Editorial

Der Tag der Gefangenen für den Frieden 2003 hat die junge Bewegung zur Kriegsdienstverweigerung (KDV) in Südkorea zum Schwerpunkt. Auch wenn KDV als Bewegung jung ist, reicht die Geschichte der Inhaftierung von Kriegsdienstverweigerern Zeugen Jehovahs - weit zurück. Mehr als 10.000 Zeugen Jehovahs wurden in den letzten 50 Jahren wegen ihrer Kriegsdienstverweigerung eingesperrt, meist für drei Jahre, und bis vor kurzem oft mehrmals. Auch wenn sich die Situation verbessert hat, und die Strafen nun geringer ausfallen, so befinden sich doch noch mehr als 750 Zeugen Jehovahs in südkoreanischen Gefängnissen. Diese Ausgabe des Zerbrochenen Gewehrs richtet die Aufmerksamkeit auf ihr Schicksal, und auf den jüngeren politischen Kampf der südkoreanischen KDVBewegung. Es ist überdeutlich, dass diese Bewegung unsere Unterstützung braucht, um die Einstellung zum Militär auf der hochmilitarisierten koreanischen Halbinsel zu verändern.

Andreas Speck
CO Campaigning Worker im WRI-Büro, London
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