Initiative gegen Kriegsprofiteure

Eine der wesentlichen Stützen von Krieg und Militarismus ist die Wirtschaft. Es ist zu Zeiten des Krieges, wenn Rüstungsunternehmen grosse Gewinne einfahren.

In Afrika wird dies besonders klar, wo Regierungen, die den Frieden in der Region fördern, zur gleichen Zeit den Handel mit Kleinwaffen und die Ausbeutung natürlicher Ressourcen ermöglichen.

Illegale Kleinwaffen stellen in Zentral- und Ostafrika eine wesentliche Bedrohung öffentlicher Sicherheit dar. Sie stiften Verbrechen an, und feuern sowie verlängern Konflikte. Kleinwaffen und leichte Waffen wie z.B. Sturmgewehre sind besonders geeignet für die irregulären Kriege die in der Region vorherrschen, denn sie sind billig, leicht zu nutzen, überall erhältlich, und haltbar. Waffen wie z.B. Macheten wurden viel in Konflikten in Ruanda und Burundi verwendet.

Millionen Menschen sind dem bereits zum Opfer gefallen, und Waffenlieferungen an Rebellengruppen und Regierungen steigen weiter an. *Im Jahr 2000 haben 10 Staaten die die Erklärung von Nairobi zu Kleinwaffen und leichten Waffen unterzeichnet, und im Jahr 2002 wurde das East Africa Police Chiefs Committee gegründet. Dieses Komitee hat ein Programm entwickelt, um Kleinwaffen zu registrieren und Feuerwaffen zu klassifizieren. Doch andauernde Instabilität führt zu weit- reichenden Problemen für diese und andere Initiativen.

Die drei größten Exporteure von Kleinwaffen waren 2006: die USA (US$ 533.000.000), Russland (US$130.000.000) und China (US$ 100.000.000) (Quellen: CRS, SIPRI, und UNO).

Die Kampagne „Waffen unter Kontrolle" schätzt, dass mehr als 600 Millionen Kleinwaffen in Umlauf sind, und dass mehr als 1135 Firmen aus mehr als 98 verschiedenen Ländern Kleinwaffen sowie verschiedene Komponenten und Munition herstellen. Weltweit gehen jährlich mehr als 500.000 Tote auf das Konto von Kleinwaffen.

Auch die Ausbeutung von natürlichen Ressourcen, insbesondere von Mineralen, ist eine Art des Profitierens von Krieg. In vielen Fällen führen diese zu Vertreibung und schüren lokale Konflikte, wie z.B. in der Demokratischen Republik Kongo.

Die War Resisters' International entwickelt eine Globale Initiative gegen Kriegsprofiteure, mit dem Ziel, lokale Kampagnen gegen Kriegsprofiteure zu unterstützen.