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das zerbrochene Gewehr Nr.70, Mai  2006

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Operation Verweigert den Krieg
15. Mai - Unterstützung für US-Verweigerer

Unterstützt US-VerweigererInnen

arrest of Stephen Funk

Stephen Funk war einer der ersten Verweigerer, die für ihre Kriegsdienstverweigerung im Jahr 2003 ins Gefängnis gingen. Er saß eine Strafe von sechs Monaten ab. In dieser Ausgabe des Zerbrochenen Gewehrs erzählt er seine Geschichte.

Ich bin dem United States Marine Corps beigetreten, als ich 19 Jahre alt war. Ich suchte nach Abenteuern, nach einem Ziel, und ich wollte dazugehören. Ich hatte keine Idee, in was ich hineinschlitterte. Als ich die Grundausbildung anfing und gezwungen wurde, gewalttätig zu werden, andauernd "Töten, töten, töten" zu rufen, auf Ziele mit menschlichem Umriss zu schießen, und auf Sandsäcke mit menschlichen Formen einzustechen, wusste ich, dass ich einen schweren Fehler begangen hatte, als ich mich zum Militär meldete. Leider hatte ich wie die meisten, die einen Vertrag mit dem Militär unterschreiben, mir nicht ernsthaft die Fragen gestellt, die Militärwerber niemals stellen werden. Warum existiert Krieg? Ist Krieg zu rechtfertigen? Könnte ich ein anderes menschliches Wesen töten?

Als ich entdeckte, dass ich ein Kriegsdienstverweigerer war, wusste ich nicht, dass ich irgendwelche Rechte hatte, nach diesen Überzeugungen zu handeln. Die militärische Indoktrination führt einen dazu zu denken, dass eigene Überzeugungen bedeutungslos und selbstsüchtig sind, und dass einmal verpflichtete Soldaten keine Macht und kein Recht haben, als Individuen zu handeln. Während der Gewehrausbildung qualifizierte ich mich tatsächlich als ein ausgezeichneter Schütze. Statt mich zu beglückwünschen, sagte mir mein Ausbilder, in einer wirklichen Situation hätte ich nicht so gut abgeschnitten. Zuerst ärgerte ich mich, nachdem ich mich so ausgezeichnet hatte in dem, was von mir verlangt worden war, aber dann dachte ich darüber nach, was er gesagt hatte, und mir wurde klar, dass er recht hatte. Ich sagte ihm, er habe recht, ich würde in einer wirklichen Situation nicht genau so gut sein, denn ich glaubte, Töten sei falsch. Auch wenn das bedeutungslos erscheinen mag, die Tatsache, dass ich laut feststellte, was während der ganzen Zeit meines Trainings unterdrückt worden war, dass ich ein Pazifist bin, hatte eine erstaunliche Wirkung. Es war, als hätte ich die ganze Zeit unter Wasser meinen Atem angehalten und wäre schließlich zum Luftholen an die Oberfläche gekommen.

Ende 2002 lebte ich in San Francisco und verbrachte ein Wochenende pro Monat als Marinereservist. Die restliche Zeit verbrachte mit Märschen auf den Straßen, um gegen die Invasion des Irak zu protestieren und an meinem Antrag auf Anerkennung als Kriegsdienstverweigerer zu arbeiten. Mit der Unterstützung anderer Aktivisten organisierte ich im April 2003 eine Pressekonferenz, um mich als Kriegsdienstverweigerer zu erklären. Ich war unter den ersten, die während dieses Krieges Ich bin dem United States Marine Corps beigetreten, als ich 19 Jahre alt war. Ich suchte nach Abenteuern, nach einem Ziel, und ich wollte dazugehören. Ich hatte keine Idee, in was ich hineinschlitterte. Als ich die Grundausbildung anfing und gezwungen wurde, gewalttätig zu werden, andauernd "Töten, töten, töten" zu rufen, auf Ziele mit menschlichem Umriss zu schießen, und auf Sandsäcke mit menschlichen Formen einzustechen, wusste ich, dass ich einen schweren Fehler begangen hatte, als ich mich zum Militär meldete. Leider hatte ich wie die meisten, die einen Vertrag mit dem Militär unterschreiben, mir nicht ernsthaft die Fragen gestellt, die Militärwerber niemals stellen werden. Warum existiert Krieg? Ist Krieg zu rechtfertigen? Könnte ich ein anderes menschliches Wesen töten?

Als ich entdeckte, dass ich ein Kriegsdienstverweigerer war, wusste ich nicht, dass ich irgendwelche Rechte hatte, nach diesen Überzeugungen zu handeln. Die militärische Indoktrination führt einen dazu zu denken, dass eigene Überzeugungen bedeutungslos und selbstsüchtig sind, und dass einmal verpflichtete Soldaten keine Macht und kein Recht haben, als Individuen zu handeln. Während der Gewehrausbildung qualifizierte ich mich tatsächlich als ein ausgezeichneter Schütze. Statt mich zu beglückwünschen, sagte mir mein Ausbilder, in einer wirklichen Situation hätte ich nicht so gut abgeschnitten. Zuerst ärgerte ich mich, nachdem ich mich so ausgezeichnet hatte in dem, was von mir verlangt worden war, aber dann dachte ich darüber nach, was er gesagt hatte, und mir wurde klar, dass er recht hatte. Ich sagte ihm, er habe recht, ich würde in einer wirklichen Situation nicht genau so gut sein, denn ich glaubte, Töten sei falsch. Auch wenn das bedeutungslos erscheinen mag, die Tatsache, dass ich laut feststellte, was während der ganzen Zeit meines Trainings unterdrückt worden war, dass ich ein Pazifist bin, hatte eine erstaunliche Wirkung. Es war, als hätte ich die ganze Zeit unter Wasser meinen Atem angehalten und wäre schließlich zum Luftholen an die Oberfläche gekommen.

Ende 2002 lebte ich in San Francisco und verbrachte ein Wochenende pro Monat als Marinereservist. Die restliche Zeit verbrachte mit Märschen auf den Straßen, um gegen die Invasion des Irak zu protestieren und an meinem Antrag auf Anerkennung als Kriegsdienstverweigerer zu arbeiten. Mit der Unterstützung anderer Aktivisten organisierte ich im April 2003 eine Pressekonferenz, um mich als Kriegsdienstverweigerer zu erklären. Ich war unter den ersten, die während dieses Krieges diesen Status beantragten und der allererste, der mit seinen Überzeugungen an die Öffentlichkeit trat. Ich ging an die Öffentlichkeit, weil das das Richtige war; ich war in der Lage, an die Öffentlichkeit zu gehen wegen der ganzen Unterstützung, die ich von der Friedensgemeinschaft erhielt.

Mit fortgesetzter Hilfe fing ich eine öffentliche Kampagne an, um anderen im Militärdienst zur Kenntnis zu bringen, dass sie das Recht und die Pflicht haben, ungesetzlichen, und unmoralischen Befehle nicht zu gehorchen. Die Militärs wollten meine Stimme zum Schweigen bringen und dachten daran, an mir ein Exempel zu statuieren. Im September 2003 wurde ich vor ein militärisches Kriegsgericht gestellt. Ich wurde zu sechs Monaten Militärgefängnis verurteilt, mein Militärgrad wurde zu dem eines einfachen Soldaten herabgestuft, und ich wurde unehrenhaft aus der Armee entlassen.

Ich ging ins Gefängnis, stolz darauf, was ich erreicht hatte, aber traurig, dass ich eingesperrt wurde, weil ich mich für Frieden ausgesprochen hatte. Während ich ins Gefängnis kam, marschierte die Anti-Kriegs-Bewegung ohne mich weiter, aber ich erhielt weiterhin Unterstützung von Menschen, die etwas über meine Geschichte gehört hatten. Ich erhielt Tausende von Briefen von Menschen aus aller Welt, die mein Handeln friedlichen Widerstandes unterstützten. Die andauernde Unterstützung bedeutete so viel für mich, sie bedeutete, dass ich nicht ohne Grund eingesperrrt worden war, sie bedeutete, dass andere draußen waren und für eine friedliche Welt arbeiteten.

2004 wurde ich entlassen und arbeite weiter für Frieden und Gerechtigkeit. Ich arbeite mit verschiedenen Organisationen zusammen, einschließlich den Irak-Veteranen gegen den Krieg, den Veterans for Peace und Vets4Vets. Ich bin im letzten Herbst an die Stanford University gegangen und habe mich auf internationale Beziehungen spezialisiert.

Der 15. Mai ist der internationale Tag des Kriegsdienstverweigerers. Es ist eine Zeit, die Siege von KDV-ern zu feiern wie den der jüngsten Entlassung von Mehmet Tarhan in der Türkei, ebenso wie die Fortschritte der Friedensbewegung. Es ist auch eine Zeit, die Unterstützung für diejenigen zu erneuern, die weiterhin im Rahmen ihrer Friedensarbeit kämpfen. Vor sehr kurzem wurde der Fliegerleutnant Dr. Malcolm Kendall-Smith wegen seiner Weigerung zu dienen ins Gefängnis gesperrt. In den USA verbüßt Kevin Benderman ein Gefängnisurteil, und das Militär bedroht Katherine Jashinsky mit einem Prozess wegen ihres öffentlichen Widerstandes. Diese Männer und Frauen und andere, die wegen ihrer Suche nach Frieden verfolgt werden, verdienen und brauchen unsere Unterstützung.

Frieden,
Stephen Funk

Editorial

Der 15. Mai ist der Internationale Tag zur Kriegsdienstverweigerung, und im Jahr 2006 hat die War Resisters' International die Situation von US-KriegsdienstverweigererInnen und SoldatInnen zum Schwerpunkt gewählt: SoldatInnen, die einen KDV-Antrag stellen, die sich unerlaubt entfernen, oder andere Wege fin- den, aus dem Militär entlassen zu werden.

Der andauernde Krieg im Irak führt zu wachsender Unzufriedenheit unter SoldatInnen, insbesondere des US- Militärs, die im Irak das größte Kontingent stellen. Diejenigen, die einen KDV-Antrag stellen, oder sich unerlaubt von der Truppe entfernen (AWOL), bilden nur die sichtbare Spitze des Eisberges. Die 'stop-loss'-Politik des US-Militärs - eine Politik, die bedeutet, dass ein/e SoldatIn weiter Dienst leisten muss, obwohl das Ende der Vertragszeit erreicht ist - ist nicht nur eine Reaktion auf die anwachsende Anti-Rekrutierungsbewegung (siehe Seite 2), sondern auch eine Reaktion auf den Unwillen der SoldatInnen, nach Ende der Vertragszeit sich erneut zu verpflichten. Gleichzeitig steigert diese Politik aber die vorhandene Unzufriedenheit.

Für AntikriegsaktivistInnen ist es wichtig, Brücken zu bauen zu SoldatInnen, die gegen den Krieg sind, und die aus dem Militär raus wollen. Die US-Antikriegsbewegung versteht dies besser als die meisten anderen Antikriegsbewegungen, insbesondere in Europa. Unser Schwerpunkt auf den Widerstand von SoldatInnen im Militär - mit dem Ziel, 'rauszu- kommen - bietet daher auch eine Möglichkeit, von den Erfahrungen in den USA zu lernen, und Unterstützungsstrukturen für SoldatInnen/ KriegsdienstverweigererInnenauch in anderen Ländern aufzubauen.

Andreas Speck
War Resisters' International
5 Caledonian Rd, London N1 9DX, Grossbritannien
http://wri-irg.org/de

Militärdienst in den USA: Gewissens- und Menschen- rechtsfragen

Die War Resisters' International hat im März 2006 einen Bericht an das Menschenrechtskomitee der Vereinten Nationen zu "Gewissens- und Menschenrechtsfragen" in Verbindung mit dem Militär der USA veröffentlicht. Der Bericht ist Teil der Aktivitäten der WRI in Vorbereitung auf den 15. Mai - den Internationalen Tag zur Kriegsdienstverweigerung - der in diesem Jahr US-VerweigererInnen zum Schwerpunkt hat.

Die wesentlichen Bedenken der WRI sind:

Der Bericht ist auf der Internetseite der WRI auf Englisch (http://wri-irg.org/news/2006/usa0603-en.htm) und Spanisch (http://wri-irg.org/news/2006/usa0603-es.htm) abrufbar.

Weitere Informationen:

War Resisters' International
5 Caledonian Rd, London N1 9DX, Grossbritannien
email info@wri-irg.org
http://wri-irg.org/de

StudentIn oder SoldatIn: Du übernimmst die Führung bei der Abwehr von Rekrutierungen

Kevin Ramirez und Steve Morse

2005 war ein entscheidendes Jahr für RekrutierungsgegnerInnen, da die Armee, die Nationalgarde, die Reservearmee, die Marine-Reserve und die Lufwaffen-Nationalgarde sämtlich ihre Rekrutierungsziele um Tausende verfehlten und in der Tat das schlechteste Rekrutierungsjahr seit 1979 erlebten!

Im letzten Jahr gab es auch eine Explosion des Interesses an und der Mitgliedschaft in der Bewegung zur Beendigung des Krieges im Irak, besonders unter denen, die am meisten befürchten mussten, für diesen Krieg eingezogen zu werden: die amerikanische Jugend zwischen 18 und 22. Trotz des Sperrfeuers von kriegsverherrlichenden Videospielen, Mode, Musik und Popkultur für die Jugend können junge Erwachsene nicht die täglichen Nachrichten ignorieren, dass ihre AltersgenossInnen im Krieg sterben. Das zwingt sie, sich selbst in die Lage ihrer AltersgenossInnen zu versetzen und sich zu fragen: "Würde ich mich jemals dazu einschreiben?" Die wachsende Antwort unter High school- und College-SchülerInnen scheint ein dröhnendes "NEIN" zu sein.

Die Stärke unserer Bewegung wurde im letzten Jahr in vielfältiger Weise auf die Probe gestellt. Eltern und andere Erwachsene wie VeteranInnen, LehrerInnen und AktivistInnen haben jahrelang daran gearbeitet, höhere Schulen zu entmilitarisieren; sie organisierten die "Opt Out Week" ("Militär-raus-Woche"), um Flugblätter zum "No Child Left Behind"-Gesetz zu verteilen (Das Gesetz "Kein Kind soll zurückbleiben", Bushs Ausbildungsgesetz, enthält einen Paragraphen, der die Schuldistrikte verpflichtet, den MilitärwerberInnen Kontaktinformationen zu SchülerInnen zur Verfügung zu stellen, außer die/der SchülerIn oder die Eltern sprechen sich schriftlich dagegen aus) und haben Druck auf Schulverwaltungen ausgeübt, Grundsätze zu beschließen, die militärische Werbung beschränken und für mehr "Wahrheit" bei der Rekrutierung plädieren. Eine Änderung der Grundsätze an High Schools in bezug auf MilitärwerberInnen gibt es in Staaten wie Maine, Maryland oder Ohio. In ähnlicher Weise hat der Kampf zur Entfernung von JROTC-Einheiten von den höheren Schulen mehr Interesse gewonnen, da der Krieg im Irak sich hinschleppt, da mehr ehemalige KadettInnen des JROTC in Leichensäcken aus dem Irak zurückkehren und mehr Menschen die direkte Verbindung zwischen dem JROTC und der Militärwerbung wahrnehmen.

Auf dem Gelände der Colleges unterscheiden sich die Anstrengungen gegen die Werbungen beträchtlich von dem Modell der High schools und zentrieren sich hauptsächlich um die Organisation von Aktionen und Protesten gegen den Besuch von WerberInnen an der Schule, ROTC-Werbung und -Training und um die Organisation von Opposition gegen die Diskriminierungspolitik des Militärs gegen Homosexuelle nach dem Motto: "Frag nicht, sag nichts".

Eine der heute größten und am schnellsten wachsende Anti-Rekrutierungsgruppen auf dem Gelände von Colleges ist das "Campus Antiwar Network" (CAN). Seine Mitglieder haben kürzlich mit anderen zusammen eine sehr erfolgreiche regionale Anti-Rekrutierungskonferenz in der Zone der San Fancisco-Bucht organisiert und haben ins Ausland Beziehungen zur Internationalen Friedenskonferenz aufgebaut, die in London in England stattfand.

CAN ist überall im Lande weithin verantwortlich für die Organisation von Anti-Kriegs- und Anti-Werbungskonferenzen und -veranstaltungen: sie bauen Ortsgruppen in Colleges und demonstrieren mit Menschenketten und Protesten gegen MilitärwerberInnen an ihren Schulen. WerberInnen wurden gezwungen, Schulen bald wieder zu verlassen, Besuche mussten abgesagt werden, Sitzblockaden wurden organisiert mit dem Endziel, die Schule vollständig zuzumachen. Das wurde ein Spannungsthema in der Collegeverwaltung, da weithin sichtbare und gelegentlich konfrontative Proteste stattfanden und der Konflikt zwischen studentischen WerbungsgegnerInnen, MilitärwerberInnen und der Campuspolizei immer wieder negative Schlagzeilen der Medien auf die Schule zieht. Diese Arten von Anti-Werbungsaktionen werden in wachsendem Maß von den Militärs und Ausbildungsinstitutionen als potentielle "Bedrohungen" angesehen, und die SchülerInnen werden im Endergebnis ihrerseits bedroht. Glücklicherweise ist CAN ebenso erfolgreich bei der Organisation von Protesten wie wirksam bei der Organisation von Unterstützungskampagnen für SchülerInnen, die von Disziplinierungsmaßnahmen von Seiten der Schule betroffen sind.

Eine ähnliche Anstrengung in High schools ist die Gruppe "Youth Against War and Racism" (YAWR) mit verschiedenen Ortsgruppen in den Staaten Washington, Minnesota und Massachussetts. Der YAWAR rief vor kurzem zu einer SchülerInnendemonstration am 2. November auf, an deren Höhepunkt Tausende von High school- und College-StudentInnen ihre Klassen verließen, um am nächst gelegenen militärischen Rekrutierungszentrum gegen den Krieg im Irak zu protestieren. Zahllose Geschichten in den Medien beschreiben in allen Einzelheiten, wie SchülerInnen an ihren Schulen Proteste gegen Militärwerbung für einen überflüssigen Krieg anführen. Im März und April gab es darüber hinaus große Zahlen von SchülerInnen, die in den ganzen USA die Schulen verließen, um sich riesigen Demonstrationen gegen repressive Gesetzgebung zu ImmigrantInnen ohne Papiere anzuschließen.

Leider haben einige dieser Aktionen zu strengen Repressionen und polizeilichen Überreaktionen auf dem Schulgelände geführt: einige WerbungsgegnerInnen unter den StudentInnen kamen an Orten wie dem Holyoke Community College (Massachusetts), der Kent State University (Ohio), der George Mason University und der Hampton University (beide in Virginia) in große Schwierigkeiten. Zum Glück haben in jedem dieser Fälle die StudentInnen kraftvoll Proteste und Verteidigungskampagnen für diese MitschülerInnen organisiert, die für Vergeltungsmaßnahmen ausgesondert worden waren.

Da 2006 im Fluss ist, müssen wir eine weitere Kerbe einschlagen! Die Reserve an neuen RekrutInnen des Militärs im ,,Programm für nachträgliche Rekrutierung" (DEP) ist erheblich geschrumpft, und es gibt Vorhersagen, dass es noch schwieriger werden wird, junge Leute anzuwerben. Was wir tun müssen ist uns weiter abzumühen und nicht entmutigt zu werden oder besorgt, wie wirksam diese Arbeit ist. Information über Widerstand gegen Militärwerbung ermutigt die Menschen täglich, also müssen wir geduldig sein und in kleinen Schritten arbeiten. Es ist wichtig, dass wir alle Werkzeuge nutzen, die uns zur Verfügung stehen und alle möglichen Strategien anwenden. Da die WerberInnen weiterhin Versprechungen machen und den jungen RekrutInnen Garantien geben in bezug auf Geld für das College, Berufsausbildung und Reisen um die Welt, muss weiterhin eine Präsenz an den Schulen da sein, um sicher zu stellen, dass die SchülerInnen verstehen, dass das einzig Wirkliche, was das Militär ihnen heute garantieren kann, der Krieg ist. Die Wahl ist vorgestellt worden: StudentIn oder SoldatIn. Es ist zu hoffen, dass mehr Jugendliche sich entscheiden StudentInnen zu sein und nicht SoldatInnen.

Anmerkung: ROTC (ReserveoffizierInnen-Trainingscorps) und JROTC sind sehr verschiedene Dinge. Das ROTC finanziert das College für StudentInnen, die während des Collegestudiums eine relativ kleine Menge an Militärausbildung absolvieren und sich für vier Jahre aktiven Dienstes als OffizierIn verpflichten. JROTC (Junior-ROTC) ist ein High school-Programm, das reguläre Übungen mit Uniformen und Waffen auf dem Schulgelände einschließt. Es verlangt keine Verpflichtung, SoldatIn zu werden und gibt vor, eine Charakterschulung für Jugendliche zu sein, aber das Militär erkennt privat an, dass es ein Schlüsselaspekt von Militärwerbung ist. JROTC zielt im Gegensatz zu ROTC auf die Arbeit mit Jugendlichen hin, die selten OffizierInnen werden. Beide bezeichnen jedoch den Hauptweg, auf dem der Militarismus in den jeweiligen Ausbildungsinstitutionen verankert wird.

Übersetzung aus dem Englischen: Gerd Büntzly

Frauen gegen Krieg

Friedenspreis der War Resisters League

Seit 1958 zeichnet die US-Sektion der Internationalen der Kriegsgegner, die War Resisters League, eine Person oder eine Organisation mit dem Friedenspreis der War Resisters League aus, deren Arbeit die radikale Aktionsplattform der War Resisters League repräsentiert. Unter den Empfängern dieses Preises waren der Friedensagitator A. J. Muste, der Menschenrechtsaktivist Bayard Rustin, die Feministin und pazifizistische Theoretikerin Barbara Deming, der Gründer der Plowshares-Bewegung Daniel Berrigan, Golfkrieggegner und viele andere. Der Friedenspreis 2006 geht an Frauen gegen Krieg innerhalb der US-Armee.

Anita Cole

Anita Cole

Ende November 2001 wurde Anita Cole als Kriegsdienstverweigerin aus der US-Armee entlassen.

Bevor ich in die Armee eintrat, dachte ich wie so viele andere Leute. Im großen und ganzen hielt ich Mord für falsch, aber ich dachte, zu manchen Zeiten, wie im Krieg, sei das Töten unvermeidbar und sogar gerechtfertigt.

Ich habe eine starke innere Überzeugung. Meine Eltern erzogen mich in dem Glauben, daß der Dienst an der Gesellschaft - durch freiwillige Zeit und Spenden - ein moralisches Muß sei. Seit meiner Kindheit war ich immer dankbar, eine amerikanische Bürgerin zu sein, und war der Meinung, daß jeder seinem oder ihrem Land dienen sollte. Die Streitkräfte erschienen mir als bedeutungsvolle gemeinsame öffentliche Aufgabe. Weder wurde ich durch die Rückzahlung von Collegeschulden oder andere finanziellen Anreize dazu motiviert, der Armee beizutreten, noch erhielt ich solche Zahlungen. Als ich mich einschrieb, erfüllte mich meine Verpflichtung, meinem Land zu dienen, voller Stolz und Zufriedenheit.

Während des Grundwehrdienstes schockierte es mich, daß das Training mit dem Bajonett zusammen mit dem Mantra "Was läßt das Gras wachsen? Blut, Blut, Blut läßt das Gras wachsen."durchgeführt wurde. Aber sogar dann dachte ich, wenn ich in den Krieg geschickt würde, würde ich mir auch den Kampfgeist zu eigen machen.

Im August des Jahres 2000 wurde ich zum Schießstand geschickt, um mich an der mir zugeteilten Waffe, einer M-16A2, zu qualifizieren. Als ich eine tödliche Waffe auf eine menschliche Silhouette abfeuerte, war ich voller Qual und traumatisiert. Ein Sergeant, der meine offensichtliche Qual sah, versuchte mich zu ermutigen und sagte "Come on, you're a killer!" (Na mach schon, Du bist ein Killer!) Zu der Zeit war ich so aufgewühlt, daß ich mich nicht qualifizieren konnte.

Ich redete mir selbst ein, daß ich nur "Löcher ins Papier schießen würde". Diese bewußte Selbsttäuschung ermöglichte es mir, mich zu qualifizieren. Die Worte des Sergeanten, "Come on, you're a killer!, verfolgen mich seither ständig. In meinem Kopf verstärkte dieser Kommentar die Ablehnung, meine Pflicht als Soldatin zu tun.

Mein Gewissen, nachfolgende Meditation, Lesen und Selbstbeobachtung haben mich gezwungen, mir selbst gerecht zu werden. Ich werde nicht in irgendeiner Art Frieden leben können, wenn ich töte, andere töten lasse oder jegliche Tötungshandlung in meinen Gedanken oder in meiner Art zu leben unterstütze .... Anders ausgedrückt, ich bin eine Verweigerin aus Gewissensgründen im ursprünglichen Sinne.

Diedra Cobb

Diedra Cobb

Eine afroamerikanische Armeeveteranin, die als Kriegsdienstverweigerin anerkannt werden möchte.

"Ich trat der Armee bei mit dem Gedanken, daß ich dadurch einige der stärksten Ideale für das größte, stärkste Land auf dieser Erde hochhalten könnte. Loyalität, Pflichtbewußtsein, Respekt, selbstloser Dienst, Ehre, Integrität und persönlicher Mut - das sind die sieben Werte der Armee, Werte, von denen ich sagen wollte, daß ich sie verinnerlicht hätte ... Irgendetwas Gutes mußte doch am Ende aus diesem Gemetzel herauskommen. Aber genau da dachte ich falsch: im Krieg gibt es kein Ende. Wir sind immer noch in Deutschland, wir sind immer noch in Korea, wir sind immer noch in Bosnien, verdammt, wir sind immer noch in Amerika. Die Liste ist endlos. Die einzigen Dinge, die bestimmt sind, sind: wer wird bleiben und wer muß gehen, wer wird leben und wer muß sterben, wer wird herrschen und wer muß dienen.


Kelly Dougherty

Kelly Dougherty

Kelly Dougherty, 27, aus Colorado Springs, Colorado, diente im Februar 2003 mit der Nationalgarde in Kuwait und anschließend von April 2003 bis Februar 2004 im Irak. Sie war im Südirak, in der Nähe der Stadt Nazaria stationiert.

Bevor man mir sagte, daß ich in den Irak ziehen würde, war ich voll und ganz gegen die Vorstellung, in den Krieg mit Irak zu ziehen. Ich konnte die Gründe nicht glauben, die dafür angegeben wurden - die Massenvernichtungswaffen und die Liga der Terroristen und all das. Als ich im Irak ankam war es die Armut dort, die mich wirklich wie ein Schlag traf - wie arm die Bevölkerung dort war und wie wenig sie hatten, und wieviel durch diesen Krieg und vorherige Kriege zerstört wurde.

Als ich den Irak wieder verließ, hatte sich für die Leute dort nicht viel verändert - es ist alles eigentlich nur schlimmer geworden. Viele Leute hatten immer noch kein Wasser ..... Wir haben ihnen überhaupt nicht geholfen. Und noch dazu die kontinuierliche Degradierung dieses Gebietes - nicht nur durch die Aufständigen - es wird ja nicht täglich davon berichtet, wie die irakischen Leute durch das US-Militär leiden und wieviele Leute eingesperrt, erschossen und getötet oder was auch immer werden - Leute, die völlig unschuldig sind oder die versuchen, ihr tägliches Leben auf die Reihe zu kriegen. All das hat meine Ansichten verstärkt, daß der Krieg falsch war und vor allem, daß Gewalt nur mehr Gewalt nach sich zieht. Wir bringen dort wirklich nichts Positives zustande.

Ich sah oft Gewaltmißbrauch durch Armeeleute - durch Anwendung übermäßiger, unverantwortlicher Gewalt gegen die Irakis - weil sie wußten, daß sie nicht dafür bestraft würden.

Nach einiger Zeit bekamen wir Aufstandskontrollmaterial, sogenannte "nicht-ganz-tödliche" Munition - kleine Säckchen für die Gewehre, Gummikugeln und Rauchgranaten. Diese Dinge wurden oft mißbraucht - das habe ich mit eigenen Augen gesehen - indem man wahllos mit Gummikugeln herumballerte, weil man wußte, daß dadurch wahrscheinlich niemand getötet würde. Deshalb war es für manche lustig, einfach rumzuballern mit den Gummikugeln. Aber das ist kein Scherz! Diese Kugeln könnten auch jemanden töten, ein kleines Kind vielleicht .... oder wenn sie jemanden ins Gesicht treffen ... Sie sind doch keine Spielzeuge.

Auszüge von: http://www.alternet.org/story/24076/

Katherine Jashinski

Katherine Jashinski

Ich bin Spezialistin (SPC) in der Nationalgarde der texanischen Armee. Ich bin in Milwaukee, WI, geboren und 22 Jahre. Mit 19 trat ich als Köchin in die Garde ein, da ich Erfahrung mit dem militärischen Leben machen wollte. Als ich mich einschrieb, glaubte ich, daß Töten zwar unmoralisch doch auch ein unverzichtbarer Teil des Lebens sei und damit die Ausnahme von der Regel.

Nach dem Eintritt in die Armee wurde ich langsam erwachsen. Wie viele Teenager, die ihr Zuhause zum ersten Mal verlassen, machte iche eine Zeit des Wachsens und der Selbstfindung durch. Ich traf viele neue Leute und lernte neue Ideen kennen, die meine geringen Erfahrungen ungeheuer erweiterten. Nachdem ich Essays von Bertrand Russel gelesen hatte, in den Südpazifik gereist war und mit Leuten aus der ganzen Welt gesprochen hatte, haben sich meine Überzeugungen hinsichtlich Humanität und ihrer Beziehung zum Krieg verändert. Ich umfassenderes Bild von der Welt und begann alles, was mir als Kind über Krieg beigebracht wurde, neu zu bewerten. Ich kam zu der Überzeugung, daß es falsch war, Menschen zu töten, und daß für Krieg keine Ausnahme gemacht werden dürfte. Dann konnte ich klären, wer ich bin und wofür ich einstehe.

Das Leben ist für mich das höchste Gut auf dieser Welt, und ich würde nie jemanden seines Lebens berauben. So wie andere an Gott glauben, glaube ich an Humanität.

Ich bin tief überzeugt, daß Menschen alle Konflikte durch friedliche Diplomatie und ohne Gewaltanwendung lösen müssen. Gewalt zieht nur mehr Gewalt nach sich.

Weil ich so sehr an Gewaltfreiheit glaube, kann ich in der Armee keine Rolle spielen. Jeder, der in der Armee arbeitet, trägt irgendwie zu der Planung, Vorbereitung oder Ausführung eines Krieges bei.

Als mein Status als Kriegsdienstverweigerin noch in der Schwebe war, habe ich achtzehn Monate lang meine Verpflichtung der Armee gegenüber eingehalten und alles getan, was mir aufgetragen wurde.

Jetzt bin ich an den Punkt gegkommen, wo ich gezwungen bin, zwischen meiner rechtlichen Verpflichtung der Armee gegenüber und meinen tiefsten moralischen Werten zu wählen. Ich möchte klarmachen, daß ich meine Überzeugungen aus keinem Grund komprimitieren werde. Ich habe eine moralische Verpflichtung - nicht nur mir sondern der ganzen Welt gegenüber - und das ist viel wichtiger als jeder Vertrag.

Ich werde mein Recht ausüben, keine Waffe anzufassen und nicht an Kriegsbemühungen teilzunehmen. Ich bin fest entschlossen, als Kriegsdienstverweigerin entlassen zu werden. Während der Berufungsprozess läuft, werde ich weiter Anordnungen ausführen, die ich mit meinem Gewissen vereinbaren kann - solange bis mein Status geklärt sein wird. Ich bin bereit, die Konsequenzen für meine Überzeugungen zu tragen.

Tina Garnanez

Tina Garnanez

"Ich war eine verirrte Eingeborene," sagt Tina Garnanez, als sie von ihrer "Reise" in der Armee erzählt.

Tina wuchs in einem Navajo-Reservat auf und besuchte die Schule in Farmington, New Mexico. Als einzige Tochter einer alleinerziehenden Mutter mit fünf Kindern, schrieb sich Tina mit 17 Jahren ein, um Geld für das College zu bekommen.

"Ich wollte aufs College gehen, und ich wußte, daß ich mit meinem familiären Hintergrund und als Bewohnerin eines Reservats nur wenige Möglichkeiten hatte, zu einer College-Ausbildung zu kommen."

Tina war im März 2003 im Kosovo stationiert, als die amerikanischen Flugzeuge Baghdad bombadierten. Im Juli 2004 wurde Tina in den Irak abkommandiert. Tina hatte ihre Pflicht zwar schon erfüllt, aber die Armee kann die Dienstzeit eines Soldaten durch einen Stop-Loss-Auftrag verlängern.

Als Sanitäter im Irak transportierte Tina Patienten von den Ambulanzen in das Krankenhaus, wo sie den hohen Preis des Krieges sah. "Ich sah entstellte Körper, abgeschossene Gliedmaßen, Soldaten, die verrückt wurden.

Sie fuhr auch mit Konvois, die Medizin zu den Basen brachten. Während einer dieser Konvois entkam Tina knapp einer Explosion. Eine Bombe explodierte und überall flog Staub, Steine und Schrapnell herum.

"Ich war so wütend. Nicht wütend auf die Iraki, aber wütend auf den Grund, aus dem ich da war. Wofür, fragte ich mich? Meine Mutter würde eine zum Dreieck gefaltete Fahne bekommen als Ersatz für ihre einzige Tochter."

In diesem Moment wußte sie, daß sie in diesem Krieg nicht weiter dienen würde. "Ich bin fertig" sagte sie "ich werde nicht für irgendjemandens Ölagenda kämpfen."

Tina ist zuhause in Silver City, New Mexiko, ehrenhaft entlassen. "Ich wünschte wirklich, ich wäre nie in die Armee gegangen. Ich habe jetzt "Post-Traumatic-Stress-Disorder". Alles schreckt mich auf.

Tina sagt, sie spricht mit vielen High-School-Schülern darüber, warum die Rekrutierer sich an arme Studenten aus den Minderheiten wenden. Diese jungen Leute suchen einen Ausweg, heraus dem Ghetto, heraus aus der Armut, fort von Orten, wo es kaum Hoffnung auf Weiterentwicklung gibt. "Das Militär ist nicht die einzige Option, aber in den Schulen sind halt nur die Rekrutierer aus der Armee."

Tina hat versucht zu verstehen, wie sie als Ureinwohnerin Amerikas Teil der gleichen Maschine sein konnte, die die Ureinwohner Amerikas fast ausgerottet hat. "Nicht eingehaltene Verträge. Zwangsansiedlung in Reservaten für uns. Ich war eine verirrte Ureinwohnerin."

Aber Tina Garnanez hat ihren Weg gefunden als Teil einer wachsenden Bewegung unter den Soldaten, die sich gegen den Krieg im Irak ausspricht.

Tina Garnanez wurde von Christine Alm vom Women of Color Resource Center, War Times; Tiempo de Guerras, interviewt.

Operation Verweigert den Krieg

Mit Workshops, Aktionen, und einer internationalen Konferenz wird Operation Verweigert den Krieg die Schwierigkeiten herausstellen, denen sich KriegsdienstverweigererInnen gegenüber sehen, sowie dazu beitragen, die Vernetzung zwischen den verschiedenen Teilen der Antikriegsbewegung zu stärken. Der Schwerpunkt der Aktivitäten liegt auf der Unterstützung US-amerikanischen KriegsdienstverweigererInnen und ihrer Familien, sowie in der Betrachtung des derzeitigen Potentials von Kriegsdienstverweigerung (in ihren verschiedenen Ausprägungen) als Strategie für die Entwicklung der Antikriegsbewegung. Zusätzlich wird Operation Verweigert den Krieg KriegsdienstverweigererInnen international und aus den USA zusammenbringen, um Erfahrungen und Ideen auszutauschen.

Zu den unterstützenden Organisationen gehören u.a. die War Resisters League; War Resisters' International; das American Friends Service Committee Youth and Militarism Program; das Center on Conscience & War; das Washington Peace Center; die National Youth and Student Peace Coalition; die Military Law Task Force der National Lawyers Guild; das Fellowship of Reconciliation Disarmament Program; das Central Committee for Conscientious Objectors (CCCO); und das Student Peace Action Network (SPAN).

Strategietreffen zum Internationalen Tag zur Kriegsdienstverweigerung
New York City, 11.-12. Mai 2006

Dieses Treffen wird KriegsdienstverweigererInnen aus aller Welt zusammenbringen, und sich auf die Entwicklung internationaler Strategien für die Unterstützung des Rechtes, das Töten zu verweigern, konzentrieren. Bitte wende Dich an uns, um weitere Informationen zu diesem Treffen zu erhalten.

Operation Verweigert den Krieg: Eine internationale Konferenz zum Widerstand gegen den globalen Krieg
Washington DC, 13.-14. Mai 2006

Operation Verweigert den Krieg bietet KriegsdienstverweigererInnen, Antikriegs-AktivistInnen, und Angehören von SoldatInnen die Gelegenheit zusammenzukommen um Strategien auszutauschen und eine gemeinsame Bewegung zu bilden.

Workshop-Themen sind u.a.:

Das gesamte Konferenzprogramm ist auf Englisch und Spanisch erhältlich.

Anmeldung bitte online oder per email an register@centeronconscience.org. Ein PDF-Anmeldeformular kann auch heruntergeladen und per Post an das Center on Conscience and War geschickt werden. Die Konferenzgebühr beträgt US$30, einschliesslich Mittagessen am Samstag, 13. Mai.

Eine Auswahl anderer Aktivitäten:

Für weitere Informationen, wende Dich bitte an: Operation Refuse War, c/o WRL 339 Lafayette St New York, NY 10012 212.228.0450 x102 youth@warresisters.org operationrefusewar.org/index-de.htm

Gewaltfreiheit globalisieren

Internationale Konferenz der WRI 2006

Schloss Ehringerfeld, Paderborn

23.-27. Juli 2006

Diese Konferenz ,Gewaltfreiheit globalisieren' der War Resisters' International wird eine großartige Gelegenheit, um Aktive aus der ganzen Welt zu treffen, ihre Hintergründe kennen zu lernen, und zu verstehen, wie wir alle eine andere Welt möglich machen können.Auf der ganzen Welt entwickelt sich eine ,,Bewegung der Bewegungen". Sie will die Sichtweisen und Werte der Bevölkerung denen der Konzerne, Institutionen und Regierungen entgegensetzen - auch in den Anti-Kriegs-Aktionen. Es ist eine ,,Globalisierung von unten". Die War Resisters' International denkt, dass die Gewaltfreiheit in dieser Globalisierung von unten noch viel wichtiger werden kann. Darum die Überschrift unserer internationalen Konferenz: Gewaltfreiheit globalisieren.

Teilnahmekosten

Die Teilnahme an der Konferenz kostet (inkl. Unterkunft und Verpflegung) 200 für Einzelpersonen, und 250 für VertreterInnen von Organisationen. Es gibt aber auch etwas preiswertere Varianten (bring Dein eigenes Zelt!). Bitte kontaktiere das WRI-Büro.

Anmeldungsinformation

War Resisters' International
5 Caledonian Road
London N1 9DX - UK
+44 20 72784040

Email: anmeldung@gewaltfreiheitglobalisieren.org

http://gewaltfreiheitglobalisieren.org/regform-de.html

Das Zerbrochene Gewehr

Das Zerbrochene Gewehr ist das Mitteilungsblatt der War Resisters' International und wird in englischer, spanischer, französischer und deutscher Sprache veröffentlicht. Dies ist Ausgabe 70, Mai 2006.

Diese Ausgabe wurde von Andreas Speck zusammengestellt. Besonderer Dank gilt Stephen Funk, Steve Morse, Kevin Ramirez und anderen, die mit Informationen zu dieser Ausgabe beigetragen haben.

Weitere Exemplare dieses Zerbrochenen Gewehrs sind vom WRI-Büro erhältlich oder als Download von unserer Website.

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