen!

Erklärungen und Pressemitteilungen

Seit dem letzten Jahresbericht hat die WRI sieben Erklärungen zu verschiedenen Themen verbreitet. Sie sind alle online erhältlich und viele sind auch als Pressemitteilungen an Medien gegangen, wo es relevant war. Die letzten dieser Erklärungen sind:

Finanzen und Spendenaufkommen

Dieses Jahr 2015 ist ein entscheidendes Jahr für die langfristige finanzielle Nachhaltigkeit des Büros der WRI und ihrer Programme. Viele Jahre lang hat die WRI ihre dahin schwindenden finanziellen Reserven verbraucht (gegenwärtig etwa £ 64 000), mit einem strukturellen Defizit von etwa £ 20 000 pro Jahr. Das Defizit entstand aus der Tatsache, dass wir eine regelmäßige Unterstützung (vom Joseph Rowntree Charitable Trust) haben, durch die das Programm ‚Das Recht, sich dem Töten zu verweigern‘ finanziert wird, aber keine vergleichbare Finanzierungsquelle für das Gewaltfreiheits-Programm. Mit einigem Glück und gelegentlichen einmaligen Spendenerfolgen haben wir es geschafft, etwa zehn Jahre lang den letzten Schwund unserer Reserven hinauszuzögern, und wir sind auch sparsamer in unseren Ausgaben geworden.

Doch 2015 bietet Gelegenheiten für eine schließlich langfristigere Finanzierung aller Büroprogramme. Zunächst erreichten wir es seit Ende 2013, Beihilfen spezifisch für die Abdeckung von Kernkosten (hauptsächlich Bezahlung der ArbeiterInnen an den Programmen) für das Gewaltfreiheits-Programm zu erhalten, obwohl das noch relativ kleine Summen sind (etwa £ 5 000–6 000). 2015 erhielten wir eine erste Unterstützung zu diesem Zweck von dem in Großbritannien beheimateten Netzwerk für Sozialen Wandel, und eine größere Unterstützung von dort her ist gegenwärtig in Aussicht (und in die engere Wahl gekommen). Wir haben Grund zur Hoffnung, dass dieses eine regelmäßige Einkommensquelle sein kann, mit der ein beträchtlicher Teil der Kernkosten des Programms gedeckt wird. Einige weitere Anträge laufen außerdem.

Zusätzlich haben wir in diesem Jahr ein neues Programm gestartet, ‚Gegen die Militarisierung der Jugend‘, dessen Budget im ersten Jahr als Teil des Programms ‚Das Recht, sich dem Töten zu verweigern‘ vorgesehen war. Die Militarisierung der Jugend ist ein Thema, das innerhalb des Netzwerkes der WRI eine Menge Begeisterung hervorgerufen hat, und hat vom finanziellen Gesichtspunkt her auch ein starkes Potential, regelmäßige Spenden dafür zu erhalten. 2015 machen wir eine konzentrierte Anstrengung, solche Spenden zu erhalten und so die finanzielle Nachhaltigkeit der WRI auf längere Sicht sicher zu stellen.

Die Schatzmeisterin der WRI, Dominque Saillard, trat Anfang 2015 nach sieben Jahren an dieser Arbeit zurück. Domi war eine unglaublich engagierte Schatzmeisterin, wie auch im Allgemeinen als Exekutivmitglied, und hat eine Menge dazu beigetragen, dass das Büro der WRI noch offen ist und genügend Geld für den Betrieb hat. In ihren Berichten an den Rat hat Domi immer die Notwendigkeit betont, die Finanzierung des WRI-Büros durch die Netzwerke wieder zu beleben. Es gab eine Zeit, als das Büro vollständig durch Beiträge der Mitgliedesorganisationen und individuelle Spenden unterstützt wurde. Jetzt reichen diese Einkommensquellen gerade mal, um etwa 10 % des jährlichen Budgets zu decken. Und während die Beiträge der Mitgliedsorganisationen allein bald nicht mehr unsere vollen Ausgaben decken werden, wurde der empfangene Betrag in Domis Zeit als Schatzmeisterin mehr als verdoppelt und deckt jetzt die meisten Ausgaben ab, die nicht zu einem Programm gehören, wie die Miete für das Büro und die Kosten für Treffen der Exekutive.

Domi war auch zentral für unsere Arbeit, um Spenden für die Internationale Konferenz der WRI letztes Jahr in Südafrika einzuwerben – eine Veranstaltung von großer politischer Bedeutung, die eine schwere Last für die geringen verbleibenden Reserven der Wri hätte werden können, aber auch vom finanziellen Gesichtspunkt her als großer Erfolg endete.

Aufgrund dieser Anstrengungen und neuesten Erfolge war unser Budget für 2015 das erste jüngerer Erinnerung nach, in dem wir realistisch geplant haben, das Jahr ohne ein Defizit zu Ende zu bringen. Die bislang absehbaren finanziellen Ergebnisse (zur Zeit der Niederschrift haben wir Zahlen bis zum 30. Juni) zeigen, dass unser Optimismus im Wesentlichen gerechtfertigt war. Die Zahlen zeigen ein Defizit von etwa £ 1000, was mit einem ausgeglichenen Haushalt zum Jahresende hin zusammenpasst.

Aber wir sind noch nicht so weit. Wie Domi es immer betont hat, wenn die WRI sich als radikal pazifistisches Netzwerk sieht, sollte sich diese Tatsache auch in der Art widerspiegeln, in der unser zentrales Büro und unsere Programme finanziert werden. Das Netzwerk als Ganzes sollte die Anstrengung und Verantwortung teilen, um das Einkommen zu generieren, das für den Betrieb des Büros gebraucht wird. Und während Beiträge der Mitglieder ein wichtiger Teil dieser Verantwortung sind, gibt es andere Arten, in denen ihr, die Mitgliedsorganisationen der WRI, am Prozess teilhaben könnt. Das schließt zum Beispiel ein, der WRI zu helfen, ihre Spendenbasis über unsere traditionellen Zirkel hauptsächlich britischer SpenderInnen, mit denen wir ursprünglich vor Jahrzehnten in Kontakt waren, zu erweitern. Als eine Internationale braucht die WRI auch eine internationale Spendenbasis. Das schließt auch ein, Kenntnisse und Erfahrungen, die im Netzwerk angesammelt wurden, mitzuteilen, um dem Büro zu helfen, an mehr Spendengelder zu gelangen.

Wie oben erwähnt, ist 2015 ein entscheidendes Jahr für die zukünftige finanzielle Lebensfähigkeit der WRI. Wir brauchen noch immer eure Hilfe und Zusammenarbeit, um aus dieser entscheidenden Periode mit einem günstigen Ergebnis herauszukommen.

Ausblick auf das kommende Jahr

Radikale pazifistisch-antimilitaristische Ansätze für die gegenwärtigen Herausforderungen, Krisen und Kriege sind sehr stark eine Minderheitsposition – sowohl international als auch in den meisten unserer Länder. Wir brauchen uns darüber keinen Illusionen hinzugeben. Doch diese Herausforderungen dürfen uns nicht veranlassen, die Samen der Hoffnung zu übersehen: Flügge gewordene Bewegungen werden stärker, Kriegsdienstverweigerer gewinnen zähneknirschende Anerkennung durch die Rechtssysteme in ihren Ländern, Waffenexporte werden gestoppt und gewaltfreie Aktionen fortgesetzt, selbst angesichts äußerster und schrecklicher Repression wie in Syrien oder Irak. Mitglieder der WRI sind in vielen solcher Bewegungen engagiert, und als Netzwerk der Solidarität werden wir weiterhin zu einander stehen.

Mehr organisatorisch gefasst, wird das kommende Jahr zeigen, ob wir es schaffen, die Spenden einzusammeln, um unsere Arbeit gegen die Militarisierung der Jugend fortzusetzen und das Gewaltfreiheitsprogramm zu konsolidieren. Wir werden natürlich in den kommenden Jahren ein weiteres Ratstreffen haben – entweder persönlich oder wieder elektronisch. Wir müssen auch einige ernsthafte Gedanken auf das kommende ‚Dreijahrestreffen‘ richten und einiges an Vorbereitung dafür beginnen – die internationale Konferenz und Versammlung. Das Ratstreffen in Seoul wird beginnen, Dinge zu diesen Themen in Bewegung zu setzen.

Übersetzung: Gerd Büntzly

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