Editorial

Herzlich willkommen zur ersten Ausgabe des “Zerbrochenen Gewehrs”, das nur in elektronischem Format erscheint. Wenn du unsere vierteljährliche Publikation erhalten möchtest, kannst du sie abonnieren, indem du http://lists.wri-irg.org/sympa/subscribe/thebrokenrifle eingibst oder eine Email an thebrokenrifle-subscribe@lists.wri-irg.org sendest.

Diese Ausgabe des „Zerbrochenen Gewehrs“ ist dem Thema des Trainings in Gewaltfreiheit gewidmet. Training in Gewaltfreiheit hat verschiedene Formen und antwortet auf verschiedene Bedürfnisse. Doch haben die meisten Trainings gemeinsam, dass sie ein gemeinschaftlicher Ort zum wechselseitigen Lernen über die verschiedenen Aspekte von Gewaltfreiheit sind. Sie tragen dazu bei, gesunde Gruppendynamiken aufzubauen und erforschen in praktischer Weise die verschiedenen Aspekte von Gewaltfreiheit. In diesem „Zerbrochenen Gewehr“ schauen wir auf drei Fälle von Trainings – ein Training zur Vorbereitung einer Aktion als Teil einer langfristigen Kampagne; ein Training über Geschlecht und Gewaltfreiheit; und ein Training zum Aufbau von Demokratie.
Welches Training brauchen wir? In vielfacher Weise ist die effektivste Form von Tainings die, wenn wir uns selbst üben. Wir sind diejenigen, die verstehen, was das Ziel unserer Arbeit ist, was der Kontext ist, in dem wir gründen. Ein Training erlaubt uns gemeinsam, unsere Fähigkeiten zu entwickeln, unabhängig zu bleiben und kann eine Kontinuität garantieren, da wir unsere Fähigkeiten mit den übrigen in der Gruppe teilen. Besonders bei der Vorbereitung einer Aktion ist es wichtig, die Begrenzungen von Trainings zu verstehen: Egal wie viele Rollenspiele ihr macht, während einer richtigen Aktion werden eure Reaktionen niemals ganz dieselben sein, als wenn ihr mit einer gewaltsamen oder unvorhergesehenen Situation konfrontiert seid.

In dieser Ausgabe bewerben wir unsere neueste Veröffentlichung, das „Handbook for Nonviolent Campaigns“, ein Quellenwerk, um euch zu helfen, mit den Herausforderungen umzugehen, denen wir gegenüberstehen, während wir an einer langfristigen Kampagne arbeiten oder einer für sich stehenden Aktion.

Javier Gárate