Jamal Juma' über militarisierte Polizeitarbei in Palästina

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A member of Israel's Border Police wearing a gas mask. There are several armoured vehicles parked in the background.
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Jamal Juma'

Mein Name ist Jamal Juma ', ich bin der Koordinator der palästinensischen Graswurzelbewegung gegen die Mauer und die Siedlungen, die die Bevölkerung ghettoisiert und begrenzt, umgeben von neun Meter hohen Mauern mit all der Überwachung und Kameras und Wachtürmen und Maschinengewehren, die dort befestigt wurden, und Militärwachen, die in der Gegend patrouillieren. Das sind also die Dinge, die sie tun, und es ist eine Art Erweiterung der Gefängnisse für die Menschen. Damit inhaftiert man nicht zehn oder zwanzig Menschen, nein. Man sperrt das ganze Volk ein. Das ist halt die Mauer.

Diese Mauer zerstörte das Land der Menschen und die Reaktion war Demonstrationen. Wir standen der Polizei gegenüber, nicht einmal der Polizei, sondern dem Militär. Das Militär, voll bewaffnet, und sie kommen um zu töten, sie kommen, um dich bluten zu lassen, sie kommen um dich ins Gefängnis zu bringen, sie kommen um dich zu lähmen, indem sie dich in empfindliche Teile deines Körpers schießen. Sie benutzen verschiedene Arten von Waffen und testen sie an uns. Von verschiedenen Arten von Tränengas bis hin zu Kugeln, verschiedenen Arten von Geschossen, Plastikgeschossen, gummibeschichteten Geschossen. Es gibt so viele andere Arten von Geschossen, deren Bezeichnung ich nicht kenne. Sie werden so etwas wie "dum-dum" genannt, eine explosive Kugel, die auf dein Bein schießt und in deinem Bein explodiert und dein Bein wird zerschmettert. Alle diese Techniken wurden gegen die Demonstranten eingesetzt. Ich erinnere mich an Tage, an denen wir marschierten, und plötzlich, ohne Schüsse zu hören, sehen wir, wie die Leute, die auf dem Marsch marschierten, hinfielen, hinfielen und hinfielen. Am Ende schnappten sie sie mit stummen Waffen. Sie haben sie nacheinander umgeworfen. Das ist schrecklich. Das waren Menschen, die marschierten und in ihren Händen Slogans hielten, die dagegen protestierten, dass ihr Land beschlagnahmt und isoliert wurde.

Diese Art militärischer Techniken, die sie gegen uns einsetzten, wurden leider an andere unterdrückende Regime transferiert und exportiert. Das haben wir in Lateinamerika gesehen, als wir dort aktiv wurden. Wir haben gesehen, dass die israelischen Militär- und Sicherheitsfirmen verschiedene Regime in Lateinamerika darin ausbilden, ihre Bevölkerung zu unterdrücken, wie man die Demonstranten, die Zivilisten, die für ihre Rechte demonstrieren, angreift und bekämpft. Sie exportieren die Techniken, sie exportieren diese bösen Wege, die Menschen zu unterdrücken und ihnen zu schaden. Sogar in letzter Zeit haben wir das in den Favelas in Rio und in Brasilien gesehen, wo sie das gleiche Überwachungssystem bauen, und auch die Türme, von denen aus sie die Menschen beobachten und fangen und in den Favelas töten. Das ist also die Gefahr des israelischen Militärs, nicht nur die Drohnen, die sie bewerben und an die Welt verkaufen. Dasselbe gilt für die militärischen Unterdrückungen, die polizeilichen Unterdrückungen. Sie exportieren die Techniken. Und sie bringen den anderen Regimes bei, wie man ihre Leute schlägt, wie man sie unterdrückt, wie man sie erstickt, wie man sie einsperrt, wie man sie lähmt.

Informationen zur Autorin

Jamal Juma’ wurde in Jerusalem geboren und besuchte die Birzeit-Universität, wo er politisch aktiv wurde. Seit der ersten Intifada konzentriert er sich auf Graswurzelaktivismus. Er ist ein Gründungsmitglied des palästinensischen Landwirtschafts-Hilfskomitees (  Palestinian Agricultural Relief Committee ), der palästinensischen Vereinigung für Kulturaustausch ( Palestinian Association for Cultural Exchange ) und des palästinensischen NGO-Netzwerks für Umwelt ( Palestinian Environmental NGO Network ). Seit 2002 ist er Koordinator von  Stop the Wall .

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Police militarisation theme

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About the authors

Jamal Juma’ wurde in Jerusalem geboren und besuchte die Birzeit-Universität, wo er politisch aktiv wurde. Seit der ersten Intifada konzentriert er sich auf Graswurzelaktivismus. Er ist ein Gründungsmitglied des palästinensischen Landwirtschafts-Hilfskomitees (  Palestinian Agricultural Relief Committee ), der palästinensischen Vereinigung für Kulturaustausch ( Palestinian Association for Cultural Exchange ) und des palästinensischen NGO-Netzwerks für Umwelt ( Palestinian Environmental NGO Network ). Seit 2002 ist er Koordinator von  Stop the Wall .

Jamal Juma’ wurde in Jerusalem geboren und besuchte die Birzeit-Universität, wo er politisch aktiv wurde. Seit der ersten Intifada konzentriert er sich auf Graswurzelaktivismus. Er ist ein Gründungsmitglied des palästinensischen Landwirtschafts-Hilfskomitees (  Palestinian Agricultural Relief Committee ), der palästinensischen Vereinigung für Kulturaustausch ( Palestinian Association for Cultural Exchange ) und des palästinensischen NGO-Netzwerks für Umwelt ( Palestinian Environmental NGO Network ). Seit 2002 ist er Koordinator von  Stop the Wall .

Jamal Juma’ wurde in Jerusalem geboren und besuchte die Birzeit-Universität, wo er politisch aktiv wurde. Seit der ersten Intifada konzentriert er sich auf Graswurzelaktivismus. Er ist ein Gründungsmitglied des palästinensischen Landwirtschafts-Hilfskomitees (  Palestinian Agricultural Relief Committee ), der palästinensischen Vereinigung für Kulturaustausch ( Palestinian Association for Cultural Exchange ) und des palästinensischen NGO-Netzwerks für Umwelt ( Palestinian Environmental NGO Network ). Seit 2002 ist er Koordinator von  Stop the Wall .